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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Fiction Plane -- Sparks
Band: Fiction Plane Homepage Fiction Plane bei Facebook Metalnews nach 'Fiction Plane' durchsuchenFiction Plane
Album:Sparks
Genre:Alternative, Indie, Pop, Rock
Label:Roadrunner Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:01.10.10
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"Wie der Vater, so der Sohn"

Das britische Trio FICTION PLANE bringt mit „Sparks“ nach einem Live-Album sein nunmehr bereits drittes Full Length-Werk via Roadrunner Records in die Läden.

Stilistisch bewegt man sich hierbei recht flexibel zwischen Britpop, Indie/Alternative und Rock unterschiedlichster Couleur, jongliert aber auch versiert mit dezenten Elektro- oder Indietronica-Elementen [„Humanoid“].
Bereits beim ersten Hinhören bzw. Blick wird bei Frontmann Joe nicht nur in Sachen Timbre eine gewisse Ähnlichkeit zu ex-THE POLICE-Sänger STING offenbar und spätestens beim Nachnamen des FICTION PLANE-Sängers besteht kein Zweifel mehr: hier hat man es tatsächlich mit dem Sohnemann von STING zu tun.
Das sind natürlich gigantische Fußstapfen, die der Filius da zu füllen bzw. ggf. zu umschiffen hat[te], was indes kein Kriterium bezüglich der musikalischen Qualitäten von „Sparks“ sein sollte, wenn auch der väterliche Schatten einer lebenden Legende im britischen Rock/Pop-Biz letztlich immer irgendwie präsent scheint.
Der Opener „You Know You’re Good“ beginnt das Album beinahe punkig [ähnlich wie auch „Talking“], mit durchaus energischen Gitarren und unterkühlter THE CLASH-meets-THE GODFATHERS-Atmosphäre während „Out Of My Face“ recht typischen, eingängigen Britpop mit COLDPLAY- oder TRAVIS-Allüren bietet, wo - nicht zum letzten Mal - Sumners Erbe [man höre das dominante Bassspiel] durchscheint. „Push Me Around“ oder „Revenge“ mit Reggae-/Ska-Elementen machen ihre Sache nicht wesentlich schlechter, „Two Sparks“ geriert sich beinahe progressiv rockend und erinnert [wie auch das schräge „Tommy“] gar etwas an die neuseeländischen [mittlerweile auch Label-]Kollegen von SHIHAD.
„Russian LSD“ schunkelt träge dahin, „Zero“ ist schwermütiger, ordentlich 80er- bzw. New Wave-infizierter Britpop, beides nur noch getoppt vom Album-Rausschmeißer „Denied“, der erneut ziemlich COLDPLAYesk und mit ganz viel STING bzw. POLICE in Stimme und den Melodien daherkommt.

Diese Briten wissen also allemal, wie wichtig Hooks oder Refrains für einen Song sind und schämen sich weder dafür, noch für ihre teilweise recht offensichtlichen Einflüsse.
Wer sich also mit einer modernen, gut produzierten und ebenso wandelbaren wie kernigen Spielart des - ja eigentlich längst wieder in der Versenkung verschwundenen - Britpop-Phänomens und den genannten Referenz-Bands anfreunden kann, für den könnte „Sparks“ durchaus eine Bereicherung seiner Plattensammlung darstellen.

Trackliste:
01. You Know You're Good [The La La Song]
02. Out Of My Face
03. Push Me Around
04. Talking
05. Revenge
06. Two Sparks
07. Tommy
08. Humanoid
09. Zero
10. Russian LSD
11. Denied
Spielzeit: 00:45:18

Line-Up:
Joe Sumner – Vocals, Bass
Seton Daunt - Guitar
Pete Wilhoit – Drums
Dirk Konz [dkay]
14.11.2010 | 20:56
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