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Album:Fangorn
Genre:Death Metal
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:10.10.02
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Der Name FANGORN entstammt, wie vermutlich mittlerweile jeder auf diesem Planeten weiß, dem Tolkien Epos und gemeint ist der Wald in dem die Ents leben. Die Band hat bereits außer einem Demo einen weiteren Longplayer am Start und nach diversen Besetzungswechseln eine kleine Kurskorrektur vorgenommen und betitelt daher ihr neues Album schlicht und ergreifend "Fangorn"; vielleicht um zu verdeutlichen, dass der endgültige Stil nun gefunden ist. Was haben die Männer aus dem Wald uns nun zu sagen?

Musikalisch gesehen bieten uns die Sechs aus Dresden eine sehr eigene Variante von Deathmetal, die nicht zuletzt dadurch hervorsticht, dass eine Frau ihr zartes Stimmchen erklingen läßt. Leider handelt es sich hierbei weder um eine interessante Stimme noch um gesangliches Talent. Die Melodiebögen erklingen eher unpassend und sind mehr als fade. Zudem scheint sie Hemmungen zu haben einfach mal die Stimme zu erheben statt gepresst und leise unmelodiöse Melodien zum Besten zu geben.
Die Songs, die übrigens komplett in deutscher Sprache besungen werden, bewegen sich irgendwo zwischen Death- und Blackmetal und sind atmosphärisch inszeniert, erinnern sogar hier und da LEICHT an DISSECTION oder an die ersten DISMAL EUPHONY. Durch abwechslungsreiche Songgestaltung beinhaltet das Werk mitreißende, schnelle Parts, die von ausufernden melodiösen Gitarrenläufen oder Midtemporiffs umgeben sind sowie auch akustische Gitarrenparts und moderne, melodische Thrash/Death-Läufe. Sogar eine Midtempo-Hymne namens "Fährmann" hat man auf den Silberling verbannt und lässt einen unweigerlich an RAMMSTEIN´s "Seemann" denken. Zwar stellen sich einige Holprigkeiten im Songwriting, Gesang und den Arrangements ein, was aber den Gesamteindruck nicht zunichte macht: Eine nette Todesscheibe mit Tiefgang.

Trackliste:
1. paradies
2. pfeffer
3. phoenix
4. freudentanz
5. steinheit
6. verdammt
7. fluss
8. koma
9. felsen
10. herz
11. fährmann


Thomas Kleinertz [shub]
02.04.2004 | 13:02
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