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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Elm Street - Barbed Wire Metal
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Album:Barbed Wire Metal
Genre:Heavy Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:18.11.11
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"Kunterbunt im Untergrund"

Die australischen Metaller von ELM STREET konnten sich jüngst einen Vertrag mit Massacre Records sichern und veröffentlichen nun mit „Barbed Wire Metal“ auch prompt ihr erstes Album. Für selbiges bringt die Truppe allerdings bereits ein paar Jahre Erfahrung mit, denn die Besetzung firmierte zuvor unter dem Namen RAID und brachte es da immerhin bereits auf eine EP.

Zwar konnte man das Cover-Artwork mit dem rüpelhaften Dämonenbiker schon bei jeder Underground-Formation von HIBRIA bis STRIKER bewundern und auch ansonsten erwecken die Australier im Hinblick auf ihre Optik ohne Schwierigkeiten den Eindruck einer weiteren Retro-Kapelle, die die 80er wiederzuerwecken sucht, aber immerhin wurde besagtes Bildchen diesmal von einem gewissen Ed Repka entworfen und auch sonst machen es ELM STREET ihren Hörern nicht ganz so leicht, wie man vermuten möchte: Natürlich sieht sich auch diese Truppe über weite Strecken der schwermetallenen Tradition verpflichtet und so eröffnet der Titel Track „Barbed Wire Metal“ mit kompromisslosem, treibendem Speed Metal-Riffing, allerdings macht Frontmann Ben Batres schnell deutlich, dass bei ELM STREET von reiner musikalischer Rückgewandtheit keine Rede sein kann – selbiger mimt auf deren Debüt nämlich weder den Dickinson noch den Halford, sondern klingt eher wie ein grölender Alexi Laiho [CHILDREN OF BODOM], was eine nette Abwechslung zu den zahlreichen Spandex-Eunuchen, die derzeit allerorts ihr Unwesen treiben, darstellt und dem Ganzen einen leicht punkigen Anstrich verleiht. Obwohl Riffs und Attitüde von Songs wie dem eher rockigen „The Devil’s Servants“, „Heavy Metal Power“ und „King Of Kings“ also zweifelsohne an die 80er angelehnt sind, klingen ELM STREET dank fetter Produktion und dem markanten Gesang von Herrn Batres um ein Vielfaches moderner als die meisten ihrer derzeitigen Genre-Kollegen. Insgesamt bieten die Australier auf „Barbed Wire Metal“ also einfach gestrickte, gut gelaunte Partymusik für Headbanger, die mit ebenso nachvollziehbaren wie eingängigen Refrains und Melodieläufen sowie durchaus schmackhafter Leadgitarren-Arbeit zwar keineswegs Gefahr läuft, das Genre zu erweitern, aber dafür nach dem ersten durchlauf sitzt und fortan lauthals mitgegrölt werden darf – dass dabei nicht jeder Songs das gleiche Niveau erreicht, versteht sich von selbst.

Die Australier ELM STREET erreichen mit ihrem Debüt sicherlich nicht ganz das hohe Level ihrer kanadischen Konkurrenten SKULL FIST, lockern die von zahlreichen Retro-Kapellen geradezu überlaufene Szene mit ihrer Verbindung aus Tradition und Moderne jedoch angenehm auf. Anspieltipps: „Barbed Wire Metal“, „Heavy Metal Power“ und „Merciless Soldier“.

Trackliste:
01. Barbed Wire Metal
02. The Devil’s Servants
03. Elm St’s Children
04. Heavy Metal Power
05. King Of Kings
06. Leatherface
07. Merciless Soldier
08. Metal Is The Way
Spielzeit: 00:39:16

Line-Up:
Ben Batres – Vocals, Guitar
Aaron Adie – Guitar
Brendan Farrugia – Bass
Tomislav Perkovic – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
14.11.2011 | 12:58
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