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Cover von Fair Warning -- Sundancer
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Album:Sundancer
Genre:AOR
Label:Steamhammer
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:24.05.13
CD kaufen:'Fair Warning - Sundancer' bei amazon.de kaufen
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"Verstecke AOR Kunstwerke?"

Manchmal trifft man auf eine Band und denkt sich, endlich mal eine neue Perle entdeckt, hoffentlich machen die noch ein neues Album. Hin und wieder passiert es dann, dass man etwas nachforscht und die Band dann doch tatsächlich schon eine Ewigkeit aktiv ist, Alben ohne Ende hat und trotzdem an der breiten Masse vorbeigegangen ist. FAIR WARNING sind eben eine solche Band. Seit über 20 Jahren sind die Jungs im Geschäft und bieten immer wieder klasse AOR-Alben ohne große Pausen oder Veränderungen vorzunehmen. Immer wieder hörenswert aber trotzdem ist die Band eher minder bekannt. Ob das an falscher Werbung gelegen hat, ob man am Nerv der Zeit vorbeigesegelt ist, oder ob es einfach nie gereicht hat, dass lässt sich nur vermuten. Fest steht aber, dass wohl auch der „Sundancer“ diesem Schicksal entgegensteuert, oder?

Durchaus geben FAIR WARNING auf Album Nummer elf wieder alles, um das Herz der AOR-Szene zu begeistern. Auch wenn der Opener „Troubled Love“ unglaublich plakative Keyboards benutzt, so kann man sich doch kaum den Charme des Songs entziehen. Eine Gute Stimme, viel Gefühl und eine ordentliche Dosis Melodievielfalt sorgen dafür, dass fast jeder Song zum Schunkeln einlädt. Fans von CORNERSTONE oder PINK CREAM 69 sollten sich hier schnell zu Hause fühlen. Allerdings bietet das Album nicht nur Markenarbeit und viel Erfahrung, die man den Jungs durchaus anhört, nein, es gibt auch hier und da Dinge, die weniger gelungen sind. Zu erst wäre da die Anzahl der vielen Titel. 14 Tracks mit etwas über einer Stunde Spielzeit, da ist klar, dass viele Songs eher als Albumfüller wirken, anstatt richtig zu kicken. Das nimmt dem Album auch wirklich an Schwung, und ist der größte Kritikpunkt. Es ist schön, wenn man viele Ideen hat, aber wenn jeder Song nach Schema F läuft und das Ganze dann 14 Mal, ohne das was an Tempo oder Komplexität getan wird, dann stellt sich auch schnell mal Langeweile ein. Kritikpunkt zwei ist, dass die Band zwar wirklich gute Nummern schreibt, allerdings ein echter Hit fehlt. Etwas das nicht nur wegen der Melodie in den Kopf geht, sondern auch wegen dem Text. Es hat schon seine Gründe, warum AXEL RUDI PELL seit Jahrzehnten Erfolge feiert. Der Mann weiß einfach, wie man interessante Melodien mit einem Hitsicheren Text paart. Leider fehlt diese Eigenschaft hier fast zu 100%, was durchaus schade ist, denn die Songs haben Potential.

Es lässt sich sagen, dass die Platte durchaus wieder mit viel Charme und Gefühl die Herzen der Fans erobert. Allerdings sollte man darauf achten, dass wenn man wirklich so konstant Platten veröffentlicht und dann auch noch so viele Songs auf die Welt loslässt, dass man dann keinen Overkill produziert. Wenn man die Ideen von nur vier Songs in die anderen zehn gesteckt hätte, dann hätte man nicht nur die Pausenfüller gestrichen, sondern die Perlen noch etwas aufgemotzt und somit ein echt starkes Album gemacht, wo vielleicht sogar jeder Song für sich gestanden hätte. So bieten FAIR WARNING auf „Sundancer“ zwar ein recht gutes AOR-Album, allerdings auch nicht mehr. Nette Melodien, nette Songs aber kein wirkliches Highlight. So bleibt zu befürchten, dass die Band auch mit Album Nummer zwölf nicht den ganz großen Sprung landen wird – allerdings wird Versuch dreizehn sicher nicht lange auf sich warten lassen.

Trackliste:
01. Troubled Love
02. Keep It In The Dark
03. Real Love
04. Hit And Run
05. Man In the Mirror
06. Natural High
07. Jealous Heart
08. Touch My Soul
09. Send Me A Dream
10. Pride
11. Get Real
12. How Does It Feel
13. Living On The Streets
14. Cool
Spielzeit: 01:01:23

Line-Up:
Ule W. Ritgen - Bass
Tommy Heart - Vocals
Helge Engelke - Guitar
C.C. Behrens - Drums
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
30.05.2013 | 14:48
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