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"Endlich frisch verwitwet"
Cover von Embryo -- No God Slave
Band: Embryo Homepage Embryo bei Facebook Metalnews nach 'Embryo' durchsuchenEmbryo
Album:No God Slave
Genre:Melodic Death Metal
Label:Rising Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:15.01.10
CD kaufen:'Embryo - No God Slave' bei amazon.de kaufen
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"Astreiner zweiter Streich"

EMBRYO knallen der Menschheit Anfang 2010 ihr zweites Album „No God Slave“ vor den Latz und zeigen erneut, dass aus Italien nicht nur Melodic-Power-Metal kommen muss. Ob man sich allerdings in der momentanen Veröffentlichungsflut durchsetzen kann und sich damit gegenüber Bands wie DARK TRANQUILLITY oder KALMAH behaupten kann, ist die große Frage.

Schon der Opener macht eines klar: Die Produktion klingt gewaltig und wie geleckt und lässt jeden Schlag des Drumsets wie ein Schlag direkt ins Gesicht wirken. Mit dem Opener „No God No Slave“ geht man noch etwas zaghaft mit dem Tempo um. Die Growls sind sehr abartig tief und erinnern etwas an SCAR SYMMETRY. Die Keyboards geben dem Ganzen eine ganz besondere Note. Dabei wirken die Melodien die meiste Zeit über düster. Natürlich wird auch ordentlich aufs Gaspedal gedrückt. Bei „Escape From Your Fears“ wird die Growl-Stimme etwas abgeschwächt und wird zu einem Geschrei umgeformt, welches sehr an Speed von SOILWORK erinnert. Trotzdem weiß die Band, mit eigenen Melodien, die vor allem durch das Keyboard Akzente setzen, zu überzeugen. Leider kommt das Keyboard, welches eben die Akzente setzt, etwas zu wenig zum Vorschein. Durch die verschiedenen Vocal-Arten kommt es bei dem Album zu keinen monotonen Erscheinungen – was in letzter Zeit oft der Fall bei einigen Bands ist. Zwar fehlt irgendwie der Überhit, aber an sich bildet das Album eine grandiose Masse und ordentlich Stoff zum Headbangen. Kleine Sounderscheinungen wie am Anfang von „Fear's Invention, Pain“ zeigen die Liebe zum Detail und lassen kaum Wünsche offen.

Fazit: Am Ende von „No God Slave“ kommt ein Album heraus, welches sich mehr als sehen lassen kann. Melodien, die von Eigenständigkeit zeugen – eine ordentliche Produktion und eine Menge Headbang-Material. Zwar wird man sich im Kampf mit den Großen des Genres noch den Kopf verbeulen, sollte man allerdings weiter solche Qualität abliefern und ein, zwei Hits pro Platte erschaffen – so ist der Weg nicht für immer verschlossen!

Trackliste:
01. No God No Slave
02. Democratic Mankind Slaughter
03. One Way Left
04. Escape From Your Fears
05. The Scarecrow
06. Fear's Invention, Pain
07. Behind Blind Eyes
08. Among The Living Dead
09. Dark Passenger
10. Flatterer Of Indifference
Spielzeit: 00:36:16

Line-Up:
Rospy – Bass
Uge – Guitar
Roberto – Vocals
James Payne Session – Drummer
Simone - Keyboards
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
03.03.2010 | 15:46
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