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Band: Eisenvater Homepage Eisenvater bei Facebook Metalnews nach 'Eisenvater' durchsuchenEisenvater
Album:IV
Genre:Doomcore, Noisecore, Post Rock
Label:Unundeux (Cargo Records)
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:15.05.09
CD kaufen:'Eisenvater - IV' bei amazon.de kaufen
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"Die Hamburger Schule brennt!"

Ich kann durchaus zugeben, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Zugegebenermaßen bedeutet das nicht zwangsläufig, dass ich entsprechend handle – mein Hang zu Ausflüchten, "Auf-sich-beruhen-lassen" und Herunterspielen steht hinter dem anderer Menschen, seien es solche mit oder ohne Sack, kaum zurück. Aber nun ist es mal wieder an der Zeit, sich zu entschuldigen.

Der Fehler, den ich begangen habe? Ich habe EISENVATER nach ihrer Wiedervereinigung einfach zu lange keine richtige Aufmerksamkeit gewidmet. Und das, obwohl ich die ersten drei Alben des Hamburger Krachgeschwaders sehr schätze und mich ihr Auftritt im Vorprogramm von JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE Anfang diesen Jahres voll überzeugt hat. Trotzdem hat es dann noch mehrere Monate gedauert, bis das gar nicht mehr so neue Werk "IV" endlich den Weg in meine Anlage gefunden hat. Und das hat es in sich, denn EISENVATER gehen nach wie vor keinerlei Kompromisse ein. Immer noch spielen sie beinharten, verschrobenen Noisecore, der schon auf den bisherigen Alben weit cleverer gemacht war, als auf den ersten Blick den Anschein hatte. Gleiches gilt natürlich auch für die Songs auf "IV", wobei die Band um Markus Lipka ihr Spektrum nochmals um einiges erweitert hat. "Botox" leitet das Album mit entspanntem, rockigem Post Hardcore ein, wie ihn wohl kein Kenner der Vorgängerwerke jemals von dieser Band erwartet hätte. Aber Teufel auch – EISENVATER können sogar für Durchschnittsohren erträglich, ja, sogar schön klingen. Schiss braucht deswegen aber kein alter Fan der Hamburger Jungs zu kriegen, denn schon bei "Rücksicht" ist alles wieder da, was EISENVATER ausmacht. Tonnenschwere Riffs zwischen Hardcore und Doom, seltsame Gitarrenläufe und natürlich auch der ganz spezielle Gesang zwischen Bellen, Husten und Röcheln, der nicht nur die deutschen Texte mitunter schwer verständlich, sondern EISENVATER auch zu einem absoluten Unikat der Hartwurstszene macht. "Hunger" schlägt im Folgenden mit vertrackten Rhythmen in die gleiche Kerbe und führt, wie eigentlich alle Stücke auf "IV", vor, was anno 2010 zu EISENVATERs größten Stärken gehört: Die Fähigkeit nämlich, aus zunächst grässlicher Disharmonie und nach Vollabsturz klingenden Licks wirklich mitreißende Songs zu erschaffen.

Zugegeben, das ist ihnen auch früher bereits gelungen - die Fehlerquote war jedoch um ein Vielfaches höher, längst nicht alles auf "Eisenvater", "II" und "III" funktioniert anders denn als betäubende Lärmwand. "IV" zeigt EISENVATER von ihrer ausgefuchstesten, vielseitigsten und auch eingängigsten Seite. Das wäre auch ohne die zur Auflockerung eingebauten Postrock-Instrumentalstücke "Botox", "...und nie wieder geht die Sonne auf..." und "DingDong – die Hexe ist tot" der Fall, aber sie erweitern den Sound der Hamburger um eine schöne Facette und helfen neben Krachern wie dem zähen, gemeinen "Vater kommt!" oder dem zappeligen Rocksong "Biest" dabei, aus "IV" eine absolut runde Sache zu machen. Wer also EISENVATER noch nicht kennt, der sollte meinen Fehler nicht wiederholen – wer harten, unkonventionellen Klängen etwas abgewinnen kann, wird diese Scheibe bald nicht mehr missen wollen.

Trackliste:
01. Botox
02. Rücksicht
03. Hunger
04. ...und nie wieder geht die Sonne auf...
05. Vater kommt!
06. Biest
07. Kaimann
08. Boot brennt
09. DingDong - die Hexe ist tot
10. Holzbein
Spielzeit: 00:47:16

Line-Up:
Markus E. Lipka - Gitarre, Gesang
Jim Sudmann - Gitarre, Gesang
Stefan Gretscher - Bass
Johannes Schäfer - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
24.09.2010 | 00:18
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