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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Exodus -- Blood In, Blood Out
Band: Exodus Homepage Exodus bei Facebook Metalnews nach 'Exodus' durchsuchenExodus
Album:Blood In, Blood Out
Genre:Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:10.10.14
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"Zetros Zweitband?"

Die Thrash Metal-Szene war in letzter Zeit so bewegt wie lange nicht mehr und EXODUS befanden sich stets nahe am Zentrum dieses Tumults: Gary Holt übernimmt für den tragischerweise verstorbenen Jeff Hannemann bei SLAYER, bleibt aber bei EXODUS. Rob Dukes verlässt EXODUS überraschend und wer besetzt den vakanten Posten? Steve „Zetro“ Souza – der Sänger, der die meisten [und ein paar der besten] Alben der Thrasher auf dem Kerbholz hat. Somit kehrt mit „Blood In Blood Out“ die vielleicht stärkste EXODUS-Besetzung beinahe in Vollständigkeit zurück.

Erinnert das Intro zum eröffnenden „Black 13“ noch stark an den Einstieg zu SLAYERs „God Hates Us All“ wird schnell deutlich: Mit der Rückkehr von Steve „Zetro“ Souza kommt bei EXODUS wieder zusammen, was schon immer zusammengehörte. Es ist die Kombination aus dem markanten Gesang des Mannes mit den typischen Riffs der Bay Area-Truppe, die lange Zeit den Charme der Band ausmachte und auf „Tempo Of The Damned“ ihren bisherigen Höhepunkt erreichte. Nun ist es natürlich nicht so, als hätten die Alben aus der Zeit, die wohl künftig als die „Dukes-Ära“ bekannt sein wird, nie existiert, aber dennoch blicken EXODUS auf „Blood In, Blood Out“ wieder verstärkt in Richtung ihrer stilbildenden Phase. Der kurzweilige Titeltrack mit seinen Gang Shouts oder auch das an „Impaler“ erinnernde „Salt The Wound“ [kein Wunder, dass Ur-Gitarrist Kirk Hammett hier ein Gastsolo beisteuern durfte] sind so „old school“, wie es nur irgendwie geht und auch die knochentrockene Produktion erinnert stark an „Tempo Of The Damned“. Dennoch ist auch die noch nicht allzu lange zurückliegende Anwesenheit von Ex-Shouter Rob Dukes auf diesem Album deutlich spürbar. Songs wie „Collateral Damage“ oder auch das groovende und überaus gelungene „BTK“ hätten ohne Probleme auch auf „Exhibit B: The Human Condition“ Platz gefunden – und das liegt hier zu einem großen Teil an den Gesangslinien. Kein Wunder, der Wechsel am Mikrofon wurde recht unerwartet vollzogen und so steht „Blood In, Blood Out“ hörbar zwischen den Welten. Das führt dazu, dass der vorangegangene Output schlicht die bessere Platte ist. Egal, wie sehr man sich als langjähriger und hartgesottener EXODUS-Fan auch freuen mag, dass Zetro wieder Teil der Band ist – und seine Stimme passt schlichtweg am besten zum Stil der Band - „Blood In, Blood Out“ zündet nicht voll und ganz. Bei all der Geschwindigkeit und Aggression, die die Kalifornier in ihr neues Album haben fließen lassen, sind die Riffs nicht so zwingend, die Songs nicht so stringent und die Leadgitarren nicht so furios wie auf „Exhibit B: The Human Condition“. Das mag vornehmlich daran liegen, dass zwar fast alle Songs gute Ideen aufweisen, viele davon aber ein bisschen zu lang geraten sind und somit nach hinten raus an Zugkraft verlieren. Selten wird das deutlicher als in „Body Harvest“, in dem die Band mitnutenlang auf zweitklassigen Riffs herumreitet – das gab es zuletzt auf dem missglückten „The Atrocity Exhibition“. Natürlich ist das Meckern auf hohem Niveau, denn „Blood In, Blood Out“ ist eine durchweg gute Thrash Metal-Platte, die mit den erwähnten Songs oder auch Nummern wie „Numb“ und „Honor Killings“ sehr gute Musik bietet. Nun haben EXODUS aber stets ein sehr hohes Level halten können und da fällt „Blood In, Blood Out“ eben hinter seinem Vorgänger zurück. Das ist aber auch keine Schande.

Mit „Blood In, Blood Out“ können EXODUS und ihre Fangemeinde gleichermaßen die Rückkehr von Frontmann Steve „Zetro“ Souza feiern – kein Frontmann passte je so gut zu dieser Band wie Zetro und das wird auf dieser Platte einmal mehr unmissverständlich deutlich. Dennoch ist „Blood In, Blood Out“ kein neuer Meilenstein in der Schaffensgeschichte der Truppe. Hat man sich von der Euphorie der Souza'schen Rückkehr erholt, bleibt ein gutes, aber kein sensationelles Thrash-Album, das nicht so ganz mit seinem überragenden Vorgänger mithalten kann.

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Industrialklänge zu Beginn, bahnen sich auch hier fundamentale Neuerungen an? Keine Sorge, Commander Holt übernimmt und haut anschließend eine geniale Idee nach der anderen raus und sorgt bis zum Ende für Gänsehaut bis in die Zehenspitzen. Feiert die Wiedergeburt der Luftgitarre, sage ich nur. Dazu der gute alte Kollege Souza am Mikro. Ok, es mag bessere Sänger geben, aber wir sind hier nicht bei „Voice Of Germany“, wir sind bei EXODUS. Da muss es kratzen und krächzen, da muss es wehtun. Dazu noch ein glänzend aufgelegter Tom Hunting an der Schiessbude, was soll da noch schiefgehen? Eben - nichts nämlich. „Blood In, Blood Out“ ist wohl nicht nur das beste EXODUS-Album ever, es ist schlicht und einfach ein perfektes, nein DAS perfekte Heavy Metal-Album. Hört euch „Body Harvest“ an und ihr wisst, was ich meine.
Fränky | 7 von 7 Punkten

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Aufgrund des Sängerwechsels wurde „Blood In, Blood Out“ natürlich sehnlichst von Fans rund um den Globus erwartet. Das Warten hat sich meiner Meinung nach gelohnt, denn Riffmeister Gary Holt und seine Mannen setzen bei dieser Scheibe die Brechstange an. Wer befürchtet hatte, Holt hätte aufgrund seines Zweitjobs aus Versehen eine SLAYER-Platte komponiert, kann beruhigt aufatmen. In vertrauter Manier Riffen sich die Bay Area-Thrasher von Song zu Song und teilen dabei ordentlich aus. Der ehemalige Ex-Sänger „Zetro“ Souza fügt sich erneut gut in die Band ein und rundet so das Gesamtbild ab. Alles in allem kann man für Thrash-Fans nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Mosh!
M | 6 von 7 Punkten

Trackliste:
01. Black 13
02. Blood In, Blood Out
03. Collateral Damage
04. Salt The Wound
05. Body Harvest
06. BTK
07. Wrapped In The Arms Of Rage
08. My Last Nerve
09. Numb
10. Honor Killings
11. Food For The Worms
Spielzeit: 01:02:19

Line-Up:
Steve "Zetro" Souza - Vocals
Gary Holt - Guitar
Lee Altus - Guitar
Jack Gibson - Bass
Tom Hunting - Drums

Gastmusiker:

Dan The Automator - Programming
Kirk Hammett - Guitar
Chuck Billy - Vocals
Thomas Meyns [Metalviech]
05.10.2014 | 18:57
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