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Band: Evocation Homepage Evocation bei Facebook Metalnews nach 'Evocation' durchsuchenEvocation
Album:The Shadow Archetype
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:10.03.17
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"Das Beste aus zwei Welten"

Wenn man eine neue EVOCATION-Scheibe auflegt, dann weiß man eigentlich, worauf man sich einstellen darf. Erschallen werden die besten Zutaten der originalen schwedischen Death Metal-Schule, sind die Jungs aus Borås doch schon seit 1991 dabei, auch wenn ihr Debüt erst im Jahr 2007 erschien.

Seite dem letzten Werk „Illusions Of Grandeur“ konnte man dies nun nicht mehr blind unterschreiben. „Zu viele Anlehnungen an AMON AMARTH“ attestierten einige Kritiker. „Insgesamt zu poliert“ schrieben andere. Ich fand das Album eigentlich nach drei mehr oder weniger sehr ähnlichen Scheiben recht erfrischend. Und was uns die Schweden uns auf „The Shadow Archetype“ servieren, ist mehr oder weniger das Beste aus beiden Welten. Das fette Eröffnungs-Trio „Condemned To The Grave“, „Modus Operandi“ und „Children Of Stone“ schraubt der Zielgruppe mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Gehirnspeicher von den Hälsen. So muss die ganz alte Schule klingen, wenn echte Könner am Werk sind. Auch der Titeltrack, der ein Lick zum Niederknien beinhaltet und aufgrund seiner schleppenden Natur noch ein wenig mehr boshafte Erhabenheit ausstrahlt, geht in diese Richtung. Mit „Survival Of The Sickest“ wird der Schweden-Fan aber auch wieder von typischen AMON AMARTH-Vibes umschmeichelt. Dabei klingt das Material keineswegs anbiedernd, sondern immer herausfordernd und frisch. Das mag auch an Neugitarrist Simon Exner (Ex-AS YOU DROWN) liegen, der für einige der besonderen Momente auf dem Album verantwortlich ist. Die allgegenwärtige Melancholie wird bei EVOCATION nicht zu musikalischer Tristesse, sondern zu einer gefährlich verwundeten, lauernden Bestie, die den Hörer jederzeit anspringen kann.

„The Shadow Archetype“ ist natürlich nicht mehr so bahnbrechend wie die beiden ersten EVOCATION-Scheiben. Und dennoch ist den Schweden ein überdurchschnittlich gutes Album gelungen, das mit dem gut in Beine und Gedärm fahrenden Material vor allem live einige Ausrufezeichen setzen können sollte.

Trackliste:
01. Into Ruins
02. Condemned To The Grave
03. Modus Operandi
04. Children Of Stone
05. The Coroner
06. The Shadow Archetype
07. Blind Obedience
08. Survival Of The Sickest
09. Sulphur And Blood
10. Imperium Fall
11. Dark Day Sunrise
Spielzeit: 00:37:58

Line-Up:
Thomas Josefsson - Vocals
Marko Palmén - Guitar
Simon Exner - Guitar
Gustaf Jorde - Bass
Per Möller Jensen - Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
09.04.2017 | 12:47
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