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Cover von Ekpyrosis -- Ein ewiges Bild
Band:  Metalnews nach 'Ekpyrosis' durchsuchenEkpyrosis
Album:Ein ewiges Bild
Genre:Black Metal
Label:Zeitgeister
Bewertung:5 von 7
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"Gelebter, grenzenloser Minimalismus"

Seit "Mensch aus Gold" sind EKPYROSIS zu einer Herzensangelegenheit meinerseits gewachsen, da es in Black-Metal-Land kaum ein Unternehmen gab, das einen halbstündigen Song mit so viel Inhalt füllen konnte wie eben diese Bande [?]. Vor allem aber stand [und steht] diese MCD für kaum für möglich haltbare Eigenständigkeit und einer Vielzahl von geilen Ideen, die von JOY DIVISION bis zu ILDJARN reichen. Gerade ersterer Vergleich kommt mit einiger Fantasie hin, wenn man der Bande um Ian Curtis damals die richtigen Effektgeräte, Verstärker, mitunter auch Äxte in die Hand gedrückt hätte. Oder anders formuliert: EKPYROSIS bieten Trost für diejenigen, denen LIFELOVER seit "Pulver" nicht mehr zusagt.

Umso überraschender ist es, dass man sich dazu entschlossen hat, Elemente aus der Ursprungsquelle des Sub-Genres zu entnehmen: Frühe DARKTHRONE, deren Songs ursprünglich als tiefgestimmter Death Metal ausgelegt waren, kommen hier ebenso als Referenz auf wie - was insbesondere bei der Rhytmusabteilung auffällt - einfach gestrickte Punk-Einflüsse. Da die Symbiose dieser beiden Welten ohrenscheinlich passt, muss man also zu einem kleinen, nichtsdestotrotz verblüffenden Zwischenergebnis kommen: Wären DARKTHRONE ihrer musikalischen Vergangenheit treu geblieben, hätten sie höchstwahrscheinlich irgendwann ein Album wie "Ein ewiges Bild" herausgebracht. Es kracht und scheppert zwar heftig, auch gurgelt manchmal der Sänger angepisst ins Mikro [zum Beispiel im achten Kapitel], doch kommt die frei gesetzte Energie ungemein authentisch rüber - es riecht hier nicht nach Suff! Das, was einen stattdessen erwartet, ist "rumpeliger", geradliniger Norsecore mit atmosphärischem Tiefgang, dessen Fußabdrücke im musikalischen Schnee weitaus tiefer gehen als die vom leichtfüßigen Vorgänger.

Alle Stücke laufen zudem ohne individuelle Betitelung nacheinander vom Stapel. Warum? Nun, ich vermute mal, EKPYROSIS sehen "Ein ewiges Bild" als Gesamtkunstwerk; als eine einzige Nummer, die sich in neun Abschnitte teilen lässt und nur dann ihre volle Größe annehmen kann, wenn sie im Gesamtkontext betrachtet wird. So viel kompositorischer Eigengeist lobe ich mir. Trotzdem sollte man als Neuling nicht allzu schnell auf das Portemonnaie zurückgreifen, sondern sich den Teaser auf der Zeitgeister-Seite zu Gemüte führen. Wenn der umwirft, stehen die Chancen für eine Ganzkörpergänsehaut ziemlich gut.

Trackliste:
Neun unbetitelte Stücke
Spielzeit: 00:40:57

Line-Up:
-
Michael Bambas [Micha]
16.12.2010 | 20:21
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