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Cover von Erik Cohen -- Kapitän [EP]
Band: Erik Cohen Homepage Erik Cohen bei Facebook Metalnews nach 'Erik Cohen' durchsuchenErik Cohen
Album:Kapitän [EP]
Genre:Alternative, Indie, Pop, Rock
Label:Eigenproduktion
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.06.13
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"Der Kapitän sticht in See"

ERIK COHEN, soviel dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, ist Jack Letten, einstmals Frontmann des [auf unbestimmte Zeit im Trockendock liegenden] Kieler Hardcore-Punk-Flaggschiffs SMOKE BLOW, der nunmehr mit „Kapitän“ einen Vorgeschmack auf sein Solo-Debüt bietet.

Vorneweg hatte es mit und zu „Chrom“ ein erstes, sehr stylishes Comic-CGI-Video gegeben und bereits das hatte es in sich und – vollkommen zu Recht – Lust auf Meer, äh: mehr gemacht: genial eingängiger Refrain, phatter Groove und lässig-entspannte Straßenkreuzer-Roadmovie-Romantik, getragen von Lettens wandelbarer Stimme, das musste ja rocken [abgesehen davon, dass ich mich hiermit ganz offen als SMOKE BLOW-Fan bekenne, hatte mich Captain COHEN bereits mit der Textzeile „In unseren Audiosystemen rotieren alte Kassetten“ auf seiner Seite, verfügt mein alter, übermotorisierter Volvo 850 doch tatsächlich noch über ein funktionierendes Tapedeck]!
Die auf „Kapitän“ demonstrierte, gut abgehangene Melange aus Punk, hartem Rock, Pop und Wave überrascht angesichts der längst ruchbar gewordenen Seitensprünge von Herrn Letten gen GENEPOOL zwar nicht unbedingt und der [unlängst als „offizielle“ Single/“richtiges“ Video veröffentlichte] Titeltrack zeigt durchaus deutliche SB-Spuren, doch die Hooklines sitzen an den exakt richtigen Stellen und Letten meistert scheinbar mühelos den Spagat zwischen DANZIG, KISS und BEE GEES und zwar ohne, dass es peinlich zu werden droht.
Überhaupt: Hatten bei SMOKE BLOW zumeist englische Lyrics überwogen, reüssiert die „deutsche“ Version à la ERIK COHEN überraschend gut, die Texte und Bilder liegen genau richtig und schmieren eigentlich nie in Richtung Deutschrock, Pathos oder Fremdschämen ab.
Neben dem punkig treibenden ALICE IN CHAINS-Rocker „Polar“ mit seinen Frauenchören fügt sich sowohl die Coverversion von RHEINGOLDs Neue Deutsche Welle-Hit, „Dreiklangsdimensionen“, als auch die düstere, basslastige Synthie-/Wave-Pop-Schwester der inoffiziellen Hitsingle/Bandhymne namens „Chrom 2“ überraschend homogen in den ERIK COHENschen Gesamtsound.

Letten/COHEN himself zeiht sein neues Alter Ego/Projekt „Hitrock“ und damit liegt er nicht nur richtig, sondern sogar ziemlich weit vorne: die Produktion üppig, die Kompositionen schlüssig und gereift und wie sonst sollte man einen Sound titulieren, der nicht davor zurückschreckt, sich bei DEPECHE MODE, BLACK SABBATH, BRONSKI BEAT und den SISTERS OF MERCY gleichermaßen zu bedienen?
Eben.

Trackliste:
01. Kapitän
02. Chrom
03. Polar
04. Dreiklangsdimensionen [RHEINGOLD-Cover]
05. Chrom 2
Spielzeit: 00:18:41

Line-Up:
Erik Cohen – Vocals
Anne Rabe – Backing Vocals
André Koch – Backing Vocals
Matthias Busch – Backing Vocals
Stefan Römhild – Guitar
Jan Späth – Guitar
Andreas Tischendorf – Guitar
Normen Rehse – Drums
Björn Seiz – Bass
Richard Schmidt - Keys
Dirk Konz [dkay]
16.07.2013 | 21:42
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