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Cover von Farsot -- Insects
Band: Farsot Homepage Farsot bei MySpace.com Metalnews nach 'Farsot' durchsuchenFarsot
Album:Insects
Genre:Avantgarde, Black Metal, Experimental
Label:Lupus Lounge
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:28.10.11
CD kaufen:'Farsot - Insects' bei amazon.de kaufen
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"Das Verschimmelungsmanifest"

Liebe Leser, eine kleiner Hinweis vorweg: Das Album erscheint NICHT am 7.10.2011, sondern am 28.10.2011. Bitte entschuldigt die Verwirrung. Nun aber zum Review...

Spätestens seit Erscheinen der Demo „042103Freitod“ aus dem Jahr 2004 sind FARSOT aus Thüringen von der innovativen deutschen Black Metal Landkarte nicht mehr weg zu denken. Schon früh schickt sich das Quintett an, ihre Musik alternativ gegen den Brei des mittlerweile eingeschlafenen und nach 08/15-Schmenen funktionierenden Genres zu stellen. Und es funktioniert prächtig. Mit dem Debüt „||||“ gelingt es im Herbst 2007, den Namen FARSOT deutschlandweit zu transportieren und dank „Thematik: Trauer“ hat man einen Überhit im Gepäck, der bei jedem Konzert in voller, 20-minütiger Länge erhofft wird.
Die Zeit vergeht seit dem und selbiger bedient man sich ausgiebig, denn beinahe auf den Tag genau, ganze vier Jahre später, klopfen FARSOT mit „Insects“ an. Es ist jedoch keineswegs das leise, zaghaft-schüchterne Klopfen eines Kindes, das am ersten Schultag in die neue Klasse kommt. Vielmehr mehr ist es das Klopfen eines gestandenen Mannes, der heute als Lehrer vor seine Klasse tritt.

Und - Klasse? - die haben die Jungs mit den krypischen Pseudonymen. Über jeden Zweifel erhaben werfen uns FARSOT dieser Tage eine der eindrucksvollsten Scheiben des Jahres vor die vorfreudig wibbelnden Füße - fast als würden sie rufen: „Friss, denn dies ist deine neue Lieblingsspeise!“
Tja, was will man machen, wenn sie damit auch noch Recht hätten? Man wäre wehrlos.

Kommen wir aber zunächst zu den deutlichsten Merkmalen von „Insects“. Neben dem Albumtitel sind auch die Lyrics mittlerweile vollständig in englischer Sprache verfasst. Hier und dort zwar etwas fernab der korrekten TH-Aussprache, aber wen stört‘s? Die Entscheidung, vom Deutschen abzuweichen, steht der Musik jedenfalls hervorragend. Die Musik als solche ist zwar im Ansatz verwandt mit den bisherigen Veröffentlichungen, aber an Detailverliebtheit und -reichtum kaum zu übertreffen. Man möchte FARSOT attestieren, für ihre Genre das zu sein, was Friedensreich Hundertwasser für die Architektur war. Auch nach etlichen Betrachtungen entdeckt man zwischen den ohnehin schon innovativen, teilweise FARSOT-typischen, teilweise absolut ausbrechenden Kreationen, kleine Dinge, die das Gesamtwerk letztendlich zu etwas heranreifen lassen, was anhand der Seltenheit beinahe mit Gold müsste aufgewogen werden. Und, um noch einmal auf Hundertwasser zurück zu kommen, könnten es heute FARSOT sein, die mit „Insects“ ihr persönliches „Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus im Black Metal“ veröffentlichen.

