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Cover von Falloch -- This Island, Our Funeral
Band: Falloch Homepage Falloch bei Facebook Metalnews nach 'Falloch' durchsuchenFalloch
Album:This Island, Our Funeral
Genre:Atmospheric Rock, Avantgarde, Post Rock
Label:Candlelight Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:22.09.14
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"DAS Herbstalbum 2014!"

Drei Jahre nach der Debütscheibe „Where Distant Spirits Remain“ präsentieren uns die Schotten von FALLOCH nicht nur ein Nachfolgewerk namens „This Island, Our Funeral“, sondern auch ein vollkommen neues Line-up mit Neu-Sänger und Gitarristen Tony Dunn, Steve Scott an den Drums und Ben Brown, der den Bass bedient. Übrig geblieben ist nur Mastermind Scott McLean, der sich ebenfalls um die Gitarren, die Keyboards und Backing Vocals kümmert. Es sollte also nicht verwundern, dass FALLOCH auf ihrem zweiten Werk „This Island, Our Funeral“ musikalisch einen eher neuen Weg einschlagen.

Hatte „Where Distant Spirits Remain“ durchaus noch einen schwarzmetallischen Einschlag und erinnerte durch die aufkeimende folkloristische Atmosphäre und die diversen Post-Rock Momente hin und wieder an die Amerikaner von AGALLOCH, so ist auf „This Island, Our Funeral“ vom ursprünglichen Rezept eigentlich nur noch der Post-Rock übriggeblieben. FALLOCH haben sich auf ihrem Zweitwerk entschieden, extrem dichte und langgezogene Soundlandschaften zu kreieren, die sich erst nach intensivem und langem Hören wirklich entfalten können. Auffallend ist die klare und fantastische Produktion, um welche sich Jaime Gomez Arellano [unter anderen auch in BLUTVIAL aktiv] in seinen Orgone Studios gekümmert hat. Absolut grandios wie hier die Drums und der extrem wichtige Bass zur Geltung kommen, ohne dabei die Gitarren zu übertönen oder die extrem fragilen Momente in der Musik von FALLOCH zu zerstören. Hervorzuheben ist auch die Tatsache, dass Neu-Sänger Tony Dunn ausschließlich klar und sehr langgezogen singt – dadurch bekommt „This Island, Our Funeral“ in manchen Momenten [z.B. ab Minute 03:50 beim Track „For Life“] schon fast einen hymnischen Charakter. Generell scheint mir auf FALLOCHs neuem Album eine sehr „beruhigende“ Atmosphäre vorzuherrschen [wer sich den Mittelteil von „I Shall Build Mountains“ anhört und dabei nicht alle Sorgen verliert, dem kann man nicht helfen], die manchmal konträr zur eigentlichen Musik geht – so findet sich z.B. mit „Brahan“ ein richtiger Metal-Song mit knallendem Bass und donnernden Drums –, aber trotz dieser musikalisch dunklen Elemente fühlt man sich bei FALLOCHs Musik irgendwie „zu Hause“. Wie schon das sehr gelungene Album-Cover strahlt auch die Musik – bei all ihren düsteren und herben Elementen – ein unglaubliches Gefühl von positiver Melancholie aus, was auch ganz spezifisch mit dem melodischen und hohen Gesang zu tun hat. Dabei ist das wirklich Schöne an FALLOCH, dass sie in der Lage sind, eine solche Stimmung mit gelungenem Songwriting perfekt in Szene zu setzen. Mir gelingt es kaum, negative Aspekte dieser Scheibe ausfindig zu machen, auch wenn einige HörerInnen wohl ihre Probleme mit diesem Album haben werden, weil …

… sie sich an der Länge der Songs und auch an den scheinbar fehlenden Eruptionen und Ausbrüchen stören werden. Liebhaber von sich langsam-aufbauender Musik, die sich nahezu kaleidoskopisch entfaltet und dabei immer mehr und mehr Farben und Nuancen zum Ausdruck bringt, können mit „This Island, Our Funeral“ hingegen absolut nichts falsch machen. Ich gebe zu, ich habe mich etwas verliebt. FALLOCHs zweites Album wird mein persönliches Herbstalbum dieses Jahres. Danke, Jungs!

Trackliste:
01. Tòrradh
02. For Life
03. For Ùir
04. Brahan
05. -
06. I Shall Build Mountains
07. Sanctuary
Spielzeit: 00:52:38

Line-Up:
Tony Dunn – Gesang, Gitarre
Scott McLean – Gitarre, Keyboard, Gesang
Ben Brown – Bass
Steve Scott – Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
15.09.2014 | 10:48
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