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Album:Oracles
Genre:Brutal Death
Label:Candlelight Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:22.05.09
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"Brutal-Death al dente!"

Nach ihrer „Promo ‘07“ und dem Beitrag zur „Da Vinci Death Code“-Split lassen die italienischen Deather FLESHGOD APOCALYPSE mit „Oracles“ ihr erstes Langeisen von der Kette, dass es nur so kracht. Gefangene werden hier keine gemacht, da die Band auf ultrabrutalen Death Metal mit teils melodischen und neoklassischen Versatzstücken setzt.

Zuerst einmal sticht ins Auge, dass bei den erst 2007 gegründeten FLESHGOD APOCALYPSE keineswegs unerfahrene Jungspunde am Werk sind, denn besonders Frontgrunzer Francesco Paoli und Gitarrist Cristiano Trionfera dürften durch ihre anderen Bands HOUR OF PENANCE bzw. PROMAETHEUS UNBOUND und EYECONOCLAST hinlänglich bekannt sein. Das zeigt sich auch an den spielerischen Fähigkeiten der Südländer, denn hier wird völlig tight vor sich hingemörtelt, dass nur wenig Platz für Verschnaufpausen bleibt. Diese werden dann jedoch mit Klassik-Samples versehen, sodass ein ziemlich gut funktionierender und ungewöhnlicher Kontrast geschaffen wird – ist einfach mal was anderes als die üblichen Horror- oder Was-weiß-ich-was-Samples. Musikalisch bewegt sich das Quartett dann deutlich in US-amerikanischen Fußstapfen, sodass Vergleiche mit HATE ETERNAL und DECREPIT BIRTH schnell auftauchen, während auch NECROPHAGIST aufgrund der oft neoklassisch anmutenden und überraschend melodiösen Gitarrenleads Pate gestanden haben dürften. Dabei setzen FLESHGOD APOCALYPSE weitgehend auf rasendes ICE-Tempo, was manchmal haarscharf an der Grenze zur Eintönigkeit vorbeischrammt, sodass ein Song wie „Requiem In SJ Minore“ – für mich das Highlight von „Oracles“, da die Band hier gekonnt vom Gaspedal geht – für sehr willkommene Abwechslung sorgt. Auf der nächsten Scheibe bitte unbedingt mehr davon! Aber auch „Retrieving My Carcass“ und „Sophistic Demise“ stechen positiv hervor, was zu einem nicht geringen Teil an der unglaublich druckvollen Produktion liegt, die dem Material verpasst wurde, wobei lediglich die Bass Drum eine Spur zu klinisch klingt.

„Oracles“ ist ein guter Einstand einer weiteren viel versprechenden Band des extremen Sektors in Italien, die sich für ein Debüt schon auf einem überraschend hohen Qualitätslevel befindet und somit in bester Tradition von HOUR OF PENANCE oder auch ILLOGICIST agiert. Und mit der Zeit und der nötigen Bühnenerfahrung mit FLESHGOD APOCALYPSE wird auf dem zweiten Album dann hoffentlich etwas mehr auf Abwechslung geachtet, denn da ist auf alle Fälle noch mehr drin, wenn nicht immer drauflos geholzt wird. Fans der oben erwähnten Bands bzw. des technischen Brutal Death Metal an sich sollten jedoch schon jetzt mal in FLESHGOD APOCALYPSE reinhören!

Trackliste:
01. In Honour Of Reason
02. Post-Enlightenment Executor
03. As Tyrants Fall
04. Sophistic Demise
05. Requiem In SJ Minore
06. At The Guillotine
07. Embodied Deception
08. Infection Of The White Throne
09. Retrieving My Carcass
10. Oracles
Spielzeit: 00:37:40

Line-Up:
Francesco Paoli – Vocals, Guitar
Cristiano Trionfera – Guitar
Paolo Rossi – Bass
Francesco Struglia – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
14.05.2009 | 17:21
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