Instrumentell ist hier nichts wie man es aus dem vor sich hin siechenden Genre gewohnt ist. Kein Instrument ist einfach nur der Vollständigkeit halber da. Jeder hat eine Aufgabe. Eine gleichermaßen wichtige, gewichtige und große Aufgabe. Während die Gitarren vielerorts den FARSOT‘schen Stil zum einen weiter prägen und zum andern hervorragend aufwerten, ist es vor allem der Bass, der seit „||||“ noch sehr viel eigenständiger agiert. OK, nicht vergleichbar mit Bassfetischisten wie ANNTHENNATH, aber ebenfalls absolut gekonnt und kompositorisch mehr als wertvoll. Auch Sänger 10.XIXt ist wieder kräftig beschäftigt, variiert, keift, kreischt, spricht [hört, hört!] und vermittelt Themen wie Inhalte authentisch und - ganz wichtig - ehrlich. Über - oder besser hinter - allem thront schließlich das überirdisch feinfühlige Schlagwerk von R 215k, der wieder einmal über ein wahnsinniges Gespür für Dynamik und den richtigen Ansatz verfügt. Der Volksmund sagt zwar ,Weniger ist oft mehr!‘, doch was der gute Mann hier alles zwischen die Taktzeilen packt, ist unglaublich wichtig für dieses Album. Womit wir beim Kern dieser Aufzählungen wären: Jeder Musiker ist mit seinem Instrument für dieses Album unglaublich wichtig. Fehlt einer, zerfällt dieses filigran erarbeitete Kompositions-Konstrukt wie ein Wolkenkratzer aus selbst geschnitzten Streichhölzern.

Fazit: FARSOT kehren nach vier Jahren mit einem wahren Hochgenuss zurück, den man in seiner gesamten Qualität mit Worten nicht einmal vollständig beschreiben kann. Menschen, die ein Album einmal durchhören - wenn überhaupt - und unreflektiert urteilen, haben mit „Insects“ nicht den richtigen Kandidaten. Wer Spaß an der unglaublichen Verbundenheit von Musikern zu ihrem Schaffen hat, wird „Insects“ lieben, zu schätzen wissen, respektieren und FARSOT im Auge behalten. Und jenen unter euch, in denen ohne Vergleiche kein Interesse geweckt werden kann, sei gesagt, dass bedenkenlos zugreifen kann, wer in seinem Regal Kollegen wie SECRETS OF THE MOON, DARK FORTRESS, CODE, EIS [ehem. GEIST] etc. stehen hat.
In meiner ganz persönlichen Hitliste 2011, in der HELRUNARs „Sól“ unangefochten führt, ziehen FARSOT mit „Insects“ mindestens gleich, während der Großteil des Genres aus weiter Ferne nicht einmal die unteren Plätze sehen kann. „Insects“? Großartig!

Trackliste:
01. Like Flakes Of Rust
02. Empyrean
03. Perdition
04. 7
05. Adamantine Chains
06. The Vermilion Trail
07. Withdrawal
08. Somnolent
Spielzeit: 00:55:18

Line-Up:
v.03/170 - Bass, Keyboard
R 215k - Schlagzeug
Pi: 1T 5r - Gitarre
3818.w - Gitarre
10.XIXt - Gesang
Patrick Franken [Border] | 07.10.2011 | 13:02

Durchschnittliche Leserwertung: 2.9 / 7 Punkten

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Seiten: 1, 2
Kommentar von: Border
Wertung: 6.5/7 | 12.10.2011 -- 09:11
Hallo Max, danke für deinen Kommentar. Das ist uns bekannt und leider notwendig, da bei uns Reviews eigentlich immer erst eine Woche vor VÖ online gehen. Da wir die Scheibe allerdings als erstes deutsches Magazin exklusiv besprechen durften, musste es früher online und deswegen musste am VÖ- und Einstelldatum getrickst werden. Die Platte erscheint auch nicht - wie oben leider angegeben - am 7.10., sondern am 28.10.
Kommentar von: Max
Wertung: 3.5/7 | 12.10.2011 -- 08:39
Zur Info: Der bericht ist am 21.10 erschienen, also in 9 Tagen ;)
Kommentar von: Border
Wertung: 6.5/7 | 10.10.2011 -- 12:04
Feige. Mehr als feige.
Jeder von euch (wobei es sich wahrscheinlich nur um eine Person handelt) ist eingeladen, sich bei uns zu bewerben, selbst Reviews zu verfassen und auf intelligentem statt dämlich-infantilem Wege zu argumentieren und zu kritisieren.

Und wenn jemand ein persönliches Problem mit mir hat, würde ich mich über eine Mail freuen, damit du aus deiner Anonymität heraustreten und dich mir zeigen kannst. Ich diskutiere auch mit Minderbemittelten.
Kommentar von: Saschisch
Wertung: 5.5/7 | 07.10.2011 -- 12:26
Immer wieder herrlich, die Kommentare und eine Auszeichnung für "Fanatismus und die Anonymität des Internets werden euch noch ins Grab bringen" :D genau meine meinung.

