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Reviews von Entrapment
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Cover von Entrapment -- Lamentations Of The Flesh
Band: Entrapment Homepage  Metalnews nach 'Entrapment' durchsuchenEntrapment
Album:Lamentations Of The Flesh
Genre:Death Metal
Label:Soulseller Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:23.05.14
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"Hommage an DISMEMBER an Konsorten"

Vor 2 Jahren erschien das Debütalbum unserer holländischen Nachbarn von ENTRAPMENT "The Obscurity Within", das zwar nicht mit besonderen Neuerungen oder großartigen Experimenten aufwarten konnte, dafür aber ganz klar eines im Sinn hatte: eine Hommage an Death Metal Ende der 80er. Und "Lamentations Of The Flesh" macht auch genau da weiter, wo "The Obscurity Within" aufgehört hat.

Dabei wirkt der Anfang von "Perpetual Impudence" noch so, als man eine 180-Grad-Wende vollzogen hätte, erinnert das sanfte Intro-Riffing mit orientalischem Touch doch an Sachen wie "Radio/Video" von SYSTEM OF A DOWN. Damit hat es sich aber ganz schnell erledigt, die Gitarren werden tiefer, es wird einmal fies gegrunzt, und wir befinden uns wie erwartet im Todesstahl der alten Schule. DISMEMBER grüßen nicht nur im Logo-Schriftzug, auch ENTOMBED grooven ab und an daher, während man in den langsameren Passagen sich ein wenig an der neueren Version von ASPHYX orientiert. Das sind natürlich alles keine schlechten Bands, und vielleicht auch deshalb gibt es auf der Platte keinen wirklich schlechten Song zu vermelden. Der Sound ist amtlich, die Instrumente alle präsent und auch das Cover ist schick. Aber, auch wenn man an der Platte nichts wirklich kritisieren kann, gibt es auch wenig was man wirklich hervorheben kann. Erneut sucht man tolle Einfälle oder einen wirklich eigenen Sound vergebens, ein Problem an dem leider viele Bands der Death-Metal-Revival Welle leiden und dem sich auch ENTRAPMENT nicht entziehen kann. Aber wie bereits angedeutet klingt das negativer als es ist, denn Songs wie das leicht doomige "Seditious Dreamers" sind an und für sich schon sehr stark gemacht.

ENTRAPMENT machen auf ihrem neuen Album daher insofern alles richtig, dass sie nichts wirklich falsch machen. Sie spielen ihren Old-School Death-Metal Stiefel gekonnt runter ohne verschleiern zu wollen, an wem sie sich orientieren. Wer genau so etwas sucht, wird hier wirklich mehr als ordentlich bedient und 45 Minuten mindestens gut unterhalten. Wer aber ein gewisses Mindestmaß an eigenen Ideen sucht und erwartet oder einfach genug von der Masse an Nacheiferern hat, sollte es vielleicht mit einer anderen Kapelle versuchen.

Trackliste:
01. Perpetual Impudence
02. Abhorrence of the Unborn
03. Proclamation
04. Lamentations of the Flesh
05. Unearthly Cries
06. Seditious Dreamers
07. The Faithless
08. Hostile Life
09. Engulfed by Flames
10. Engraved
11. On Carrion Wings
Spielzeit: 00:44:30

Line-Up:
Michael Jonker - Vocals, all Instruments
Florian Reuter [Nezyrael]
29.06.2014 | 23:41
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