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Incoming Cerebral Overdrive
Le Stelle: A Voyage
Doomcore, Mathcore, Psychedelic
5 von 7 Punkten
"Gewandelt"
Watch Me Bleed
Kingdom
Death/Thrash Metal, Neo-Thrash, Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Blutiges Königreich"
Firewind
Few Against Many
Heavy Metal, Power Metal
4.5 von 7 Punkten
"Von guter Absicht und schlechten Vorbildern"
Children Of Bodom
Holiday At Lake Bodom [Best-Of]
Heavy Metal, Modern Metal
Keine Wertung
"Ferien am Bodom-See"
Carach Angren
Where The Corpses Sink Forever
Black Metal, Melodic Black Metal, Symphonic / Epic Metal
6.5 von 7 Punkten
"Zum dritten Mal in Topform!"Fueled By Fire
Plunging Into Darkness
Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Guter, freundlicher, gewalttätiger Spaß!"
High On Fire
De Vermis Mysteriis
Doom Metal, Sludge, Stoner Rock
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"Zeitreisen als Killer-Konzept"Horisont
Second Assault
Blues / Bluesrock, Classic Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Retro-Rock-Warzenschweine"Man.Machine.Industry
Lean Back, Relax And Watch The World Burn
Industrial, Industrial Metal
4.5 von 7 Punkten
"Tanz in den Untergang!"
Diablo Swing Orchestra
Pandora´s Pińata
Experimental, Prog-Metal
6.5 von 7 Punkten
"Fabelhafte Mischung"The Foreshadowing
Second World
Dark Metal, Doom Metal, Gothic Metal
5.5 von 7 Punkten
"Melancholie aus Italien Teil Drei"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Enorm vielschichtig, jedoch nicht ganz so erdrückend" | ||||||||||||||||||
| Gut Ding will Weile haben, wie es so schön heißt. So auch im Falle der Funeral-Doomer ESOTERIC um Sänger und Gitarrist Greg Chandler, die sich in Anbetracht der Tatsache, dass das neueste Opus, „Paragon Of Dissonance“ betitelt, bereits drei Jahre nach dem großartigen „The Maniacal Vale“ erscheint und wiederum zwei CDs mit gut 100 Minuten Musik beinhaltet, fast schon beeilt haben. Natürlich immer schön relativ und im Funeral-Doom-Kontext gesehen, wobei ESOTERIC anno 2011 gar nicht mal mehr so abgrundtief düster agieren und einen erbarmungslos bis in die tiefsten [seelischen] Abgründe mitnehmen, wie das bislang bzw. primär auf den noch kantigeren, rohen Frühwerken der Fall war. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Leichte Kost fabrizieren ESOTERIC natürlich immer noch nicht, und das ist auch gut so, nur hat sich in die finstere Mischung aus [Funeral] Doom und Death noch ein wenig mehr Licht – und auch ein bisschen mehr Psychedelic/Ambient – eingeschlichen, als das bereits auf „The Maniacal Vale“ ansatzweise zu spüren war. Damit sind die Stücke eine Spur eingängiger, wirken trotz der überlangen Spielzeit irgendwie gestraffter und auch zugänglicher und sind zudem eine ganze Ecke melodiöser gehalten – bei manchen Soli gar fast virtuos, filigran und verspielt [„Non Being“]. Großartig gelingt dies beim stampfenden Opener „Abandonment“, während sich „Cipher“ mit seinem Refrain fast schon in den Bereich von griffigen Gothic-Metal-Melodien vortastet, ehe wieder einer dieser charakteristischen, ultralangsamen, atmosphärischen ESOTERIC-Parts die Band sofort wiedererkennen lässt. Dies liegt zum großen Teil auch an Chandlers variablen, eindrucksvollen und kräftigen Growls/Screams, den man auf eine Reise durch ein Wechselbad der Gefühle begleiten darf. Wunderbar funktioniert hier auch „Disconsolate“, das dem überragenden „Quickening“ [„The Maniacal Vale“] in nichts nachsteht und zwar ‚harmlos’ und ruhig beginnt, sich aber dann wie ein herannahender Sturm immer mehr zusammenbraut und schließlich mit aller Wucht in ein schleppendes Doom-Gewitter entlädt – in Sachen Dynamik und Songwriting definitiv das Glanzstück des Albums. Dafür haben die Engländer jedoch anno 2011 fast sämtliche schnelleren Anteile und Tempoausbrüche reduziert bzw. gänzlich getilgt, da es auf „Paragon Of Dissonance“ nur einige wenige dieser Abschnitte zu hören gibt und dies ESOTERIC letztlich ein wenig an Bandbreite nimmt. Was nicht bedeutet, dass ESOTERIC für eine Funeral-Doom-Band nicht immer noch erstaunlich abwechslungsreich sind, denn an Emotionen sowie unterschiedlichen, langsamen, verschleppten Passagen und Stimmungswechseln gibt es auch auf „Paragon Of Dissonance“, das recht glatt produziert wirkt, dafür jedoch erfreulich viel Freiraum für die enorme Detaildichte in der Musik bietet, einiges zu entdecken. ESOTERIC liefern mit „Paragon Of Dissonance“ unterm Strich ein richtig starkes und sehr vielschichtiges [Funeral] Doom/Death-Album ab und beweisen damit, dass ihnen in Sachen Songwriting und Detailverliebtheit so schnell keiner etwas vormacht – wie viele Funeral-Doom-Bands gibt es schließlich, die zwar lange Songs schreiben, aber den Spannungsbogen innerhalb dieser nicht aufrechterhalten können und dabei in die Belanglosigkeit abdriften? Eben, und genau das ist eine unbestrittene Stärke von ESOTERIC, die auf „Paragon Of Dissonance“ zwar etwas entschärfter, weniger bedrohlich und nicht ganz so vom Wahnsinn heimgesucht agieren, aber dennoch ein interessantes Album erschaffen haben, das den Hörer eine ganze Weile begleiten wird – aber nicht mehr gnadenlos erdrückt – und dabei immer wieder mit neuen Details aufwartet. Wer jedoch den schier erdrückenden Wahnsinn und die abgrundtief düstere Ausweg- und Hoffnungslosigkeit der früheren Werke erwartet und eigentlich keinen großen Wert auf mehr Eingängigkeit legt, wird allerdings auf „Paragon Of Dissonance“ nicht gänzlich fündig werden. | ||||||||||||||||||
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