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Cover von Edguy -- Tinnitus Sanctus
Band: Edguy Homepage Edguy bei Facebook Metalnews nach 'Edguy' durchsuchenEdguy
Album:Tinnitus Sanctus
Genre:Melodic Metal, Power Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:14.11.08
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"Meister, gib mir den Tinnitus"

Kaum eine Band war in der letzten Zeit präsenter in den Medien, ohne ein Album gemacht zu haben als die hessischen Spaßkanonen von EDGUY. Gerade durch Tobias Sammets AVANTASIA und den vielen Aussagen von Herr Sammet durfte man umso gespannter sein, was die Herren uns zum Ende des Jahres servieren werden. Geht es nach Tobias Sammet, hat er das beste Werk gemacht, das er je geschrieben hat [Aber diese Aussage kennen wir bereits]. Eine der zahlreichen Fragen ist natürlich, ob Tobi damit Recht behalten wird oder nicht. Eine weitere Frage ist, wird „Tinnitus Sanctus“ eine logische Fortsetzung von „Rocket Ride“ oder fällt man zurück ins alte Lager? Letzteres wäre eine große Verwunderung, sprach man sich in der letzten Zeit doch sehr gegen Songs aus, die man damals zwar zur rechten Zeit gut gebracht hat, und doch wären die Songs in der heutigen Zeit nicht mehr das, was sie mal waren. Man darf also gespannt sein.

Mit „Ministry Of Saints“ geht das Album auch gleich los und lässt an „Rocket Ride“ erinnern. Mit fettem Groove, mit einem schönen Riffing geht es in die Vollen und lässt eine echt geile Melodic-Rock Granate los, die nicht den alten Speed benötigt, um zu gefallen. Mit „Sex Fire Religion“ wird es dann Haar-Rockig. In bester Hard/Melodic Rock Manier rockt sich der Song direkt in den Kopf und lässt einen nicht mehr los. Anschallen meine Herren, es folgt „The Pride Of Creation“ und wer noch mal sagt, EDGUY könnten kein Power-Metal mehr spielen, dem sollte man das Lied um die Ohren scheuern, bis sie bluten. Hier kracht es aus der Melodic-Power-Metal Ecke der allerersten Klasse [Ich rede von Power – nicht „Babylon“ Speed-Metal]. Mit unglaublicher Spannung und Abwechslung bietet der Song wirklich ein absolutes Highlight.

Auch beim Track „Wake Up Dreaming Black“ knallt man einen Song raus, der von vorn bis hinten überzeugt. Ein Refrain, der Gänsehaut pur auslösen sollte [Bei mir tut er es jedes Mal wieder] und auch hier ist die Mischung aus Speed und Melodie gegeben. Mit „Dragonfly“ bringt man erneut ein gutes Stück raus, das eine Mischung aus Hard Rock – Melodic Metal und Power bildet, dass mit einem wundervollen epischen Refrain ein weiteres Prachtstück in der EDGUY Sammlung bilden dürfte. Mit „Thorn Without A Rose“ gibt es eine obligatorische Ballade, die sehr gefühlvoll vorgetragen wird.

Mit „929“ geht es auch hitverdächtig weiter, denn wenn es eine reguläre Single zu dem Album gegeben hätte, wäre das sicher „929“ geworden. Nach soviel Lob wird es langsam Zeit für einen Totalausfall, doch ein Lied, das schon „Speedhoven“ heißt und an die acht Minuten geht, lässt mich hellhörig werden. Also Lied anhören und mit Verlaub, mein erster Gedanke war –Leck mich am Arsch ist das geil-. Im Speed-Tempo zu besten Zeiten geht es mit einem Chor sofort los, der ohne groß zu flunkern, teilweise auch auf der zweite AVANTASIA hätte sein können. Das Lied bietet keine Schwäche und ist für mich ganz klar einer, wenn nicht sogar der Hit des Jahres. Mit dem Melodic- Rocker „Dead Or Rock” setzt man schließlich ein wunderbares Ende [Abgesehen vom Bonus Track].

Fazit zu „Tinnitus Sanctus“: Am Anfang war die Frage, ob EDGUY vielleicht in ein altes Muster zurückfallen. Diese Frage muss ich mit einem ganz klaren jein beantworten. Die Platte bietet im Vergleich zum Vorgänger zwar mehr Speed und Powerpassagen und doch sind die neuen „Rocket Ride“ Melodic Parts ganz klar da. Mit „Tinnitus Sanctus“ haben EDGUY eine gesunde Mischung gefunden, die alte Fans erfreuen und zugleich viele neue an Land ziehen dürfte. Für mich ganz klar das Melodic/Power-Metal Album des Jahres. Ein klarer Kauftipp für alle, die annähernd EDGUY oder angesprochene Genres mögen. Natürlich sollte man die Bewertung auf den Melodic/Power Sektor zugeschnitten sehen, soll heißen Death/Black-Metaller sollten das Album in den meisten Fällen meiden, und die Bewertung nicht auf ihre Musikrichtung beziehen. Abschließend lässt sich aus meiner Sicht zu „Tinnitus Sanctus“ nur eines sagen – Ich wünschte ich hätte nach dem Album einen Tinnitus bekommen, dann wäre das letzte Klare was ich zu hören bekommen hätte, das Melodic/Power-Metal Album des Jahres 2008 gewesen – Amen!

Trackliste:
01 Ministry Of Saints
02 Sex Fire Religion
03 The Pride Of Creation
04 Nine Lives
05 Wake Up Dreaming Black
06 Dragonfly
07 Thorn Without A Rose
08 929
09 Speedhoven
10 Dead Or Rock
11 Aren´t You A Little Pervert Too
Spielzeit: 00:51:16

Line-Up:
Tobias Sammet - Vocals
Tobias Exxel - Bass
Jens Ludwig - Guitar
Dirk Sauer - Guitar
Felix Bohnke - Drums
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
07.11.2008 | 16:26
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