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Album:The House Of Funerary Hymns
Genre:Black Metal
Label:De Tenebrarum Principio
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.04.09
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"Geschmackvolles Gruseln"

Alter geht keineswegs mit Bekanntheit einher, was die vorliegenden EMPTY nur bestätigen können: Seit den berühmt-berüchtigten Mitte-Neunzigern unterwegs, hat ihnen erst das letzten Jahres veröffentlichte Re-Release ihres geschmackvoll gestalteten "The Last Breath Of My Mortal Despair" via ihres heutigen Plattenfirmchens ein wenig zu ihrer Namensverbreitung sorgen können. Jetzt steht ihr seit einigen Monaten angekündigtes Werk an, welches mitsamt unüblich "farbenfrohen" Cover von Zeichner-Legende Chris Moyen [unter anderem schon für ARCHGOAT oder BLACK WITCHERY tätig gewesen] von Haus aus einen beklemmend finsteren Eindruck macht.

Nach einer dementsprechend einstimmenden Einleitung geht es ungewöhnlich DARKTHRONE-mäßig zur Sache, tatsächlich möchte man schon laut "On the day of my final sacrifice!" losbrüllen, als dann Sänger Drizzts durchaus eigenwillig schmerzerfüllten Gesänge ihren Anfang finden. Nach ein paar einschneidenden Breaks allerdings lassen sich die Spanier nicht so leicht zuordnen, auch wenn man ganz klar erkennen kann, dass vorüberwiegend als "Klassiker" bezeichnete Platten als stilgebende Paten fungieren durften. So scheint mal "In The Nightside Eclipse", dann wieder "De Mysteriis Dom. Sathanas" heraus, wenn es verträumter beziehungsweise hektischer wird. Machen die ersten zwei Stücke aufgrund ihrer dann doch allzu starken Vorliebe für die Verwurstung zillionenfach vernommener Standard-Collagen lediglich beschränkt etwas her, setzt das ungemein düstere Titelstück "zur Halbzeit" eigenständigere Akzente, welche hingegen wieder nur bedingt als musikalischer Anhaltspunkt für die nachfolgenden Songs gilt. Dem elfminütigen Schlussstück kann aber kein Song wirklich die bemalte Stirn bieten: Ausladende Grusel-Epik, noble, über dem metallischen Grund schwebende Tastenarbeit, beschwörend dissonante Riffbögen, ein paar unerwartete Wendungen, stimmlich außerordentliche [lies: abwechslungsreiche und zugleich pietätvolle] Performances sowie - was im Black Metal leider viel zu selten vorkommt - durchwegs hörbare Tiefen-Unterstützung vom Basser, dem ein paar nette Ideen abseits des stumpfen Nachspielens des Programms der Sechssaiter eingefallen ist. Wenn von seiner Sorte es doch bloß mehr Mutige gäbe!

Doch ist es die Atmosphäre, welche mir am Ende des Tages an diesem Opus so gut gefällt. "The House Of Funerary Hymns" nimmt jederzeit - fernab aller vager Referenzen, die der erfahrene Schreiberling auflisten kann - eine abweisend kalte Gestalt an, welche mir wieder vor Ohren führt, warum Black Metal zu einem der faszinierendsten Genres in der gesamten Musik-Welt gehören. Hierfür ein kleiner Bonus sowie Anspieltipp für so ziemlich jeden, dem dieser Stil zusagt.

Trackliste:
1. Funeral Prelude
2. The Sense Of No Being
3. How Far I Am From All
4. The House Of Funerary Hymns
5. Regret, From Nothing In It's Self
6. In The Sombre Solitude
7. The Gates Of Eden Are Too Narrow
Spielzeit: 00:47:54

Line-Up:
Drizzt - Gesang, Bass
Vanth - Gitarre, Gesang
Orgall - Gitarre
Damastor - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
13.05.2009 | 21:54
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