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Cover von Fake Idols -- Fake Idols
Band: Fake Idols Homepage Fake Idols bei Facebook Metalnews nach 'Fake Idols' durchsuchenFake Idols
Album:Fake Idols
Genre:Hard Rock, Modern Metal
Label:Lifeforce Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:02.05.14
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"Interessanter Stilmix"

Die Italiener FAKE IDOLS mögen mit ihrem gleichnamigen Debüt ihre erst Platte vorlegen, allerdings handelt es sich bei den Beteiligten keineswegs um Neulinge in der Musikwelt – immerhin formierte sich die Truppe aus Mitgliedern von JAR OF BONES, SLOW MOTION APOCALYPSE und RAINTIME. Was hat man von der neuen Band der Mannen vom Stiefel zu erwarten?

Geht man nach dem Artwork des FAKE IDOLS-Debüts, so möchte man vermutlich eine Industrial Metal-Band im Stile der DEATHSTARS erwarten, doch der Schein trügt: Zwar setzen die Italiener auf eine vergleichsweise moderne Breitwand-Produktion, orientieren ihre Riffs und Songs aber an dem, was schon früher in war. Im Opener „One Way Trip“ erinnern die Herren vom Stiefel bereits Stark an schwedische Sleaze-Heroen wie HARDCORE SUPERSTAR - Riffs und Gesang gehen also definitiv in die Glam-Richtung, wenngleich FAKE IDOLS eine Idee metallischer unterwegs sind, was aber auch am enorm fetten Sound ihres Erstlingswerkes liegen mag. So versuchen sich die Herren auf ihrem Debüt an einer ausgewogenen Mischnung aus schwedisch bzw. kalifornisch beeinflusstem Sleaze Rock und moderneren Metal-Spielarten, wobei diese Mischung überraschend gut funktioniert. Zwar muss man sich zunächst daran gewöhnen, dass die Songs hier oft traditionell beginnen und später zumindest im Hinblick auf die Instrumentierung gar an aktuellere Metalcore-Formationen zu erinnern vermögen, aber dann greifen diese Elemente unerwartet gut ineinander. Als Beispiele bieten sich Nummern wie „When The Curtain Closes“ oder „All My Memories“ an. Gewürzt wird das ganze mit nicht unbedingt spektakulären aber stets absolut passenden Leadgitarren und so ist bei FAKE IDOLS auf jeden Fall für die nötige Kurzweil gesorgt. Schwächstes Glied in der Kette ist dabei Sänger Claudio Coassin, der klingt, wie so ziemlich jeder Sänger modernerer Rockbands und sich so kaum durch enormen Wiedererkennungswert auszeichnet, aber in jedem Fall passt er zum Dargebotenen – obendrein muss man dem Mann lassen, dass er im abschließenden und eher ruhig angelegten „The Trap Of A Promise“ die auf dieser Platte beste Leistung abliefert. Ansonsten muss man der Band anrechnen, dass sie zwar mit unter recht stromlinienförmige und somit oft nur kurzlebige Songs aufbietet, aber in jedem Fall mit einem ziemlich hohen Energielevel agiert - live dürften FAKE IDOLS also ziemlich unterhaltsam sein. Auf CD stört die arg glatt gebügelte Produktion und der etwas genereische Sound. Zwar gelingt es den Italienern, den altbekannten Sleaze-Sound mit moderneren Einflüssen zu verquasen und so ins 21. Jahrhundert zu transportieren, aber leider geschieht dies weithin ohne Ecken und kannten. Mit „My Favourite Game“ gibt's allerdings ein verdammt cooles THE CARDIGANS-Cover und allein das ist es schon Wert, den FAKE IDOLS mal ein Ohr zu leihen.

Die Italiener FAKE IDOLS richten sich ganz offensichtlich an ein eher jugendliches Publikum: Sleaze Rock steht da im Augenblick ohnehin hoch im Kurs und packt man dann noch Elemente aus Metalcore und ähnlichem drauf, ist das vermutlich eine sichere Bank. Diese Rechnung geht auf dem Debüt der Truppe auch über weite Strecken auf, allerdings besteht in Sachen Nachhaltigkeit noch Platz nach oben.

Trackliste:
01. One Way Trip
02. My Hero
03. Switch
04. Push Me Down
05. When The Curtain Closes
06. Far From My Widow
07. No One
08. I Am Wrong
09. My Favourite Game [CARDIGANS-Cover]
10. The Prankster
11. All My Memories
12. The Trap Of A Promise
Spielzeit: 00:46:38

Line-Up:
Claudio Coassin - Vocals
Ivan Odorico - Guitar
Cristian Tavano - Guitar
Ivo Boscariol - Bass
Enrico Fabris - Drums

Gastmusiker:

Mia Coldheart - Vocals
Thomas Meyns [Metalviech]
30.04.2014 | 00:44
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