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Album:Down For Regrief
Genre:Thrash Metal
Bewertung:2.5 von 7
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Um eines vorweg zu nehmen, EVENTIDE sind keinesfalls eine „modern melodic metal Band“ wie es so oder so ähnlich auf dem Infoblatt der jungen Österreicher steht. Vielmehr mischt sich ihr Sound aus der Hauptzutat Thrash mit kleineren Schüssen Death-, Melodic- und Powermetal. Das ganze Gebräu hört sich dann im Endeffekt sehr modern an, was sich auch im zweckmäßigen Cover der CD widerspiegelt und entfernt an SOILWORK und DEATH ANGEL erinnert.

Die fünf Grazer eröffnen ihr Demo auch sogleich mit ihrem kompaktesten Song „See You In Hell“. Die Musiker sind technisch fit, die Produktion sauber, der Groove stimmt, ebenso der Härtegrad. Mit „Pain Addicted“ wird es einen Tick grooviger und melodischer, auch hier lassen die Jungs technisch nix anbrennen. Die beiden letzten Nummern bleiben dann im Fahrwasser der ersten beiden, aber lassen die Kompaktheit derselben etwas vermissen. Kurzes klicken, das war´s. Vier Tracks sind nicht gerade viel, aber in diesem Fall dennoch ausreichend, um die Band zu charakterisieren, denn wer hier Innovation sucht, befindet sich definitiv auf dem falschen Dampfer. Auch nach Durchgang vier und fünf bestätigt sich dieser anfängliche Eindruck und das liegt zu einem großen Teil am höchstenfalls durchschnittlichen Gesang, denn Frontmann „Kulla“ zeichnet sich nicht gerade durch eine markante Stimme aus. Somit besitzt die Band trotz ihres musikalischen Talents keinerlei Wiedererkennungswert, sie ist nur „eine unter vielen“. Der Zweite Minuspunkt ist das Songwriting, versucht man hier und da etwas Atmosphäre zu erzeugen, gehen diese Versuche doch im nächsten Moment in 1000fach gehörtem Einheitsbrei der Kompositionen völlig unter. Und so kommt es, dass man sich teilweise schon fast durch die Songs langweilt, was gerade auf einem Demo keinesfalls passieren darf.

Fazit: EVENTIDE geben auf „Down For Regrief“ einen etwas laschen Eindruck ab, am schwersten wiegt da die ständige Flucht in längst entdeckte Strukturen und Songschemas. Aber auch der Gesang ist verbesserungsfähig, wäre er doch hauptsächlich dazu da, die Neugierde der Hörer mit „etwas Neuem“ zu entfachen. 2,5 von 7 Punkten.


Trackliste:
01. See You In Hell
02. Pain Addicted
03. Taste The Blade
04. Rebuilt The Wick


Georg Schillay [Cryxx]
08.01.2005 | 18:17
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