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Cover von Entombed A.D. -- Back to the Front
Band: Entombed A.D. Homepage  Metalnews nach 'Entombed A.D.' durchsuchenEntombed A.D.
Album:Back to the Front
Genre:Death 'n Roll, Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:01.08.14
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"Es fehlt das Einzigartige"

Was bei ENTOMBED die letzten Monate genau abgegangen ist, ist für diejenigen, die sich für Musik interessieren, eigentlich ziemlich zweitrangig. Das Ergebnis ist auf jeden Fall, dass L-G Petrov [Gesang], Nico Elgstrand [Gitarre], Olle Dahlstedt [Drums] und Victor Brandt [Bass] unter dem Namen ENTOMBED A.D. weitermachen und Alex Hellid jetzt mal schauen muss, was er so auf die Beine stellt. Unabhängig davon hauen ENTOMBED A.D. nun ihr „Debütalbum“ namens „Back To The Front“ raus, und wenn man bedenkt, dass das letzte ENTOMBED-Album „Serpent Saints – The Ten Amendments“ schon ganze sieben Jahre alt ist [und keineswegs begeistert aufgenommen wurde], darf man sich durchaus fragen, was einen nun eigentlich auf „Back To The Front“ erwartet.

Nun, diese Frage ist recht schnell beantwortet, denn ENTOMBED A.D. haben den Wegfall von Alex scheinbar recht gut verkraftet, zeigen sie uns auf „Back To The Front“ doch recht typischen und eingängigen Death ’n’ Roll mit einem ordentlichen Melodien-Anteil. Das beginnt schon beim Opener „Kill To Live“, welcher zuerst mit einem leisen und atmosphärischen Intro anfängt und dann den Hörer, die Hörerin mit ordentlichem Bass-Sound und melodiösen Gitarren-Riffs niederwalzt. Mr. Petrov zeigt sich in dabei in Topform und verleiht dem Song aufgrund seiner eigenwillig geschrienen Growls zusätzlich den typischen ENTOMBED-Charakter. Auf „Bedlam Attack“ bringen ENTOMBED Stakkato-Drums zurück und beweisen ordentlichen Groove, während man in „Pandemic Rage“ mit einem violinesken Intro startet, bevor die Death ’n’ Roll Abrissbirne wieder zuschlägt und mit einem schmissigen Solo gegen Ende aufwarten kann. Man merkt schon, ENTOMBED A.D. setzen hier auf bewährte Qualitäten [Gedanken an „Wolverine Blues“ kommen doch häufiger auf] – und das wird auf der restlichen Scheibe auch so weitergehen –, zeigen wenig Neues, sind dafür aber in der Lage, die neuen Songs mit einer gewissen Energie und Power darzubieten, die mich hoffen lässt, dass die personellen Probleme ein neues Feuer entfacht haben. Doch trotz dieser wieder gewonnenen Frische zeigt sich schon ab Song vier, dass die Songs auf „Back To The Front“ einen einfach nicht lange genug fesseln können. Es ist alles gut gemacht und sauber gespielt, aber es fehlen die ganz großen Momente und die wirklich überraschenden Augenblicke, die einen vor den CD-Player fesseln. So sind z.B. „Second To None“ oder „Waiting For Death“ ordentliche Mid-Tempo-Nackenbrecher, aber so oder so ähnlich hat man einfach schon zu viele Songs [auch von ENTOMBED selber] gehört. Noch einmal richtig spannend wird es allerdings beim Fünfminüter „Eternal Woe“, welcher zwar ebenfalls als recht generischer Mid-Tempo-Song startet, aber ab Minute 02:40 kann der Track mit einer beeindruckenden Gitarrenarbeit von Herrn Elgstrand aufwarten, die keinesfalls technisch besonders einzigartig ist, aber perfekt zum Song passt und in einem idealen Solo mündet. Solche Momente sollte es auf „Back To The Front“ öfters geben; hier passiert etwas Unerwartetes, das sofort Interesse und Spannung erzeugt. Hervorzuheben ist außerdem noch der knackig-kurze Track „The Underminer“, in welchem ENTOMBED A.D. mal so richtig auf das Gaspedal drücken und aus ihrem typischen Mid-Tempo-Gestampfe herauskommen. Steht den Herren gar nicht schlecht zu Gesicht! Auch der Rausschmeißer „Soldier Of No Fortune“ ist mit dem klaren Gitarren-Intro und dem anschließenden Groove noch einmal ein richtig starker Song geworden.

Man weiß im Endeffekt nicht so recht, was man von EMTOMBED A.D. und „Back To The Front“ halten soll. Es ist keinesfalls ein schlechtes Album und die Band präsentiert sich durchaus motiviert, aber bei den einzelnen Songs mangelt es an Abwechslung, an wirklich zündenden Ideen und an erhabenen Momente, die frühere Klassiker der Band auszeichneten. Es ist verständlich, dass sich ENTOMBED A.D. nicht neu erfinden wollen und nach wie vor die Musik machen wollen, die sie problemlos in ihre Live-Setliste einbauen können. Aber vielleicht wäre es, rein aus künstlerischer Sicht, einmal an der Zeit, sich neu zu erfinden? Oder einen neuen Songwriter dazu zu holen, welcher den Sound der Schweden bereichert?

Trackliste:
01. Kill To Live
02. Bedlam Attack
03. Pandemic Rage
04. Second To None
05. Bait And Bleed
06. Waiting For Death
07. Eternal Woe
08. Digitus Medius
09. Vulture And The Traitor
10. The Underminer
11. Soldier Of No Fortune
12. *Gospel Of The Horns
*Bonus Track beim Limited Edition Mediabook
Spielzeit: 00:51:15

Line-Up:
L-G Petrov - Gesang
Nico Elgstrand - Gitarre
Olle Dahlstedt - Drums
Victor Brandt - Bass
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
14.08.2014 | 14:14
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