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"Kitschig, vorhersehbar... und vor allem überflüssig" | ||||||||||||||||||
| Mit ENCHANTYA und ihrem Debut "Dark Rising" versucht sich dieser Tage eine weitere junge Band in die Riege der mittlerweile unzähligen Melodic Metal Bands mit weiblichem Gesangsorgan einzureihen und somit im Fahrwasser erfolgreicher Acts wie NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION oder EPICA zu schwimmen. Nach einem beinahe Trance-artigen, elektronischen Intro, gefolgt von einer Alarmsirene die irgendwie fehl am Platz wirkt [und mich erst mal an NASUM erinnert] offenbart sich bereits im Opener "No Stars In The Sky" relativ schnell das Grauen in seinem vollen Umfang. Da dauert es nicht lange bis ich es wahrlich bereue diese Rezension übernommen zu haben. Was zunächst noch nach einem vernünftigen, wenn auch unspektakulären Melodic Metal Song mit immerhin recht coolem Basslauf klingt entpuppt sich spätestens beim ersten Einsatz von Sängerin Rute Fevereiro als großer Fehler. Das jämmerliche Gewinsel ist qualitativ weit entfernt von einer Tarja Turunen oder Sharon den Adel und drängt sich zu allem Überfluss auch noch extrem in den Vordergrund. Die Gitarren spielen dazu irgendwelche einfallslosen 08/15-Riffs und sind dabei kaum wahrzunehmen. Bass und Schlagzeug sind da schon präsenter, heben sich aber auch nicht gerade durch ihre Virtuosität hervor. Richtig kitschig wird es dann wenn mit den einsetzenden Death Metal Growls ein bisschen der Eindruck von die "Schöne und das Biest" erzeugt wird. Das werden noch lange 62 Minuten... Immerhin die Spielzeit braucht sich nicht vor vielen aktuellen Veröffentlichungen zu verstecken, leider. Zugegeben, die angesprochenen Growls sind wirklich gut gemacht und wenn ich den Kommentar auf der offiziellen Homepage der Band richtig deute und Rute diese wirklich selbst beisteuert ["Wir haben bemerkt, dass Reviewer häufig denken wir hätten zwei Sänger [...]. Das stimmt jedoch nicht, Rute ist für alle Vocals auf DARK RISING verantwortlich."] hat die Dame dafür meinen vollen Respekt. Das klingt noch zehnmal besser als bei Angela Gossow [ARCH ENEMY], die seit ihrem Debut "Wages Of Sin" doch stark nachgelassen hat. Und so plätschert "Dark Rising" auch den Rest der Spielzeit eher belanglos und nervtötend vor sich hin. Wenn man sich in der Zwischenzeit mal die Mühe macht die Bandhomepage genauer zu Untersuchen erfährt man in der Biografie, dass ausnahmslos alle Mitglieder von ENCHANTYA Autodidakten an ihrem Instrument bzw. am Gesang sind. Da hätte wohl die ein oder andere Stunde Musik- und Gesangsunterricht auch nichts geschadet. Lichte Moment darf man auf der Platte mit der Lupe suchen und hat man sie schließlich gefunden kann man sie am Ende immer noch an einer Hand abzählen. Und während mich vieles entfernt an NIGHTWISH zu "Oceanborn"-Zeiten erinnert bekommt das ganze durch den Einsatz seltsamer Elektro-Einspieler und Sprechpassagen immerhin eine gewisse eigene Note wenn schon die Gitarristen nicht auf sich aufmerksam zu machen wissen. Naja, auch das untere Ende der Punkteskala verdient hin und wieder mal ein bisschen Beachtung. | ||||||||||||||||||
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