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Cover von Fleshgod Apocalypse -- Agony
Band: Fleshgod Apocalypse Homepage Fleshgod Apocalypse bei MySpace.com Metalnews nach 'Fleshgod Apocalypse' durchsuchenFleshgod Apocalypse
Album:Agony
Genre:Brutal Death, Death Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:19.08.11
CD kaufen:'Fleshgod Apocalypse - Agony' bei amazon.de kaufen
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"Episch! Klassisch! Brutal!"

Nachdem FLESHGOD APOCALYPSE aus Italien mit „Oracles“ [2009] ein brutales Biest von einem Debut hingelegt haben und es mit der „Mafia“ EP [2010] einen Vorgeschmack auf neues Material gab, erscheint dieser Tage die neue Full-Length mit dem beschaulichen Titel „Agony“. Die Mischung aus brutalem Death-Metal und klassischen Elementen haben FLESHGOD APOCALYPSE zwar nicht neu erfunden, jedoch auf ein höheres und vor allem heftigeres Level gehoben. Und anno 2011 haben FLESHGOD APOCALYPSE weder den einen noch den anderen Anteil dieser beiden Bestandteile zurückgeschraubt. Ganz im Gegenteil.

Nach dem symphonischen Intro „Temptation“ stellen FLESHGOD APOCALYPSE mit „The Hypocrisy“ gleich dar, um was es Ihnen geht: Brutalität, Tempo und technische Finesse, gepaart mit eben den bereits genannten klassischen Parts. Allerdings treiben es die fünf Römer nochmal mehr auf die Spitze. Das Tempo ist unsagbar zornig, die Saitenhexer rasend schnell, die Bassdrum rattert ohne Ende [Francesco Paolis Füße sind weitaus schneller als die meisten Hände anderer Drummer]. Man ist schwerst beeindruckt von dem hohen technischen Niveau der Riffs. Zudem gesellen sich fast durchgängig die symphonisch angehauchten Keyboard-Parts [die nachvollziehen lassen, warum es Metal in der heutigen Form ohne Wagner und Beethoven wohl nie gegeben hätte]. Die Klassikanteile sind noch mehr als zuvor in den Vordergrund gerückt und epischer ausgestaltet, ohne jedoch langweilig oder erdrückend zu werden [die Hinzunahme von Keyboarder Francesco Ferrini als festes Bandmitglied hat sich somit schon bezahlt gemacht]. Ganz klar können hier Vergleiche zu DIMMU BORGIR und BEHEMOTH gezogen werden, wobei man getrost sagen kann, dass FLESHGOD APOCALYPSE die beiden zuvor genannten definitiv an die Wand spielen, da sie sich weder dem Mainstream verschrieben haben [DIMMU BORGIR], noch die eigene Komplexität zu Lasten der Brachialität überziehen [BEHEMOTH]. Das Tempo und die Härte werden auf „Agony“ durchgängig gehalten und immer wieder fasziniert die Band durch ihre durchdachten, melancholischen, teilweise fast Soundtrack-artig anmutenden Harmonien. Definitiver Anspieltipp stellt „The Betrayal“ dar, welches die genannten Elemente von „Agony“ beeindruckend widerspiegelt. An sich wäre hier ohne mit der Wimper zu zucken die Höchstpunktzahl zu geben, wenn die Wimper nicht doch gezuckt hätte. Einen Minuspunkt [und zwar einen ganzen!] fängt sich „Agony“ aufgrund des cleanen Gesangs von Basser Paolo Rossi ein [der stark an ICS VORTEX erinnert]. Was schon auf der „Mafia“ EP angetestet wurde, wird auf „Agony“ sehr oft benutzt und leider auch überstrapaziert. Weniger wäre hier mehr gewesen, denn auch wenn hier zwar Talent zum Vorschein kommt, so sind die hohen gesanglichen Ausuferungen teilweise schlichtweg einfach zu viel des Guten.

„Agony“ ist defintiv ein Meilenstein des modernen, symphonischen Death-Metals, keine Frage. An das Tempo und die Brachialität des Albums reichen derzeit nur vereinzelte Brutal Death-Metal Bands ran, wobei diese nicht die musikalische Genialität von FLESHGOD APOCALPYSE inne haben. Ein heftiges, durchdachtes und überragendes Album einer Band, von der noch viel kommen wird. Und beim nächsten Mal sagt bitte einfach einer dem Bassisten, dass er lieber mehr unter der Dusche singen soll. Volles Brett!

Trackliste:
01. Temptation
02. The Hypocrisy
03. The Imposition
04. The Deceit
05. The Violation
06. The Egoism
07. The Betrayal
08. The Forsaking
09. The Oppression
10. Agony
Spielzeit: 00:47:58

Line-Up:
Tommaso Riccardi - vocals, guitars
Paolo Rossi - bass, clean vocals
Cristiano Trionfera - guitars, vocals
Francesco Paoli - drums, guitars, vocals
Francesco Ferrini - piano
Andy W. [trapjaw] | 18.08.2011 | 00:42

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