Zum Album an sich... finde es etwas abfallend. Ich erspare mir jetzt einfach mal sämtliche Agumentation ;)
Kommentar von: Border
Wertung: 6.5/7 | 07.10.2011 -- 09:47
Jungs, ruhig Blut! Denkt an euer Herz. Fanatismus und die Anonymität des Internets werden euch noch ins Grab bringen. Ich mache mir wirklich Sorgen um euch. Nachher ist mein unglaublich schlechtes Review noch Schuld an euer aller Herztod. Das wollen wir ja... nicht.
Kommentar von: Wolfszeit
Wertung: 0.5/7 | 07.10.2011 -- 08:48
Dein Leben muss ja echt erbaermlich sein, wenn du hier ca. 10 Nicks ausgraebst, um sagen zu koennen, wie scheisse das alles hier ist ;)

Ich warte solange mal auf dein supertolles neues Mag, mit Texten, die nur so vor Einfallsreichtum strotzen. Auf gehts.
Wertung: 0.5/7 | 06.10.2011 -- 16:29
Mag ja sein, dass das Album wirklich so super ist, wie es das Review vorschlögt, aber meine Fresse... dieser Schreibstil kann von so manchem halbwegs viefen Vorschüler beherrscht werden. Nicht nur nichtssagend, sondern auch e l e n d i g in die Länge gezogenes Herumgeeiere um eine Puntk herum!

Nimmt euch ein Beispiel an einem so tollen Mag wie Powermetal.de, da wird man noch als Leser respektiert! Nicht diese Grütze hier!
Kommentar von: Borzer
Wertung: 0.5/7 | 06.10.2011 -- 16:25
Manchmal frage ich mich, geht es noch? Und ja, immer wieder wissen die Leute hinter dem Magazin zu überraschen! Sie sind wahrscheinlich noch viel, viel dümmer, weil rhetorisch stark unterbewandert, als wir es wahrscheinlich bislang erahnen können.
Kommentar von: Anonymer Gast
Wertung: 0.5/7 | 06.10.2011 -- 16:25
sehr interessantes review, metalnews.... NOT

ihr seid echt erbärmlich, wisst ihr das? DER GESAMTE VEREIN!
Kommentar von: zenriz
Wertung: 0.5/7 | 05.10.2011 -- 12:01
Und was heißt hier "Verschimmelungsmanifest"? Das soll also nicht klischeegeprägt und kindisch sein?
Kommentar von: Anonymer Gast
Wertung: 0.5/7 | 04.10.2011 -- 15:44
und was ist bitte ein "krypisches" pseudonym? beistrichsetzung ist uns auch unbekannt, was?

NICHT EINMAL DURCHLESEN KÖNNEN WIR UNSERE TEXTE, WAS, LIEBER HERR PATRICK FRANKEN????
Kommentar von: ralf
Wertung: 0.5/7 | 04.10.2011 -- 13:16
eben! praktisch auch, dass man jeglichem vorwurf mit "szenepolizei" oder "elitarismus" entrinnen kann. so läuft man nicht gefahr irgendwas an sich heran zu lassen.
Kommentar von: Mein Argument gilt!
Wertung: 0.5/7 | 04.10.2011 -- 13:01
Mannmannmann... nicht nur, dass der Rezesent die Essenz der Band komplett auszublenden scheint, sondern darüber hinaus auch noch unendlich lange braucht, um an seinen Punkt zu gelangen...

Wie kommt man zu solchen "Schreibkräften"? Legeres Anquatschen am Kacken oder etwas wirklich durch Anheuerung? Wenn dem wirklich so ist, dann wünsche ich euch schon mal GUTE NACHT
Kommentar von: k
Wertung: 4/7 | 04.10.2011 -- 00:36
@Border: Diesen Satz sollte man tatsächlich Verlinken und dann als Standardoption verwenden können. Würde 'ne Menge Zeit sparen! :) IIvel häss no Baundaries!!
Kommentar von: Border
Wertung: 6.5/7 | 02.10.2011 -- 12:45
@Rald: Nein danke. Ich bevorzuge es, Musik zu genießen und weniger die Klischees und das Elitariat der Szenepolizei. Aus dem Alter bin ich schon lange raus.
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