.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Evoken
Reviews von Evoken
CD Review: Evoken - A Caress Of The Void

Evoken
A Caress Of The Void


Death Metal, Doom Metal
6 von 7 Punkten
"Vertonte Hoffnungslosigkeit"
Mehr aus den Genres
CD Review: Decapitated Christ - Arcane Impurity Ceremonies

Decapitated Christ
Arcane Impurity Ceremonies


Death Metal
3 von 7 Punkten
"Wer will mit nach Warcelona?"
CD Review: We Are The Damned - Doomvirate

We Are The Damned
Doomvirate


Crust, Death 'n Roll, Doom Metal, Grindcore
4 von 7 Punkten
"Rückkehr der Verdammten"
CD Review: The Red Shore - The Avarice Of Man

The Red Shore
The Avarice Of Man


Brutal Death, Death Metal, Deathcore
4.5 von 7 Punkten
"Brutal – und sonst?"
CD Review: Triptykon - Shatter

Triptykon
Shatter


Black/Death Metal, Doom Metal
Keine Wertung
"Etwas halbgar"
CD Review: Over Your Threshold - Facticity

Over Your Threshold
Facticity


Death Metal, Progressive
4.5 von 7 Punkten
"Präzision minus Faszination"
CD Review: Charlie Barnes - More Stately Mansions

Charlie Barnes
More Stately Mansions


Alternative, Pop, Progressive
6 von 7 Punkten
"Herausragend und wunderschön"
CD Review: Steve Hackett - Wolflight

Steve Hackett
Wolflight


Prog Rock
4.5 von 7 Punkten
"Es fehlt ein Stück"
CD Review: Teethgrinder - Misanthropy

Teethgrinder
Misanthropy


Crust, Grindcore, Sludge
5.5 von 7 Punkten
"Hasserfüllter und vielseitiger Einstand"
CD Review: Babymetal - Babymetal

Babymetal
Babymetal


Death Metal, Euro Dance, Experimental, Groove Metal, Industrial, J-Rock, Visual Kei
3.5 von 7 Punkten
"Der Unterschied zwischen Kunst und Marketing"
CD Review: Cain's Offering - Stormcrow

Cain's Offering
Stormcrow


Power Metal, Symphonic / Epic Metal
6.5 von 7 Punkten
"Von der Vergangenheit in die Gegenwart"
Cover von Evoken -- Atra Mors
Band: Evoken Homepage Evoken bei MySpace.com Metalnews nach 'Evoken' durchsuchenEvoken
Album:Atra Mors
Genre:Doom Metal
Label:Profound Lore Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:31.07.12
CD kaufen:'Evoken - Atra Mors' bei amazon.de kaufen
Share:

"Fauxpas, ade!"

Sie sind wieder da, doch hat sie eigentlich wer vermisst? Gerade hinsichtlich des Erschaffens scheinbar eiwg andauernden Atmosphäreteppichen sind EVOKEN in einem Atemzug mit den - erst kürzlich vom Autor in livehaftiger Form verspeisten - Genre-Kollegen ESOTERIC zu nennen, denen es ebenfalls bislang versagt blieb, ein einziges wegwerfbares Album auf die Meute loszulassen. Welcher gestandene Fan-atiker kniet nicht vor der über eine Stunde andauernden Göttlichkeit eines "Antithesis Of Light" hin und nimmt Endlos-Sessions in Kauf, um ein neues, unerreichtes, vielleicht sogar tatsächlich unerreichbares Bewusstseinsplateau zu erreichen? Kurz: Wer Derartiges mit der Außenwelt teilt, hat seine Aufgabe im gesamtkollektiven Kontext erfüllt und darf ruhigen Gewissens in den Ruhestand entlassen werden.

Doch bei derlei Selbstverständlichkeiten machen die Amerikaner keineswegs Halt, sondern nehmen sich - wie im vorliegenden fall - gerne auch mal satte fünf Jahre Zeit, um einen weiteren, abendfüllenden Grund für langhaltende Begeisterungen zu erschaffen. "Atra Mors" setzt nämlich nicht nur die ehrwürdige Tradition des von allen Seiten auf einen niederschmetternden Begräbnismarsches fort, sondern fährt mit der Yersinia Pestis auch noch eine hervorragende, wenn auch zugegebenermaßen schon reichlich abgelatschten Konzeptpfad ein. Intensive Trostlosigkeit - die insbesondere durch das dichte, fokussierte Gitarrenmeer hochgehalten wird und in dem vorab veröffentlichten "An Extrinsic Divide" sowie im ungläubig umhersuchenden "Descend Into Chaotic Dream" dramatische Spitzenwertungen einfahren - geht mit dem stets im Untergrund lauernden Zorn eine erinnerungswürdige Liaision ein, der über den gesamten Albumverlauf in kurzen Momenten aufplatzt und fesselt. Das ausgebreitete Chaos verschlingt Dich, auch wenn die Mannschaft hin und wieder eine Pause einlegen, um beispielsweise mit introvertierten Synthie-Passagen ["Into Aphotic Devastation"] den Anschein zu erwecken, dass jede Agonie ihren Abschluss in angenehmeren Zeiten findet. Was für ein Irrglaube!

Manche Kollegen wollen hier und da sogar kurze Anflüge von Post-Rock-Spielereien wahrgenommen haben, doch verkommen derlei Nebensächlichkeiten tatsächlich zur verzichtbaren Augenwischerei, wenn erst einmal die Qualenwalze in voller Fahrt auf den Hörer zubrummt, die jenen wiederum mit den wahrscheinlich bedeutendsten, weil zündensten Momenten in der Geschichte EVOKENs auf eine wunderschöne Talfahrt schickt. "Atra Mors" hat das Potenzial, zum Band-Klassiker zu erstarken; genauso wie alle anderen bisherigen Platten der Truppe.

Trackliste:
01 - Atra Mors
02 - Descend Into Chaotic Dream
03 - A Tenebrous Vision
04 - Grim Eloquence
05 - An Extrinsic Divide
06 - Requies Aeterna
07 - The Unechoing Dread
08 - Into Aphotic Devastation
Spielzeit: 01:07:15

Line-Up:
John Paradiso - Gesang, Gitarren
Chris Molinari - Gitarren
Don Zaros - Keyboards
David Wagner - Bass
Vince Verkay - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
15.08.2012 | 23:07
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin