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Cover von Enslaved -- In Times
Band: Enslaved Homepage Enslaved bei Facebook Metalnews nach 'Enslaved' durchsuchenEnslaved
Album:In Times
Genre:Black Metal, Prog-Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:06.03.15
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"Das "Verfestigungs"-Album"

Nachdem die letzten fünf ENSLAVED-Albentitel alle mit Runen zu tun hatten oder möglichst komplex formuliert waren [man denke an „Axioma Ethica Odini“], geht man auf dem dreizehnten Album einen anderen Weg. „In Times“ nennt sich die neue Scheibe der norwegischen Prog Vikinger und wartet mit einem der schönsten Album-Cover der langen Karriere auf. Ansonsten hat sich weder im Line-Up noch in der Produktion groß etwas geändert; man darf also mit einer gewissen Erwartungshaltung an „In Times“ herangehen.

Diese erfüllen ENSLAVED auch, denn „In Times“ klingt genau so, wie man es sich vorstellt. Ob das nun positiv oder negativ ist … das ist die entscheidende Frage! Denn ENSLAVED sind musikalisch und lyrisch längst über jeden Zweifel erhaben – jeder der fünf Nordmänner kann mit seinem Instrument umgehen, die einzelnen Songs haben Hand und Fuß und auch als Gesamtwerk funktionieren die einzelnen Alben. Deshalb gibt es eigentlich nur ein Problem: „In Times“ ist zu vorhersehbar. Zwar haben ENSLAVED eine etwas aggressivere Stimmung angekündigt und diese lässt sich auch im Opener „Thurisaz Dreaming“ oder im Track „Nauthir Bleeding“ finden, aber letztendlich verändert das den Sound nicht grundlegend. Diese neu gewonnene Aggressivität ist also kein essentieller Bestandteil der Songs [und es ist ja auch nicht so, als hätte es solche Moment auf „Riitiir“ nicht auch gegeben]. Denn ENSLAVED leben bekanntlich schon länger von ihren progressiven und feingliedrigen Melodien und Songkonstrukten. So lebt „In Times“ auch viel von der zarten Stimme von Herbrand Larssen, auch wenn Grutle natürlich mehr als einmal ins Mikrofon knurrt und geifert. So ist es nicht verwunderlich [und auch nicht falsch], dass OPETH und ENSLAVED oftmals in einem Satz erwähnt werden. Die Mischung funktioniert jedenfalls auch auf „In Times“ wieder hervorragend; man betrachte nur den Track „One Thousand Years Of Rain“ mit seinem melancholischen Beginn, dem etwas härteren Mittelteil, in welchem sich Black und Progressive Metal abwechseln, und schließlich dem epischen und choralhaften Ende des Songs. Ein großartiges Beispiel für die Songwriting-Qualitäten der Norweger – hier sitzt alles, kein Element ist unnötig, alles fügt sich wunderbar zusammen. Ähnliches gilt auch für den verträumten Rausschmeißer „Daylight“, der unter anderem von der wunderschönen klaren Gitarre lebt. Hin und wieder mischen sich auch mal Misstöne in die Songs – was soll zum Beispiel der überaus dudelige Anfang von „Nauthir Bleeding“? Aber letztlich sind das Kleinigkeiten, die keine größere Rolle spielen. Trotz allem ist man nach einigen Hördurchgängen etwas ernüchtert; nicht etwa, weil die Musik schlecht ist, sondern weil man sich die Scheibe von Anfang an so vorgestellt hat. Anders gesagt: „In Times“ reißt einen nicht vom Hocker.

ENSLAVED kämpfen somit auf „In Times“ mit demselben Problem, das auch PRIMORDIAL mit „Where Greater Men Have Fallen“ haben – beide Scheiben sind „Verfestigungsalben“. Sprich: Man ändert nicht zu viel an der Erfolgsformel, sondern spielt nur mit Details und somit gelingt es einem letztlich den bisher erworbenen Ruf in der Szene noch zu festigen. Beides sind exzellente Alben, die man jedem Metal-Jünger empfehlen kann. Aber beides sind auch Alben, die den Sound beider Bands nicht erweitern oder bereichern. Man hat letztlich das Gefühl, als hätten die Musiker ihre Komfortzone nicht verlassen.

Trackliste:
01. Thurisaz Dreaming
02. Building With Fire
03. One Thousand Years of Rain
04. Nauthir Bleeding
05. In Times
06. Daylight
Spielzeit: 00:53:05

Line-Up:
Cato Bekkevold - Drums
Ivar Bjørnson - Gitarre
Herbrand Larsen - Keyboard, Gesang
Grutle Kjellson - Gesang, Bass
Arve Isdal - Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
27.02.2015 | 10:55
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