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Cover von Ektomorf -- Outcast
Band: Ektomorf Homepage  Metalnews nach 'Ektomorf' durchsuchenEktomorf
Album:Outcast
Genre:Neo-Thrash
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.10.06
CD kaufen:'Ektomorf - Outcast' bei amazon.de kaufen
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"Definitiv keine Zerebrotoniker"

Wann machen die Burschen eigentlich mal Urlaub? Gerade mal ein Jahr nach dem Release des Hüpfers „Instinct“ prallt der neueste Output „Outcast“ der ungarischen Tribal Thrasher EKTOMORF um die Ecke. Wäre ja eigentlich nicht so außergewöhnlich, dass eine Band ein Album jährlich veröffentlicht aber wenn eine Combo wie eben EKTOMORF gefühlte 360 Tage im Jahr auf Tour ist und es auch noch schafft, im Terminkalender von Tausendsassa Tue Madsen (genau, wann macht DER eigentlich mal Ferien?) ein Plätzchen zu finden, haben die vier Gypsis wahrscheinlich Duracell-Batterien so groß wie Melonen in ihrem Allerwertesten.

Das viele Touren zahlt sich bei den Vieren aber aus; auch wenn EKTOMORF seit ihrem Bestehen eigentlich immer den gleichen Sound auffahren, klingt „Outcast“ um ein vielfaches ausgereifter und organischer als anno 2005, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Ungarn mit vielerlei folklorischen Instrumenten experimentiert haben und somit einen kleinen Schritt zurück zu ihren Anfangstagen machen. Große Überraschungen bleiben zwar weitestgehend Außen vor aber die kleinen wenigen neuen Details sind es, die die Band auch für Ersthörer oder Dauernörgler interessant machen könnte. So wurde ein Didgeridoo in den Sound eingewoben („Outcast“), eine Zitter behutsam in die Melodie gemischt („Ambush In The Night“), gänzlich auf harte Riffs verzichtet und nur auf Akustikgitarren gebaut („Who Can I Trust“) und nebenbei der schnellste Song in der Bandgeschichte aufgenommen („Hell Is Here“). Mit dem THE PRODIGY Cover „Fuel My Fire“ wagt man sich sogar auf musikalisch ungewohntes Terrain und schafft es, einen Elektronic Punk-Song metallisch klingen zu lassen. Die Jungs hatten hörbar Spaß in den Backen, als sie dieses Monstrum eines Grooves eintrümmerten und der Spaß überträgt sich sofort auf den Hörer. Man will sofort (und kann gar nicht anders) rumhüpfen, rummoshen und sich die verdammte Seele aus dem Körper bangen.

Auch wenn Zoltan, Csaba, Tamas und Joszef mit ihrem mittlerweile 7. Album den Thrashcore nicht neu erfunden haben, so ist „Outcast“ ein geiles Stück Mosh geworden, welches Fans sofort ins Herz schließen werden und normal aufgeschlossene Leute zum Probehören bei ihrem nächsten Musikhändler ordern sollten.

Trackliste:
01. Outcast
02. I Choke
03. Ambush In The Night
04. I´m Against
05. We Rise
06. Red I
07. Who Can I Trust (Prayer)
08. Leave Me Alone
09. Fuel My Fire
10. I Confront My Enemy
11. Hell Is Here
12. Chamunda


Lorenz von König [LvK]
20.10.2006 | 02:41
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