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Album:Incinerate Disintegrate
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:Last Entertainment
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:08.02.07
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"Schweden-Death mit Allround-Funktion!"

„A technical assault of epic death metal“ heißt es im Beipackzettel dieser Schwedenpille seitens des Labels, Last Entertainment. Nicht gerade eine Aussage, die die Vorfreude auf eine [für mich jedenfalls] bisher recht unscheinbare Death-Combo abflachen sollte. Die Messlatte liegt also insofern recht hoch und im Zuge solcher Aussagen täten FLAGELLATION wohl gut daran, diese Hürde zu meistern. Doch keine Angst, verehrte Knüppelgesellen, das schafft das Sechsergespann recht souverän.
Die Band hat es übrigens tatsächlich geschafft, eine gesamte Dekade zu existieren und lediglich eine Promo im Jahre 1998 aufzunehmen. Dies mag wohl unter anderem an den Verpflichtungen bei anderen Bands [z.B. LOCH VOSTOK, MACHINERY, PLAGUE DEVINE, ANIMA MORTE] liegen. Nichtsdestotrotz liegt uns nun endlich die fertige, professionell gemasterte, gut 20minütige Sechs-Track-EP „Incinerate Disintegrate“ vor.

Nach den ersten Durchläufen wächst der Eindruck, man wolle zunächst eine EP als eine Art Zielgruppenanalyse hinterlassen, um erst einmal zu schauen, wie dieser anspruchsvolle Mix bei den Metalheads da draußen ankommt. FLAGELLATION bieten neben dem typischen Schweden-Death nämlich großen Facettenreichtum, der allerdings dezenter und wohldosierter kaum ausfallen könnte. Man bedient sich verschiedenster Elemente aus Prog, Melodic Death und sogar ansatzweise Black Metal. Der ein oder andere [wenn auch kurze] Akustik-Part und cleane Gesangsparts finden ebenfalls Verwendung und erinnern teilweise an ältere Verbalitäten aus dem Hause OLD MAN’S CHILD. Untermalt wird das Ganze schließlich angenehm zurückhaltend mit atmosphärisch stilvollen Keyboards. Trotz dieser Vielseitigkeit schaffen es FLAGELLATION dennoch, alles unter einen recht eingängigen Hut zu bringen. Einzig die Richtung, in die die Band sich zu orientieren vermag, bleibt bei dieser EP offen, bekommt man doch zunehmend den Eindruck, dass immer mehr Ideen über einen längeren Zeitraum eingeflossen sind. Es fehlt ein wenig der Wiedererkennungswert zwischen den einzelnen Songs.

Wie eingangs bereits erwähnt, meistern es FLAGELLATION recht souverän, dem smashigen Schlagsatz ihrer Plattenfirma gerecht zu werden. Freunde der Abwechslung und Fans des Skandinavischen Death Metal sollten hier auf jeden Fall zugreifen.

Trackliste:
01. Rendering The Apocalypse (Intro)
02. Chaos In The Flesh
03. Threshold To Madness
04. Purified By Fire
05. Incinerate Disintegrate
06. Vast Desolation (Outro)


Patrick Franken [Border]
15.05.2007 | 20:02
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