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Band: Eibon la Furies Homepage Eibon la Furies bei Facebook Metalnews nach 'Eibon la Furies' durchsuchenEibon la Furies
Album:The Blood Of The Realm
Genre:Ambient, Avantgarde, Black Metal
Label:Code666
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:28.05.10
CD kaufen:'Eibon la Furies - The Blood Of The Realm' bei amazon.de kaufen
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"Des Sherlock Holmes düsterster Fall."

Die altenglische Royalität erfreut sich nun schon seit geraumer Zeit größter Beliebtheit. Sei es im Bereich der belletristischen Literatur, obskurer Serien oder der facettenreichen Welt metallischer Musik. Literarische Adaptionen, wie sie per exemplum THE VISION BLEAK vornehmen, oder eigene kronloyale Konzepte rund um die britische Hochwohlgeborenheit, wie von IMPERIAL VENGEANCE oder teils auch von AKERCOCKE dargeboten, bieten augenscheinlich mehr als genug Stoff, um der musikalischen Kreativität hinreichend Auslauf zu bieten. So haben sich auch die Briten EIBON LA FURIES in eben jenem Sektor ansässig gemacht und erschaffen ihr eigenes Reich aus Mystik, Horror und Aristokratie.

Namentlich ist diese Klanggesellschaft auf das Geschlecht der Blackwoods zurückzuführen, genauer gesagt entspringt das grundlegende Konzept der Gedankenwelt des Lord Eibon Blackwoods und seiner liebreizenden Gemahlin Lady Titania Blackwood. Aus dieser Liaison entstand schließlich das aktuelle Werk „The Blood Of The Realm“ und tatsächlich, das Volk muss bluten für seine Obrigkeit.

EIBON LA FURIES schöpfen eine enorm faszinierend-fesselnde Komposition aus partiell sehr rauem Black Metal, welcher zeitweise recht zügig und treibend daherkommt, und angenehmen, Mid-Tempo-lastigen Melodien, welche via Synthesizern und ausschweifender Gitarrenarbeit pompös und gespenstisch anmuten. Generell herrscht auf dieser Platte eine durchweg irrwitzige Stimmung vor, welche durch den Operetten-haften Gesang besagter Lady unterstützt wird. Zeitweise fühlt man sich im Gesangsspektrum etwas an die Herren von CRADLE OF FILTH erinnert, atmosphärisch jedoch vielmehr an die Norweger SLAGMAUR.

Es wäre wohl auch keine Übertreibung, wenn man in Erwägung zöge, EIBON LA FURIES als Black-Metaleskere Variante von THE VISION BLEAK zu bezeichnen. Nur wird man hier mit weitaus abstrakteren Strukturen konfrontiert, welche auch vor elektronischen Beats nicht zurückschrecken. Erlaubt scheint Alles, was der morbiden Idee hinter EIBON LA FURIES dienlich ist und das düstere Reich der Blackwoods etabliert.

Man muss der Lordschaft auch zugute halten, dass sie sich in der Varietäten-Lehre vorbildlich geschult haben. Eintönigkeit oder Monotonie sollte hier keinen ereilen und ein Sherlock Holmes müsste wohl mehr als einmal kombinieren, um in die Gedankenwelt seines Erzrivalen einzutauchen. Schauerliche Geschichten über Jack The Ripper, sein Jagdgebiet Whitechapel und das dunkle, ruchlos-infernale Gesicht der schillernden Adligkeit Großbritanniens erwecken die verstörenden Riffs zum Leben; beinahe einem musikalischen Drama gleich.

Auch das Schlagwerk besticht durch vorbildliche Präsenz. Nicht in dem Sinne, dass wie wahnsinnig auf die Schallkörper eingeschlagen wird, sondern in seiner gänzlich untermalenden, akzentuierenden Funktion. Die rohen Black Metal Passagen meistert man hier ebenso gekonnt, wie die harmonischen Klang-Teppiche und erreicht somit eine betörende Klangwelt, welche über Anmut, Kraft und Verschlagenheit verfügt.

EIBON LA FURIES konnten mit „The Blood Of The Realm“ eine Platte erschaffen, welche innovativ, mitreißend und geheimnisvoll zugleich ist. Ein infernales Werk von Grazie und Wahnsinn. Dieses Album sollte alle Befürworter gepflegt-krankhaften Metalls rund um die englische Krone durchaus begeistern. Die Herren Blackwood verstehen sich auf düstere Stimmung und schaffen mit diesem Album eine sowohl reizvolle, als auch verstörende Arbeit, welche ihre Grenzen nur im menschlichen Geist findet. Um abschließend Lord Blackwood selbst zu zitieren: „The Devil Is An Englishman“!

Trackliste:
1. The Blood of The Realm [Intro]
2. The Devil is an Englishman
3. Tears of Angels & Dreams of Demons
4. Horse of The Invisible
5. Winter Kings, Wicker Men & Her Infernal Majesty Brigantia
6. Dominion of Will
7. A Shadow Over London Pt 1
8. Yours Truly, From Hell
9. ...And By The Moonlight
10. A Shadow Over London Pt 2
11. I Am Whitechapel
12. A Shadow Over London Pt 3
13. … Of Golden Dawns
14. Dark Designs
15. Infinite Man [Outro]
Spielzeit: 01:21:52

Line-Up:
Lord Eibon Blackwood - Vocals, guitars
Lady Titania Blackwood - Voice of delight & delirium
The Furious Host - Bass & vocals
Spectral Symphony - Keys, programming & creator of dark ambience
Battalion - Percussion, drums & battery

The Erinýes: Cara & Leah – Choir of souls
Tobias Naumann [Necrologue]
21.05.2010 | 17:45
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