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Band: Evanescence Homepage Evanescence bei Facebook Metalnews nach 'Evanescence' durchsuchenEvanescence
Album:Evanescence
Genre:Modern Metal, Nu Metal, Rock
Label:EMI
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:14.10.11
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"Solides Drittwerk mit Mängeln"

Man erinnert sich beim Namen EVANESCENCE gerne [oder eben nicht] an die Zeit zurück, an denen der Radio-Hörer mit Songs vom Debüt "Fallen" beschallt worden ist, angefangen mit "Bring Me To Life". Der ohrwurmartige, eindringliche Gesang von Amy Lee und das stabile Nu Metal/Rock Fundament fräste sich unweigerlich in die Gehörgänge, genau so auch die Ballade "My Immortal", die ebenfalls Tag ein, Tag aus lief. Zumindest mich hat das Album einen, wenn auch nur kurzen, Abschnitt meines Lebens begleitet und verbinde auch persönlich vieles damit. "The Open Door" war für mich leider kein gutes Werk, das zu keinem Zeitpunkt mit dem Debüt mithalten konnte. Vier Jahre später wollen EVANESCENCE sich mit einem selbstbetiteltem Album neu definieren und wieder an frühere Erfolge anschließen.

Und das scheint auch zu einem Teil zu gelingen. Vieles lässt an die "gute alte Zeit" zurückdenken, an denen die Songs ein wenig rauer und ungestümer waren, sprich: authentischer. "What You Want", Opener und erste Single-Auskopplung, ist dabei noch einer der schwächeren, aber deutlich auf Radio ausgerichteten Songs. Das macht der zweite Titel, "Made Of Stone", gleich wieder gut, in dem man ein durchdachteres Arrrangement und auch mehrere Breaks auf den Hörer loslässt. Der folgende Großteil der Songs spielt sich im typische Modern Metal/Rock Gefilde ab, auch balladeske Züge sind natürlich wieder mit von der Partie und stören auch hier nicht, sondern fügen sich wie zuvor schon gut ins Gesamtbild ein. Dennoch stören mich auf EVANESCENCEs Drittwerk ein paar Punkte. Wir haben hier eine sauber eingespielte, aber absolut kantenlose und glattpolierte Produktion. Besonders auffallend ist das bei Amys Stimme, die zwar nach wie vor grandios, aber auch recht künstlich klingt. Hier gibt es Live einiges an Stimmsicherheit auf der Bühne zu beweisen, Frau Lee! Aber auch so klingt einfach alles wesentlich zahmer und auch irgendwie "erwachsener". Will man es in diesem Maße auf einer Songsammlung haben, die eindeutig Richtung Metal und Rock zeigt bzw zeigen und verbunden werden will? Einige Riffs knarzen nett, gehen dennoch ein wenig unter, sehr schade. Es haben sich ebenfalls eine hand voll Experimente eingefunden, wie zum Beispiel das Harfeninstrument. Diese finden sich aber, für die angekündigte "Neudefinition", deutlich zu selten auf dem gesamten Album und sorgt dafür, dass man sich knapp nach der Hälfte des Albums fragt, wie lange denn die Spielzeit noch sei.

EVANESCENCEs selbstbetiteltes Drittwerk liefert zum einen genau das ab, was sich die meißten alten Hörer erhofft haben: soliden, modern gespielten Rock/Metal mit Amys typischer Stimme. Die sehr moderne und zu glattpolierte Abmischung nimmt dem Album einiges an Heavyness und zieht auch das Gesamtbild nochmals herunter. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass doch ein paar gute Songs auf dem neuen Album zu finden sind. Die treuen Fans werden's mögen, alle die schon zuvor nichts mit der Band anfangen konnten oder wollten, werden auch hier nicht umgestimmt. Ich lege lieber nochmal "Fallen" in die Anlage.

Trackliste:
01. What You Want
02. Made Of Stone
03. The Change
04. My Heart Is Broken
05. The Other Side
06. Erase This
07. Lost In Paradise
08. Sick
09. End Of The Dream
10. Oceans
11. Never Go Back
12. Swimming Home
Spielzeit: 00:47:06

Line-Up:
Amy Lee - Gesang, Klavier, Keyboard
Terry Balsamo - Gitarre
Troy McLawhorn - Gitarre
Tim McCord - Bass
Will Hunt - Schlagzeug
Sascha Dörr [Saschisch]
10.10.2011 | 11:31
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