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CD Review: Fight - K5 - The War Of Words Demos

Fight
K5 - The War Of Words Demos


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Cover von Fight -- Into The Pit [Box]
Band: Fight Homepage  Metalnews nach 'Fight' durchsuchenFight
Album:Into The Pit [Box]
Genre:Heavy Metal
Label:Metal God Entertainment
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:13.06.08
CD kaufen:'Fight - Into The Pit [Box]' bei amazon.de kaufen
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"Würdiges Denkmal!"

Als Rob Halford zu Beginn der Neunziger seinen Ausstieg bei JUDAS PRIEST bekannt gab, war der Aufruhr in der Metal-Szene groß. Doch damals hatte der begnadete Sänger zusammen mit seinem langjährigen Weggefährten und JUDAS PRIEST-Drummer Scott Travis bereits ein neues Projekt am Start: FIGHT. Nachdem über des Meisters Label Metal God Entertainment bereits Dokumentarfilm und Demos zum legendären „War Of Words“-Album erschienen sind, gibt es nun die absolute FIGHT-Vollbedienung in Form der „Into The Pit“-Box mit sämtlichen Alben sowie einem bis dato unveröffentlichtem Live-Mitschnitt.

„War Of Words“, seinerzeit als eines der fünf besten Metal-Releases der Neunziger eingestuft, liegt hier in der 2007 von Roy Z. remasterten Version vor. Fetter, zeitgemäßer Sound also garantiert. Bereits auf ihrem Debüt präsentieren sich FIGHT größtenteils wie eine gekonnte Mischung aus JUDAS PRIEST und PANTERA: Dem klassischen Metal entliehene Songstrukturen und typische Halford-Screams werden mit moderner anmutenden Riffs und mehr Härte kombiniert, Breaks inklusive. Das klappt überwiegend verdammt gut, was an Tracks wie „Into The Pit“, dem Namensgeber „War of Words“ oder auch dem unglaublich coolen „Little Crazy“ zu hören ist. Leider fühlte sich der Metal-Gott in seiner neuen Rolle wohl noch nicht sicher genug, denn Songs wie „Life In Black“ oder „Immortal Sin“ fangen zwar wahrhaft stimmig an, wollen aber nicht so richtig Fahrt aufnehmen und rutschen schnell in die Monotonie ab. Zudem bedient sich der Frontmann hier eines Gesangsstils, der ihm nicht so richtig liegt. Insgesamt klingen FIGHT auf ihrem Erstling bereits verdammt amerikanisch und stellen eine ordentliche Portion Eigenständigkeit zur Schau.

CD Nummer zwei enthält – logischerweise – den zweiten Output des amerikanisch-britischen Gemeinschaftsprojektes: „Mutations“, ebenfalls in überarbeiteter Fassung. Obgleich sie locker die Spielzeit eines Albums erreicht, war diese CD bereits bei ihrem ursprünglichen Erscheinen als EP gedacht, da sie mit vier Live-Mitschnitten und sieben Remixes keinen einzigen neuen Track enthält. Die Konzertaufnahmen, unter denen sich mit „Freewheel Burning“ auch ein JUDAS PRIEST-Klassiker befindet, sind schön fett abgemischt und auch das Publikum kommt bestens zur Geltung. Die Remixes hingegen sind überwiegend Totalausfälle: Klingt „War Of Words“ mit leicht elektronischer Schlagseite noch interessant, so dürfte es jedem Metalfan, der nicht NINE INCH NAILS und RAMMSTEIN zu seinen Lieblingsbands zählt, spätestens bei der Neuinterpretation von „Vicious“ den Magen umdrehen. Besser wird’s dann auch nicht mehr. Dennoch machen die bereits erwähnten Live-Songs einiges gut und geben auch dieser EP ihre Daseinsberechtigung, da eine ausgewachsene Live-CD bei nur einem Studioalbum wohl zu viel des Guten gewesen wäre.

„A Small Deadly Space“ stellt das dritte Werk und gleichzeitig den Schlussstrich der Karriere von FIGHT dar. Bevor die Herren sich verabschiedeten, ließen sie es jedoch noch einmal so richtig krachen: Auf ihrem zweiten Longplayer präsentieren FIGHT sich deutlich selbstbewusster und sicherer in ihrem Stil als noch auf „War Of Words“. Das brachiale Riffing von „Beneath The Violence“ oder „Legacy Of Hate“ bildet eine hervorragende Einheit mit Halfords Gesang und die kraftvollen Schlagzeug-Salven treiben die Songs bestens voran. Insgesamt hat die Band sich hier vollständig von ihren etwaigen JUDAS PRIEST-Wurzeln verabschiedet und rangiert mitten im deutlich Riff-orientierteren, harten Metal der Neunziger. Tracks wie „Never Again“ oder auch „Mouthpiece“ zeigen dank Experimenten mit Gesangs- und Gitarreneffekten sogar leicht progressive Anteile. Fast ist es schon schade, dass die Formation sich nach „A Small Deadly Space“ von der Öffentlichkeit verabschiedete, da es sich hierbei um das reifste Release des Quintetts handelt. Soundtechnisch kann die Platte sich ebenfalls sehen lassen, denn bei der Nachbearbeitung hatte erneut Roy Z. seine Finger im Spiel.

