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Cover von Esseker -- Forsaken
Band: Esseker bei Facebook Metalnews nach 'Esseker' durchsuchenEsseker
Album:Forsaken
Genre:Heavy Metal, Modern Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:13.01.12
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"Prädikat: Leiwand!"

Versteh einer die Österreicher: Da reden sie ohne Unterlass von „Paradeisern“, „Schlagobers“ und „Fleischlaberln“, obwohl das allesamt Begriffe sind, die selbst im benachbarten Bayern oft nur verständnislose Blicke ernten. Weil man auf die Völkerverständigung aber weder verzichten kann noch will, muss eine gemeinsame Sprache her und die Musik eignet sich da denkbar gut. Ganz im Sinne der deutsch-österreichischen Freundschaft befindet sich mit „Forsaken“ heute also das Debüt der in Wien ansässigen ESSEKER auf dem Prüfstand.

Bei Eigenproduktionen unbekannter Bands möchte man ja gerne eher garagigen Sound erwarten, doch im Falle von „Forsaken“ bedeuten derlei Vermutungen der Holzweg: ESSEKER präsentieren sich auf ihrem Album in bestechend fettem, wuchtigem Sound, der auch von weitaus „größeren“ Veröffentlichungen stammen könnte – insbesondere im Bezug auf den Gesang wirkt das vielleicht eine Ecke zu steril, ist aber in jedem Fall wünschenswerter als das undifferenzierte Gewummer, das manch andere Band auf CD bannt. Gesang ist obendrein ein gutes Stichwort, denn eines der hervorstechendsten Merkmale der Musik der Österreicher ist das stimmliche Wechselspiel von Frontmann Mike Krüger und dessen weiblichem Gegenpart Julia von B., mit dem sich die Truppe stark von anderen Vertretern ihrer Zunft abzuheben vermag, denn das sorgt für gehörigen Wiedererkennungswert. Insbesondere Ersterer erweist sich dabei als durchaus variabel und kann neben melodischem Gesang auch rauere Töne wie in „13 Hours“ anschlagen. Ganz im Sinne der Gleichberechtigung kommen dabei beide Sangestalente gleichermaßen zur Geltung, weshalb Fräulein von B. etwa im Opener „Self Confessed“ im Mittelpunkt steht, wohingegen Herr Krüger im folgenden „No Light No Noise“ die Richtung vorgibt. Dabei geben sich ESSEKER auch im Hinblick auf die restliche Instrumentierung überaus vielschichtig – während die Truppe mit fetten, treibenden Riffs irgendwo im moderneren Heavy Metal-Sektor mit geringfügigen Thrash-Anleihen – man ziehe zum Vergleich Formationen wie CIRCLE OF SILENCE oder WOLFEN heran – zu verorten ist, reichern die Wiener ihre Musik einerseits mit allerhand Gänsehaut-verdächtigen Melodieläufen an und trumpfen obendrein wie z.B. in „Nothing Left“ mit schmackhaften unverzerrten Gitarren auf, die dank der erwähnt gelungenen Produktion auch bestens zur Geltung kommen. Letztendlich stellen ESSEKER, wie in gelungenen Nummern wie dem hitverdächtigen „Shattered Dreams“ oder auch „In My Time Of Dying“ unmissverständlich deutlich wird, nicht nur enormes songwriterisches Talent zur Schau, sondern tun sich auf „Forsaken“ auch durch großartige technische Fähigkeiten hervor: Neben der generellen Tightness des Gebotenen kann insbesondere die Saitenfraktion mit dem durch die Bank mit wirklich gelungenen Gitarrensoli punkten. Natürlich sind auch auf einem Werk wie diesem ein paar Abstriche zu machen und so offenbart „The Gallows“ die gesanglichen Grenzen des Frontduos, allerdings fällt Derartiges im Hinblick auf die ansonsten hohe Qualität von „Forsaken“ nur geringfügig ins Gewicht.

Qualität muss honoriert werden: Sofern es den Wienern ESSEKER gelingt, mit „Forsaken“ genügend Leute zu erreichen, sollte ihnen der Weg zu mehr Popularität nicht schwer fallen. Auf ihrem Debüt präsentiert sich die Truppe dank guter Ideen, effektivem Songwriting und hochwertiger Produktion ebenso frisch wie souverän und sollte sich so schnell ins Herz jedes Fans melodischer Härte spielen. Wer sich ein Exemplar von „Forsaken“ sichern will, ist angehalten, sich schleunigst mit der Band in Verbindung zu setzen!

Trackliste:
01. Self Confessed
02. No Light No Noise
03. Nothing Left
04. The Gallows
05. Shattered Dreams
06. 13 Hours
07. In My Time Of Dying
08. Landscape In Minor
09. Demons Ride
10. War Inside My Head
Spielzeit: 00:50:20

Line-Up:
Mike Krüger - Vocals
Julia von B. - Vocals
Andi Jenik - Guitar
Bernhard Sulyok - Guitar
Leo Schreier - Bass
Chris Platschek - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
15.04.2012 | 00:06
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