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Cover von Elis -- Catharsis
Band: Elis Homepage Elis bei Facebook Metalnews nach 'Elis' durchsuchenElis
Album:Catharsis
Genre:Gothic Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:27.11.09
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"Aufgewärmte Geschichten"

Drei Jahre sind vergangen, seit ELIS mit „Griefshire“ das letzte Mal etwas von sich hören ließen, nun melden sie sich mit Studioscheibe Nummer vier zurück. Das Ganze hört auf den Namen „Catharsis“ und belegt einmal mehr deutlich, was das große Problem von ELIS ist: Sie klingen genau wie tausende von anderen Bands, die sich dem Gothic Metal mit weiblicher Stimme verschrieben haben.

Spielerisch gibt es hier zwar genau so wenig zu mäkeln wie produktionstechnisch, dafür ist „Catharsis“ weitestgehend spannungs- und überraschungsfrei. Gleich zum Auftakt gibt es mit „Core Of Life“ eine Nummer, die man so oder so ähnlich schon tausend Mal gehört hat und auch „Twinkling Shadow“ klingt ganz schön nach Deja-Vu. Dass durchaus Potenzial in der Band steckt, beweisen ELIS erstmals so richtig mit dem dritten Stück „Warrior’s Tale“, was allerdings nicht nur am hier mitwirkenden Gastvokalisten Michelle Darkness [END OF GREEN] liegt. Von den Grundzutaten her unterscheidet sich die Nummer zwar nicht total vom restlichen Material, trotzdem kommt sie weit weniger cheesy daher, als der größte Teil der Songs auf „Catharsis“. So dürften sich bei „Des Lebens Traum – Des Traumes Leben“ nicht wenige an die recht kitschige THEATRE OF TRAGEDY-Nummer „Der Tanz Der Schatten“ erinnert fühlen und auch die Idee, mit „I Come Undone“ von JENNIFER RUSH einen 80er-Jahre Popsong zu covern ist trotz der gelungenen Umsetzung nicht gerade übermäßig originell [speziell wenn man bedenkt, dass ATROCITY-Mann Alex Krull die Scheibe produziert hat]. Spektakulär will es auch einfach nicht mehr werden, aber fairerweise sei erwähnt, dass mit „Morning Star“ und „Mother’s Fire“ noch zwei richtig ordentliche Stücke auf „Catharsis“ zu finden sind, die das Gesamtbild einer keinesfalls schlechten, aber recht langweiligen Platte noch etwas aufbessern können.

Wer ELIS schon länger gut findet oder auf Bands wie LEAVES‘ EYES, KRYPTERIA oder THEATRE OF TRAGEDY steht, der wird auch an „Catharsis“ seine Freude haben, wer allerdings mehr von einem Album erwartet als den x-ten Aufguss altbekannter Geschichten mit zugegebenermaßen sehr ordentlich produzierten, trotzdem insgesamt eher durchschnittlichen Songs, der kann die Scheibe getrost links liegen lassen.

Trackliste:
01. Core Of Life
02. Twinkling Shadow
03. Warrior's Tale
04. Des Lebens Traum - Des Traumes Leben
05. I Come Undone
06. Firefly
07. Morning Star
08. Das Kleine Ungeheuer
09. Mother's Fire
10. Rainbow
11. The Dark Bridge
Spielzeit: 00:48:58

Line-Up:
Sandra Schleret - Vocals
Pete Streit - Guitars
Chris Gruber - Guitars
Tom Saxer - Bass, Vocals
Max Näscher - Drums, Percussion
Timo Beisel [kaamos]
02.01.2010 | 01:20
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