Die DVD schlussendlich muss wohl eher als zweischneidiges Schwert betrachtet werden: Einerseits sind Menüs und Aufbau absolut professionell und sie enthält solch witziges Beiwerk wie Rob Halford beim Bungie-Jumping in Australien und auch wirklich interessante Beiträge wie einen Studio-Report zu den Aufnahmen von „War Of Words“ [inklusive Halford mit Gitarre] oder Impressionen von der „War Of Words“-Releaseparty. All das kann getrost unter dem Begriff „Zeitzeugnisse“ eingeordnet werden und ist durchaus spannend anzusehen. Der eigentliche Hauptteil der DVD, nämlich das Konzert in Phoenix im August 1993, kann hingegen nicht voll überzeugen: Sind Bild- und Tonqualität noch von auf jeden Fall anständiger Qualität und übertrumpfen mit Leichtigkeit die schon lange vorher erhältliche Bootleg-Version, kann die Kameraführung guten Gewissens als Desaster bezeichnet werden. Letzteres ist in erster Linie auf den Ort des Geschehens zurückzuführen, da es sich um einen verhältnismäßig kleinen Club handelt, in dem das Kamerateam offenbar nur schwer Platz fand. So kann der Betrachter zwar jedem Musiker praktisch in die Nasenlöcher gucken, die Enge ist jedoch in jeder Kameraeinstellung deutlich spürbar, da Winkel und Proportionen immer etwas ungewohnt wirken. Die Setlist entspricht dem damaligen Stand der Band, es werden das gesamte „War Of Words“-Album sowie „Light Comes Out Of Black“, ein sonst auf keinem Release zu findender Song, gespielt. Alles in Allem ist die DVD für jeden, der FIGHT nicht erleben konnte, durchaus eine Bereicherung, obgleich sie wegen des eigenartig abgefilmten Konzerts eben wie die typische „Bonus-DVD“ wirkt.

Mit „Into The Pit“ hat Rob Halford seinen früheren Mitstreitern ein würdiges Denkmal gesetzt. Diese Box, die zudem noch in wirklich schmucker Aufmachung daher kommt, umfasst die komplette Schaffensgeschichte des „anderen Halford-Projektes“ und das in wirklich professioneller Präsentation. Auch der Verkaufspreis dürfte für den Angeklagten sprechen, denn bei einem Preis von knappen 30 Euronen handelt es sich hierbei um ein wirklich wertiges Paket. Wer besonders schnell ist, bekommt noch die limitierte Fassung inklusive Autogramm vom Großmeister.

Trackliste:
War Of Words

01. Into The Pit
02. Nailed To The Gun
03. Life In Black
04. Immortal Sin
05. War Of Words
06. Laid To Rest
07. For All Eternity
08. Little Crazy
09. Contortion
10. Kill It
11. Vicious
12. Reality, A New Beginning

Mutations

01. Into the Pit [Live]
02. Nailed to the Gun [Live]
03. Freewheel Burning [Live]
04. Little Crazy [Live]
05. War of Words [Bloody Tongue Mix]
06. Kill It [Dutch Death Mix]
07. Vicious [Middle Finger Mix]
08. Immortal Sin [Tolerance Mix]
09. Little Crazy [Straight Jacket Mix]
10. Culture Of Corruption Mix [War Of Words - Bonus Remix]
11. Lost Faith Mix [Kill It - Bonus Remix]


A Small Deadly Space

01. I Am Alive
02. Mouthpiece
03. Legacy Of Hate
04. Blowout In The Radio Room
05. Never Again
06. Small Deadly Space
07. Gretna Greene
08. Beneath The Violence
09. Human Crate
10. In A World Of My Own Making

Fight Live In Phoenix [DVD]

01. Into The Pit
02. Nailed To The Gun
03. Life In Black
04. Immortal Sin
05. War Of Words
06. Laid To Rest
07. For All Eternity
08. Little Crazy
09. Contortion
10. Kill It
11. Vicious
12. Reality - A New Beginning
13. Light Comes Out Of Black

Bonus - Material

14. Epic Sony War of Words Commercial 1993
15. Fight War Of Words Amsterdam Studio Footage
16. War Of Words World-Wide Release Party
17. The Metal God Bungee Jumps In Cairnes, Australia 1994
18. "A Small Deadly Space" Promotional Music Video "Blowout In The Radio Room"


Line-Up:
Rob Halford - Vocals
Jay Jay - Bass
Scott Travis - Drums
Brian Tilse - Guitar
Russ Parish - Guitar
Thomas Meyns [Metalviech]
02.07.2008 | 15:40
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