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Cover von Ferndal -- Ferndal
Band: Ferndal Homepage Ferndal bei Facebook Metalnews nach 'Ferndal' durchsuchenFerndal
Album:Ferndal
Genre:Black Metal, Melodic Black Metal
Label:Einheit Produktionen
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.04.17
CD kaufen:'Ferndal - Ferndal' bei amazon.de kaufen
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"Erhabene Schönheit"

Eine Mischung aus WINDIR, DARKTHRONE und Beethoven – so beschreiben FERNDAL, eine junge Band aus dem Münsterland ihren Musikstil. Bereits die Zusammensetzung der Band lässt aufhorchen: Neben den „klassischen“ zum Black Metal-Sound gehörenden Instrumenten ist auch ein Violoncello fester Bestanteil des Klangteppichs von FERNDAL. Ob es der Band hierdurch gelingt, aus der Black Metal-Szene herauszustechen?

FERNDAL beginnen ihr Debütalbum mit einem Intro, welches zunächst dem eingangs erwähnten Violoncello den Raum überlässt. In kürzester Zeit schaffen sie es hierdurch, eine melancholische, zugleich aber betörend schöne Atmosphäre heraufzubeschwören. Das Drumming beginnt erst sehr spät und leitet in den ersten, nach dem Namen der Band betitelten Song über. Dieser führt die schwermütige, melancholische Atmosphäre des Intros fort. Das Gekrächze von Sänger Sorathiel passt hierzu perfekt und wirkt fast trotzig im Hinblick auf die Melodie und vor allem auch die Texte, die immer wieder ein Kernthema in den Vordergrund stellen: Hoffnungslosigkeit. Auch im weiteren Verlauf der Platte bleibt diese Grundstimmung erhalten, und schließlich spielen FERNDAL ihre Stärken aus: Zum einen arbeiten sie auch mit Klargesang, der sowohl einzeln als auch im Chor vorgetragen wird. Zum anderen kommen neben dem Violoncello auch ein Piano sowie eine Orgel zum Einsatz, und diese verschiedenen klanglichen Elemente fügen sich wunderbar in den musikalischen Gesamtrahmen ein. FERNDAL zeigen nach und nach auf, was ihr eigentliches Kernthema ist, und das ist - aus meiner Sicht - gar nicht mal unbedingt klassischer Black Metal. Akzente setzt die Band vielmehr dadurch, dass sie Wert auf das Vortragen von durchdachten Kompositionen legt und hierfür die Vielzahl an eingesetzten Instrumenten nutzt. Was also letzten Endes heraussticht und beim Hörer hängen bleibt ist schlicht und ergreifend die Liebe am Musizieren.

Das Problem, in der Masse der Black Metal-Bands unterzugehen, dürfte sich für FERNDAL nicht stellen. Zu vielseitig sind hierfür die insgesamt eingesetzten musikalischen Mittel. Persönlich würde ich mir ein wenig Abwechslung durch das Einstreuen von ein paar kürzeren Tracks wünschen, aber das ist Geschmackssache. Unterm Strich ein überzeugendes Debüt und ein Geheimtipp (nicht nur) für Black Metal-Fans.

Trackliste:
01. Ouverture
02. Ferndal
03. Ungelebtes Leben
04. Arntor, ein Krieger
05. In die Freiheit
06. Ein später Gast
07. Coda
Spielzeit: 00:46:13

Line-Up:
Sorathiel – Bass, Vocals
Lestaya – Cello
Sethras – Guitar
Abarus – Guitar
Alboîn – Drums
Jochen Zielbauer [DerJogi]
30.04.2017 | 16:11
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