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Cover von Equilibrium -- Erdentempel
Band: Equilibrium Homepage Equilibrium bei Facebook Metalnews nach 'Equilibrium' durchsuchenEquilibrium
Album:Erdentempel
Genre:Folk Metal, Pagan Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:06.06.14
CD kaufen:'Equilibrium - Erdentempel' bei amazon.de kaufen
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"Mit der Natur im Einklang"

Da gab es doch einige Unruhe im Lager der Freistaatler EQUILIBRIUM. Alles wartete nun gespannt auf den Nachfolger von „Rekreatur“, dann aber kam plötzlich die Ansage, dass mit Sandra Van Eldik und Andreas Völkl zwei bis dato verbliebene Gründungsmitglieder die Band verliessen. Doch gottlob war „Erdentempel“ da bereits eingetütet und man kann sich nun auf die Suche nach neuen Mitstreitern machen. Was mittlerweile auch, zumindest was die Besetzung an den sechs Saiten angeht, durch die Verpflichtung von Dom R. Crey gelungen sein dürfte.

Doch zum Album selbst. Kam „Rekreatur“ doch bisweilen ziemlich episch und mächtig düster daher, so geht Mastermind René Berthiaume diesmal zurück zur Natur, das Album klingt insgesamt erdiger, der Titel ist geschickt gewählt und drückt die Stimmung eigentlich optimal aus. Ein wenig weg vom Großstadtlärm und raus in die ländliche Gelassenheit. Wie das im einzelnen klingen mag, konnte man bereits auf der im letzten Jahr veröffentlichten EP „Waldschrein“ nachvollziehen. Der Song ist selbstverständlich ebenfalls auf „Erdentempel“ vertreten und findet sich in illustrer Gesellschaft solcher markanten EQUILIBRIUM-Gassenhauer wie „Was lange währt“ und „Karawane“, ein Midtempotrack mit orientalischen Einflüssen, wieder. Es lässt sich insgesamt sagen, dass die folkloristischen Elemente wieder in den Vordergrund gerückt sind und die in solchen Nummern wie „Uns'rer Flöten Klang“ durchaus positiv zur Geltung kommen. Besonders gelungen und vielleicht der ganz große Hit ist „Wirtshaus Gaudi“. Eine ebenfalls [wer hätte dies bei dem Titel vermutet] fröhliche Nummer, die man wohl auf „Rekreatur“ so nicht finden konnte. Vergleichbar thematisch mit dem Gassenhauer „Met“, doch hier wird der bayrischen Folklore gehuldigt, die Nummer macht einfach Spaß und zeigt, dass EQUILIBRIUM wieder mehr Fröhlichkeit zeigen als zuletzt. Wird mit Sicherheit nicht überall Anklang finden, aber hier hat sich die Experimentierfreudigkeit positiv bemerkbar gemacht. Ein weiteres Experiment schliesst das Werk ab, nämlich ein erstmals in englischer Sprache verfasster Song mit dem Titel „The Unknown Episode“.

Hinzu kommt, dass Sänger Robse, welcher auf „Rekreatur“ bisweilen noch so etwas wie ein Fremdkörper schien, nun endgültig in der Band angekommen ist und dem „Erdentempel“ seinen ganz eigenen Charme hinzufügt. Insgesamt ist es ein durchaus überzeugendes, vielseitiges und lockeres Album geworden, keine Frage. Mit neuen, frischen Einflüssen, aber dennoch unverkennbar EQUILIBRIUM. Mit ein paar echten Schmankerl versehen, wie eben „Wirtshaus Gaudi“, dem bereits bekannten "Waldschrein", dem Opener „Was lange währt“ und, nicht zu vergessen, dem mit einem Schuß Fluch-der Karibik-Appeal versehene „Wellenklang“.

Trackliste:
01. Ankunft
02. Was lange währt
03. Waldschrein
04. Karawane
05. Uns'rer Flöten Klang
06. Freiflug
07. Heavy Chill
08. Wirtshaus Gaudi
09. Stein meiner Ahnen
10. Wellengang
11. Apokalypse
12. The Unknown Episode
Spielzeit: 00:56:14

Line-Up:
Robert „Robse“ Dahn - Gesang
René Berthiaume – Gitarre, Keyboards
Dom R. Crey - Gitarre
Tuval „Hati“ Refaeli - Schlagzeug
Frank Wilkens [Fränky]
03.06.2014 | 12:28
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