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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Finntroll -- Ur Jordens Djup
Band: Finntroll Homepage  Metalnews nach 'Finntroll' durchsuchenFinntroll
Album:Ur Jordens Djup
Genre:Folk Metal, Melodic Black Metal
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.03.07
CD kaufen:'Finntroll - Ur Jordens Djup' bei amazon.de kaufen
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"De Profundis"

Schwarze, knorrige Tannen recken sich den nächtlichen Sternen entgegen, das Unterholz knirscht und kracht wie berstende Knochen, in der Ferne bläst ein Horn und allerlei düsteres Getier befindet sich auf Wanderschaft. Durch die gerippte Wand der finsteren Bäume lässt sich irgendwo Fackelschein erkennen. Trolle. Finntrolle. Auf dem Vormarsch.

So beginnt das neue Album von FINNTROLL mit einem fast vierminütigen Intro, das perfekt auf die nächsten knapp 40 Minuten Musik einstimmt. Das neue Werk hört auf den Titel "Ur Jordens Djup", was soviel wie "aus der Tiefe der Erde" bedeutet. Von dort kamen auch FINNTROLL noch vor vier Jahren. Damals war die Band nämlich noch ein regelrechter Geheimtipp, was sich aber mit dem letzten Album "Nattfödd" und den anschließenden, intensiven Touraktivitäten schlagartig änderte. Inzwischen werden sie als Headliner gebucht und sind eine der bekanntesten und beliebtesten Bands in der Szene. Ein neues Album war also bitternötig, um diesen Hype mal wieder auf ein solides Fundament zu stellen. Doppelt interessant wird die Platte aber dadurch, dass die Band auch noch einen neuen Sänger zu begrüßen hat, aber alles der Reihe nach.

Musikalisch hat sich prinzipiell nicht viel getan. Nach wie vor steht FINNTROLL für die Fusion aus Black Metal und Keyboard-Humppa [eine Art finnische Polka] angereichert mit etwas Folk und Power Metal. Diese Erfolgsrezeptur wird die Band wohl nie aufgeben, aber variieren lässt sich innerhalb dieser Grenzen, wie die Band immer wieder zeigt, doch etwas. Nach dem recht eingängigen "Nattfödd" geht es auf "Ur Jordens Djup" wieder etwas räudiger und finsterer zur Sache. Die Platte erinnert mich am ehesten an das Debüt "Midnattes Widunder", jedoch mit der besseren Produktion und den gereifteren Songs von "Nattfödd". Düsterer, ernster und schwärzer klingen die Lieder, nur "Korpens Saga" fällt in die Kategorie eines "Trollhammaren". Die anderen Lieder wurden mehr um die Rockpassagen als um die Folkeinlagen herum aufgebaut, diese kommen aber dennoch nicht zu kurz. Einige der Polkamelodien haben jedoch einen fahlen Beigeschmack, denn das eine oder andere Stückchen kommt einem arg bekannt vor. Interessant ist aber, dass die melodischen Passagen weniger als früher Partystimmung erzeugen, sondern eher atmosphärisch wirken. Das passt aber gut zu den erwachseneren Songs und ausgelassen ist die Stimmung noch immer.
Ganz neu sind hingegen die Vocals von Vreth, dem neuen Frontmann. Live hat er mit der Band schon den einen oder anderen Auftritt bestritten, aber die wahre Feuerprobe steht ihm noch bevor, wenn dieses Album von den Fans bewertet wird. Im Vorfeld lässt sich schon sagen, dass er seinen Job technisch einwandfrei erledigt, ja vielleicht sogar besser als alle vor ihm in dieser Band. Die Grunzer bringt er einwandfrei herüber, besonders macht ihn aber die Bandbreite seiner Stile, die von normalem Sprechgesang über Black Metal-Krächzen bis zu tiefen gutturalen Tönen reichen. Zumindest für mich der wahrscheinlich beste Finntrollsänger bisher!
Anmerken möchte ich noch, dass der letzte Track des Albums zwar 13 Minuten dauert, es sich dabei aber nicht, wie schon gehofft habe, um FINNTROLL meets MOONSORROW handelt, sondern leider "nur" um ein kurzes Akustikoutro, viele Waldgeräusche und eine kleine Party am Ende handelt.
Und dankbarer Weise wurden auch die Hörspielliedchen mit den komischen Mönchen dieses mal weggelassen.

Mit "Ur Jodens Djup" haben FINNTROLL nun wieder ein gewohnt ordentliches Album abgeliefert, das die Band auch noch dezent einer kleinen Kurskorrektur unterzieht. Meinetwegen hätte die auch ruhig etwas stärker ausfallen dürfen, weil ich weiß nicht, ob ich das nächste Humppaalbum auch noch ertrage.

Trackliste:
01. Gryning
02. Sång
03. Korpens Saga
04. Nedgång
05. Ur Djupet
06. Slagbröder
07. En Mäktig Här
08. Ormhäxan
09. Maktens Spira
10. Under Två Runor
11. Kvällning


Nicolas Freund [Nicki]
27.03.2007 | 23:41
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