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Cover von Fall Of Efrafa -- Inlé
Band: Fall Of Efrafa Homepage Fall Of Efrafa bei Facebook Metalnews nach 'Fall Of Efrafa' durchsuchenFall Of Efrafa
Album:Inlé
Genre:Doomcore, Post Hardcore
Label:Denovali Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:30.10.09
CD kaufen:'Fall Of Efrafa - Inlé' bei amazon.de kaufen
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"Exzellentes Abschiedsgeschenk"

Wie heißt es so schön: Wenn es am besten schmeckt, soll man aufhören… Selbiges hat sich wohl auch die Post-Hardcore-Truppe FALL OF EFRAFA aus England gedacht, die mit „Inlé“ ihr bislang ausgereiftestes, aber gleichzeitig auch ihr letztes Album vorstellt, da sich die Band in Kürze auflösen wird.

Und das ist wirklich schade, denn die spannende Truppe, deren Konzept auf der Vertonung einzelner Aspekte des Romans „Watership Down“ von Richard Adams basiert, hat sich auf „Inlé“ erneut weiterentwickelt und dabei beispielsweise die schnelleren Hardcore-Parts, die noch auf „Elil“ und „Owsla“ vertreten waren, komplett ausgeklammert. Im Gegenzug gibt es wahnsinnig wuchtige, an und für sich einfach strukturierte sowie instrumentierte Songs [will heißen: ohne Samples und Genre-fremde Instrumente], die jedoch ihre Wirkung nicht verfehlen und sich gerade aufgrund ihrer häufigen Überlänge sehr gut entfalten können. Hervorzuheben sind vor allem das treibende „Republic Of Heaven“ mit seinem wütenden Refrain „The king is dead! The king is dead! We bound his face! Cut off his head! We spit at thee, we curse at thee, the king is dead!“, das eindrückliche „Woundwort“ sowie das hypnotische „The Warren Of Snares“. „Inlé“ klingt zudem wie aus einem Guss, da die einzelnen Kapitel stimmig miteinander verbunden werden und sich während der gut 80 Minuten Spielzeit aufgrund der Laut-Leise-Dynamik keine Langeweile einstellt, auch wenn FALL OF EFRAFA gelegentlich mal mit der Monotonie als Kunstform experimentieren und einige Parts bewusst lange ausspielen, aber immer den roten Faden im Auge behalten. Musikalisch gibt es in erster Linie die Post-Hardcore-Breitseite mit massiven Lava-Riffs und aggressivem Gesang, wobei NEUROSIS, BURIED INSIDE und vor allem CULT OF LUNA Pate gestanden haben dürften. Zusätzlich wird noch in Richtung Doomcore und Sludge geschaut, doch gerade die ruhigen Akustikparts und das Interludium „The Sky Suspended“ erinnern noch am ehesten an CULT OF LUNA. Natürlich erfinden die Briten damit diese Musikrichtung nicht gänzlich neu, was ohnehin schwierig wäre, aber trotz der teils übermächtigen Referenzen klingen FALL OF EFRAFA auf ihrer dritten Full Length spürbar eigenständig, was auch an der sehr sympathischen und bodenständigen DIY-Herangehensweise liegt.

Wer FALL OF EFRAFA immer schon mochte, wird von „Inlé“ nicht enttäuscht sein, auch wenn diesmal ausnahmslos der Mid-Tempo-Bereich bedient wird und die schnellen Ausbrüche der Vorgänger fehlen. Dafür sind die Songs trotz ihrer Länge spannend und ausgezeichnet arrangiert, während die Produktion schön erdig und rau klingt und daher bestens zur Musik des Quintetts passt. Und wer jetzt noch nicht von „Inlé“ überzeugt ist oder als Fan der oben genannten Bands die großartige Mucke von FALL OF EFRAFA trotzdem noch nicht kennt, hat bei Denovali Records erneut die Möglichkeit, das Album völlig legal von deren Internetseite runterzuladen oder auch komplett im Stream anzutesten. Hier gilt jedoch wie schon bei den tollen CELESTE: Wenn Euch die Scheibe gefällt, bitte kauft sie dann auch unbedingt in einer der liebevoll gestalteten Ausführungen und unterstützt damit dieses ausgesprochen interessante Label. Macht’s gut, FALL OF EFRAFA – ein schöneres Abschiedsgeschenk hättet Ihr nicht abliefern können!

Trackliste:
01. Simulacrum
02. Fu Inlé
03. Republic Of Heaven
04. The Burial
05. Woundwort
06. The Sky Suspended
07. The Warren Of Snares
Spielzeit: 01:19:31

Line-Up:
Alex – Vocals
Neil – Guitar
Steven – Guitar
Mikey – Bass
George – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
25.10.2009 | 01:06
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