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Band: Elvenpath Homepage  Metalnews nach 'Elvenpath' durchsuchenElvenpath
Album:Gateway
Genre:Melodic Speed Metal, NwobHM, Teutonic Metal, US-Metal
Bewertung:5 von 7
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Doppelschlag aus Frankfurt! Nachdem uns die Gentlemen von EVERFEST mit ihrer neuen Scheibe beehrt haben, legt ihre Neighbourhood von ELVENPATH gleich noch ´nen Zacken nach. Die 5-Track CD mit dem Titel „Gateway“ ist die Zweitveröffentlichung dieser Band, nachdem der schlicht „2002“ getaufte Erstling bereits in besagtem Jahr erschien.
Ähnlich wie ihre Kollegen haben auch diese Jungs sich voll und ganz dem klassischen Metal verschrieben; sprich, weniger Doublebass-orientiertem Melodicspeed als eher an die 80er Jahre angelehntem Teutonic Powermetal mit leichten Prog-Einflüssen.
Stilistisch schlägt man also die Brücke zwischen BLIND GUARDIAN und GAMMA RAY auf der einen und Klassikern wie JUDAS PRIEST auf der anderen Seite. Dabei kommt zusätzlich noch ein äußerst interessanter Aspekt zum Tragen. Vom Sound und den Songstrukturen her zeigt „Gateway“ starke Parallelen zu zwei absoluten Progmetalklassikern, nämlich „The Warning“ und „Night On Bröcken“. Allein diese Tatsache zwingt schon förmlich zum Kauf dieser Scheibe!

Vor allem die an Geoff Tate erinnernde Stimme des genialen Sängers und Gitarristen Michael Petrick sorgt für Reminiszenzen an die einstigen Götter. Der einzige Minuspunkt ist die (noch) relativ schwache Produktion, die zwar für ein Demo okay geht, aber dann doch etwas zu sehr auf dem Standard der Mittachtziger steht. Dafür entschädigt dann aber das liebevoll aufgemachte Booklet zum Silberling. Songwriterisch geht es auf den ersten beiden Tracks stark in die Richtung genannter Teutonenbands, wenn auch ungleich komplexer. „Amazone Queen“ entpuppt sich als Hybrid mit HELLOWEEN und MANOWAR-Anklängen.
„Winterland“ mutiert nach einem ruhigen „Prisoner Of Your Eyes“-Intro zu einer mächtigen Uptemponummer mit Ray Alder-Gesang! „The Sacred Talisman“ bildet dann den unbestrittenen Höhepunkt des Albums. Textlich in literarischem Kontext gehalten, wechseln sich hier langsame, fast gothisch anmutende Keyboardpassagen mit pathetischen Uptempoparts ab. Vom Gesamteindruck her könnte man dieses Stück als modernes Pendant zu „Guardian“ sehen, wobei dessen Klasse natürlich nicht erreicht werden kann. Dennoch, der Hammer! Wer sich also noch nicht von den Live-Qualitäten des Ensembles auf ihrer Tour mit MAJESTY überzeugen konnte, sollte dies schleunigst nachholen!

Trackliste:
01. The Land That Could Not Be
02. Shade Of A Wolfsface
03. Amazone Queen
04. Winterland
05. The Sacred Talisman


Michael Quien [AirRaids]
06.04.2004 | 19:44
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