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"Von guter Absicht und schlechten Vorbildern"
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Second World
Dark Metal, Doom Metal, Gothic Metal
5.5 von 7 Punkten
"Melancholie aus Italien Teil Drei"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Essenziell!" | ||||||||||||||||||
| Fleißig wie die Bienen waren die Schweizer Folk/Pagan-Metaller ELUVEITIE für ihr letztes, überaus gelungenes Studioalbum „Everything Remains [As It Never Was]“ auf dem ganzen Globus unterwegs, und dennoch liegt gut zwei Jahre später nun mit dem schlicht betitelten „Helvetios“ bereits der Nachfolger vor. Der zudem ein ausgeklügeltes Konzeptalbum darstellt, das sich thematisch mit dem Stamm der Helvetier zur Zeit des Gallischen Kriegs beschäftigt [siehe auch Listening Session sowie Interview]. Dies zieht sich dann auch zum ersten Mal in der Bandgeschichte überhaupt durch sämtliche Songs, sodass von einer zusammenhängenden Geschichte die Rede sein kann, die den Hörer – eingerahmt durch die stimmungsvollen „Prologue“ sowie „Epilogue“, in denen vor allem Gastsprecher Alexander Morton mit seinem urigen schottischen Akzent zu punkten weiß – unweigerlich in seinen Bann zieht und während der gut einstündigen Spielzeit auch nicht mehr loslassen will – Kopfkino pur! Dabei hat die achtköpfige Band auf „Helvetios“ eine musikalische Vielfalt wie bislang noch nie aufgefahren: Da stehen gefühlvolle und ruhige Stücke à la „Scorched Earth“ neben wunderbar packenden sowie melodiösen Balladen wie „A Rose For Epona“ oder „Alesia“ [der Hit überhaupt auf der Scheibe!], tanzbaren „Stampfern“ wie dem bretonisch angehauchten „Luxtos“ und solchen Melo-Death-Nackenbrechern wie „Meet The Enemy“, „Havoc“ oder auch „The Uprising“ – das etwas beliebige „Neverland“ kann dafür jedoch nicht ganz das hohe Qualitätslevel halten. Doch: ELUVEITIE unternehmen eine ausgiebige Reise durch ihre eigene Bandgeschichte, sodass auch das Ungestüme und Wütende der Anfangswerke berücksichtigt wird, legen einen Zwischenstopp bei den durch die Akustik-Scheibe „Evocation...“ gesammelten Erfahrungen ein und blicken dabei jedoch gleichzeitig nach vorne und lassen neben den bekannten Markenzeichen auch neue Einflüsse durchscheinen. So zum Beispiel der deutlich epischere Charakter von „Helvetios“, der – auch unterstützt durch den gelegentlichen Einsatz von Chören – für wesentlich mehr Bombast sowie Pathos und Filmsoundtrack-Feeling sorgt, dabei aber keineswegs aufgesetzt wird. Und während die Gitarren teils richtig Gas geben dürfen, kommt natürlich auch die Folk-Seite von ELUVEITIE nicht zu kurz, wie sich am besten am rundum überzeugenden Titelstück festmachen lässt. Auch in Sachen Produktion haben die EidgenossInnen erneut die richtige Wahl getroffen und sich diesmal unter der Leitung von Tommy Vetterli [CORONER] gleich für zwei schweizerische Studios entschieden, und diese Kombination stellt sich beim Hören von „Helvetios“ schnell als Glücksgriff heraus, denn gerade aufgrund der zahlreich eingesetzten Instrumente ist ein transparenter, aber gleichzeitig wuchtiger Sound das A und O bei der Musik einer Band wie ELUVEITIE. Gut so! Und wer jetzt noch nicht von „Helvetios“ überzeugt sein sollte, dem sei gesagt, dass natürlich wieder etliche Gastbeiträge an Land gezogen werden konnten, die dem Album zusätzliche Akzente verleihen, und auch in gesanglicher Hinsicht erneut sehr viel richtig gemacht wurde, da sich Chrigel und Anna Murphy wieder bestens ergänzen sowie den nötigen Freiraum dabei lassen – als Beispiel möge hier das bereits erwähnte „Alesia“ dienen. Kurzum: ELUVEITIE zeigen auf „Helvetios“ auf beeindruckende Weise, dass sie nicht auf der Stelle treten, aber gleichermaßen „ihrem“ Sound immer ein Stückchen näher kommen bzw. diesen auszuloten wissen und sämtliche Markenzeichen sowie Facetten der Band sehr gelungen zu einem faszinierenden Konzeptalbum verschmolzen haben, das den bisherigen Veröffentlichungen in nichts nachsteht, sondern umso deutlicher aufzeigt, dass ELUVEITIE noch längst nicht alles gesagt haben! | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 5.5 / 7 Punkten
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Kommentar von: Bollwerk
Wertung: 5.5/7 | 21.03.2012 -- 10:12
Der Auftritt beim Paganfest vor ein paar Tagen war auch sehr gut, es fehlt aber an der gewohnten frische, vielleicht sollten sich eluveitie mal ein bisschen Auszeit nehmen.
Zu dem Album bleibt zu sagen, dass es mich persönlich nicht überrascht hat, aber durch ein starkes Riffing und nette Melodien einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen hat.








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