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Cover von Electric Wizard -- Black Masses
Band: Electric Wizard bei Facebook Metalnews nach 'Electric Wizard' durchsuchenElectric Wizard
Album:Black Masses
Genre:Doom Metal
Label:Rise Above Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:19.11.10
CD kaufen:'Electric Wizard - Black Masses' bei amazon.de kaufen
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"Graf Drogula ist wieder da!"

Ei der Daus! Die britischen Kult- und Okkultdoomer ELECTRIC WIZARD geben sich wortspielerisch. Denn obwohl eine schwarze, schräg abbrennende Tropfkerze auf dem Cover mehr in die eine als die andere Richtung weist, ist keineswegs deutlich, ob der Titel "Black Masses" nun mit "schwarze Messen" oder eher "schwarze Massen" übersetzt werden sollte.

Gut, dass es sich hier um ELECTRIC WIZARD handelt und somit beides seine Berechtigung hat. Der Nachfolger des 2007 erschienenen Werkes "Witchcult Today" ist nicht nur standesgemäß tonnenschwer, sondern auch in vielerlei anderer Hinsicht eine konsequente Fortsetzung seines Vorgängers. Wiederum mit analoger Uralt-Ausrüstung im Londoner Toerag-Studio aufgenommen, setzt "Black Masses" die etwas rockigere Ausrichtung fort, welche die Band aus Dorset auf dem letzten Album begonnen hatte. So stellen "Black Mass", "Patterns Of Evil" und "Turn Off Your Mind" für Zaubererverhältnisse schon beinahe Hochgeschwindigkeitsstücke dar. Aber keine Angst: Doom ist ein Gefühl, und das haben ELECTRIC WIZARD nach wie vor. Sie bringen es hier lediglich noch besser auf den Punkt und zocken die für sie so typischen, Fuzz-beladenen Riffs so tight wie nie zuvor, während Jus Oborn hallverschleiert wie eh und je weniger über Liebe, dafür jedoch umso mehr über Tod und Teufel meditiert. Dies gilt gleichermaßen für die erwähnten schnelleren wie auch für die selbstverständlich ebenfalls vorhandenen, finsteren und zähen Schleicher vom Schlage von "Night Child", "Satyr IX" und "Scorpio Curse". Das die Marijuana-Anbeter von der Insel dabei in fast jedem Song den einen oder anderen Part einbauen, welcher Freunden der Vorgängerwerke bekannt vorkommen dürfte, tut dabei der Freude keinen Abbruch. Denn zum einen gibt es hier durchaus Neuerungen wie zum Beispiel der offenbar höhere Anteil an Gesang [und auch an Text, wenn ich mich nicht irre] und die differenzierte Gitarrenarbeit von Oborn und Buckingham, die sich auch in einen Mehr an kreischend-psychedelischen Soli äußert. Zum anderen ist bei ELECTRIC WIZARD der Sound an sich ein tragendes Instrument, welches bisweilen sogar wichtiger für ein gelungenes Album ist, als eine zuvor unveröffentlichte Riffsammlung. Dabei zahlt es sich anscheinend aus, dass man zum zweiten Mal das Toerag-Studion besucht hat – die Produktion ist einerseits ausgewogener, sodass man trotz Fuzz, Distortion und Feedback jederzeit die einzelnen Instrumente verfolgen kann, andererseits trägt ein gewisses "Basisbrummen" dazu bei, "Black Masses" soundmäßig in die Nähe der Liveauftritte der Band zu rücken.

"Black Masses" dürfte also keinen Fan enttäuschen. Was man bisher an ELECTRIC WIZARD lieben konnte - die hypnotischen Riffs, die Schwere, und die bösartige Atmosphäre beispielsweise – findet sich auch auf "Black Masses" noch und nöcher. Was die Stücke angeht, so dürfte das zähe, überlange Instrumental "Crypt Of Drugula", welches in seiner Atmosphäre besser in einen obskuren Hexen-und-Vampire-und-Titten-und-Blut-und-Satan-Film als auf ein Album gepasst hätte, den größten Kritikpunkt darstellen. Wenn man es weglässt, bleiben aber immer noch satte 50 Minuten ELECTRIC WIZARD in Hochform übrig. Und viel länger sind die Konzerte der Insulaner ja leider oft auch nicht...

Trackliste:
01. Black Mass
02. Venus In Furs
03. Night Child
04. Patterns Of Evil
05. Satyr IX
06. Turn Off Your Mind
07. Scorpio Curse
08. Crypt Of Drugula
Spielzeit: 00:59:11

Line-Up:
Jus Oborn - Gitarre, Gesang
Liz Buckingham - Gitarre
Tas - Bass
Shaun Rutter - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
12.11.2010 | 20:26
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