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Band: Firebird bei Facebook Metalnews nach 'Firebird' durchsuchenFirebird
Album:Double Diamond
Genre:Hard Rock, Rock
Label:Rise Above Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:25.02.11
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"Kommt ein Feuervogel geflogen..."

An FIREBIRD scheiden sich quasi seit ihrer Gründung so einige Geister – was allerdings weit weniger an der Musik selber liegt, sondern an Bill Steer. So gehörten denn [zumindest bis zur Rückkehr von CARCASS auf die Bühnen] die Rufe, Mr. Steer solle doch "den Hippiekram bleiben lassen und wieder richtige Musik machen", zu einem neuen FIREBIRD-Album quasi dazu.

Geschmäcker hin oder her – wer dergleichen verlangt, der wird natürlich auch mit der sechsten FIREBIRD-Langrille "Double Diamond" nicht warm werden. Denn selbstredend setzt das Trio Steer/Witt/May seinen Weg unbeirrt fort und serviert auf "Double Diamond" 35 Minuten kernigen Rock, der Klangfarben, Riffs und Gefühl der Jahre zwischen 1968 und 1978 perfekt wieder aufgreift. Somit dürfte jeder Freund der bisherigen Alben auch "Double Diamond" schnell in sein Herz schließen – was im Umkehrschluss allerdings nicht bedeutet, dass sich im Hause FIREBIRD musikalisch rein gar nichts verändert. So tritt der Blues als Grundlage FIREBIRDschen Rockens ein Stück weiter in den Hintergrund. Außerdem, und das tut "Double Diamond" vielleicht am Besten, wurde das rhythmische Zusammenspiel merklich gestrafft. Bill Steers Riffs, unterfüttert von Greyum Mays Bass, und Ludwig Witts unaufgeregtes, aber kraftvolles und intelligentes Schlagzeugspiel passen hier zusammen wie die sprichwörtliche Faust und das bedauernswerte Auge. Wie wichtig das gerade bei einem Rock-Trio ist, liegt auf der Hand – denn wenn nur einer von drei Musiker Mist baut, dann ist der ganze Groove dahin.

Bei FIREBIRD baut glücklicherweise niemand Mist, auch wenn Ludwig Witts begeisterter Einsatz der Kuhglocke bei "Soul Saviour" und "A Pound Of Flesh" vermuten lässt, dass Christopher Walken als Bruce Dickinson im Studio vorbeigeschaut hat. Letztlich passt es aber gut in den direkten Sound zwischen BUDGIE, RAINBOW und BLACK SABBATH. Wer auf die klassischen Rockbands steht, der findet auf "Double Diamond" zehn durchweg gelungene Songs, von denen besonders das an LED ZEPPELINs "Kashmir" erinnernde "Arabesque" heraussticht – wohl vor allem deshalb, weil es mit seinem leicht orientalischen Einschlag als einziges Stück das gewohnte Rock-Territorium ein Stück weit verlässt. Ansonsten gilt für "Double Diamond": Ein tolles Rock-Album. Wem von euch das nicht reicht, der kann die Scheibe auf jeden Fall Papa schenken, wenn er wieder über die schlechte Musik von heute lästert!

Trackliste:
01. Soul Saviour
02. Ruined
03. Bright Lights
04. For Crying Out Loud
05. Farewell
06. A Wing And A Prayer
07. A Pound Of Flesh
08. Arabesque
09. Lose Your Delusions
10. Pantomime
Spielzeit: 00:35:46

Line-Up:
Bill Steer - Gitarre, Gesang
Greyum May - Bass
Ludwig Witt - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
18.02.2011 | 14:20
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