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Cover von Fates Warning -- Darkness In A Different Light
Band: Fates Warning Homepage  Metalnews nach 'Fates Warning' durchsuchenFates Warning
Album:Darkness In A Different Light
Genre:Heavy Metal, Progressive, Rock
Label:InsideOut
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.09.13
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"Sperrige Angelegenheit"

Neun Jahre zwischen zwei Studioalben sind eine verdammt lange Zeit. Vor allem wenn man bedenkt, dass FATES WARNING in dieser Zeit niemals aufgelöst waren. Nach dem letzten, zehnten Album „FWX” [2004] sind die Amis munter in wechselnden Line-Ups [z.b. 2010 in der „Parallels”-Originalbesetzung] durch die Lande getourt, aber der Gang ins Studio wurde immer weiter nach hinten verschoben. Sänger Ray Alder kümmerte sich in der Zwischenzeit um REDEMPTION, Jim Matheos brachte sein OSI-Projekt mit Kevin Moore voran. Als dann 2011 mit „Sympathetic Resonance” unter dem ebenso einfallslosen wie sinnigen Banner ARCH/MATHEOS eine Zusammenarbeit von Matheos mit ex-FATES WARNING-Kultsänger John Arch veröffentlicht wurde, bei der unter anderem Songs verbraten wurden, die eigentlich für das elfte FATES WARNING-Album geschrieben wurden, musste man doch zweifeln ob dieses Werk jemals erscheinen wird. Zum Glück zu Unrecht.

„Darkness In A Different Light” ist das erste Album mit Bobby Jarzombek [HALFORD, RIOT, SPASTIC INK], der den abgewanderten Wundertrommler Mark Zonder vertritt, außerdem ist Gitarrist Frank Aresti, der nach dem umstrittenen „Inside Out”-Album [1994] ausstieg, wieder zum Rest der Band, sprich Alder, Matheos und Joey Vera gestoßen. Stete Weiterentwicklung und Veränderung war immer eines der Markenzeichen von FATES WARNING und so kommt es, dass sich außer vielleicht „Parallels” [1991] und besagtes „Inside Out” keines der veröffentlichten Alben wirklich ähnelt, auch wenn man jedes zweifelsfrei als FATES WARNING-Scheibe identifizieren kann. Ein Umstand, der sicherlich zum Legendenstatus der Band beigetragen hat. Auch „Darkness In A Different Light” ist da keine Ausnahme und knüpft erwartungsgemäß nur lose an seinen Vorgänger „FWX” an. Die größte Auffälligkeit ist sicherlich, dass die Amis hier so offensichtlich frickeln wie seit dem `88-Alder-Debüt „No Exit” [„One” vom famosen „Disconnected”-Werk aus dem Jahre 2000 mal ausgeklammert] nicht mehr, was zu großen Teilen dem druckvollen, sehr präsenten, eher metallischen Drummings Jarzombeks zuzuschreiben ist. Anders als sein Vorgänger Zonder, der subtiler, reduzierter und raffinierter spielte. Wessen Stil man bevorzugt, ist schlichtweg Geschmackssache, wahnsinnig gute Musiker sind natürlich beide. Zum harten Material auf „Darkness In A Different Light” passt Jarzombek jedenfalls prächtig, auch wenn er manchmal etwas zu sehr in den Vordergrund drängt [das düstere „Kneel And Obey” wäre beispielsweise mit Zonder sicherlich eine ganze Ecke besser geraten]. Generell agieren FATES WARNING härter als gedacht, was leider etwas auf Kosten der wunderbaren Melancholie geht, die die Band spätestens seit dem Meilenstein und zufälligerweise auch Zonder-Debüt „Perfect Symmetry” [1989] umgibt. Einerseits ist „Darkness In A Different Light” voller moderner Matheos-Riffs, die allerdings weniger an OSI erinnern als man meinen konnte, andererseits gibt auch hier wieder viele ruhige Momente, die zusammen jedoch keine solch homogene Einheit wie noch auf „FWX” ergeben. „Darkness In A Different Light” ist nicht so komprimiert, eher luftiger, offener und dadurch auch konventioneller – und braucht paradoxerweise deswegen seine Anlaufzeit. Vor allem der weitestgehende Verzicht auf Keyboards und anderes elektronisches Klimbim macht den Unterschied zu den direkten Vorgängern. Der über sieben Minuten lange Opener „One Thousand Fires” bringt das Album dann ganz gut auf den Punkt: Harte Riffs, die sich mit ruhigeren, halbakustischen Momenten abwechseln, etwas Gefrickel, ein eingängiger Refrain, unkonventionelle Songstrukturen und die gefühlvollen, unverwechselbaren Vocals von Ray Alder, der auf diesem Album wieder glänzen kann. Mit „Firefly” hat man außerdem eine gelungene Single geschrieben, die aufgrund ihrer Härte an ENGINE erinnert. Was sich die Band allerdings bei dem Rohrkrepierer samt Anti-Refrain „Desire” gedacht hat, wird wohl ein Rätsel bleiben. Herzstück und Highlight des Albums, neben dem packenden „O Chloroform”, ist das über 14-Minütige „And Yet It Moves”, das mit einem fast barocken Akustikpart beginnt und dann im Laufe der Spielzeit einige Haken durch das gesamte stilistische Repertoire der Band schlägt. Insgesamt ein ambitionierter, sehr gelungener Longtrack, der das Album würdig abschließt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Darkness In A Different Light” ein sehr gutes Album geworden ist, das aber erstmal noch nicht zu den FATES WARNING-Klassikern aufschließen kann. Die Scheibe braucht sowieso schon zahlreiche Durchläufe, um überhaupt zu Gefallen, vielleicht wächst das Teil im Laufe der Jahre, aber das wird die Zeit zeigen. Weit entfernt von einer Enttäuschung, aber auch nicht so grandios, wie man es nach so langer Zeit erwarten musste.

Trackliste:
1. One Thousand Fires
2. Firefly
3. Desire
4. Falling
5. I Am
6. Lighthouse
7. Into The Black
8. Kneel And Obey
9. O Chloroform
10. And Yet It Moves
Spielzeit: 00:56:45

Line-Up:
Ray Alder – Vocals
Jim Matheos – Guitar
Frank Aresti – Guitar
Joey Vera – Bass
Bobby Jarzombek – Drums
Michael Siegl [nnnon]
21.09.2013 | 14:42
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