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Cover von Fleshwrought -- Dementia/Dyslexia
Band: Fleshwrought bei Facebook Metalnews nach 'Fleshwrought' durchsuchenFleshwrought
Album:Dementia/Dyslexia
Genre:Death Metal, Experimental, Progressive
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.07.10
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"Todesblei ohne Scheuklappen"

Die Experimental Deather FLESHWROUGHT wurden ursprünglich schon im Jahr 2003 von Navene Kopperweis [Ex-ANIMOSITY] ins Leben gerufen, legen aber nach einigen Verzögerungen und Besetzungswechseln erst jetzt ihr Debüt, „Dementia/Dyslexia“ über Metal Blade Records vor.

Eine dieser Umbesetzungen besteht in Jonny Davy von JOB FOR A COWBOY, der für den Gesang bei FLESHWROUGHT verantwortlich zeichnet, während Kopperweis alle restlichen Instrumente für den knapp halbstündigen Silberling eingespielt hat. Dabei legt das Duo großen Wert darauf, sich nicht in eine Schublade quetschen zu lassen, sondern bietet vielschichtigen Death Metal auf hohem Niveau, der vor elektronischen Ausflügen, progressiven Einschüben oder auch mal einem Saxofon-Solo nicht zurückschreckt. Um nur einige Koordinaten zur Orientierung zu nennen: Hier blitzen mal THE FACELESS auf, dann wiederum etwas DECREPIT BIRTH und NECROPHAGIST, dann wiederum die Polyrhythmik-Keule à la MESHUGGAH oder auch Jazzanleihen, sprich: Für Abwechslung und überraschende Wendungen ist auf „Dementia/Dyslexia“ auf alle Fälle gesorgt, wobei man trotz teils wahnwitziger Soli nie in sinnloses Gefrickel abdriftet [auch wenn man sich manchmal hart an der Grenze bewegt und ab und an fast zu viel in die Songs packt], sondern immer ein roter Faden erkennbar ist. Dafür verantwortlich ist auch Jonny Davy, der sich gesanglich angenehm vielseitig präsentiert, dem Material zusätzliche Tiefe verleiht und mir hier ehrlich gesagt mehr zusagt als bei JOB FOR A COWBOY. Zudem ist die Produktion ausgezeichnet und bringt alle Instrumente gleichermaßen zur Geltung, da diese schön druckvoll und transparent abgemischt sind.

Keine Frage: Hier sind Könner am Werk, denn auf „Dementia/Dyslexia“ sitzt jedes Break, jeder Tempowechsel ergibt Sinn, und man verrennt sich zum Glück nicht in den eigenen Songs, auch wenn FLESHWROUGHT alles andere als Entspannungsmucke zur Hintergrundbeschallung bieten. Deshalb ist auch die knappe Spielzeit zu verschmerzen, denn viel mehr von dieser Art Mucke kann man eh nicht aufnehmen. Ein wirklich interessantes, gelungenes und kompaktes Debüt, das auch Leute antesten sollten, die mit ANIMOSITY oder JOB FOR A COWBOY gar nicht viel anfangen könnten, denn FLESHWROUGHT fahren mit ihrem modernen und progressiven Death Metal eine spürbar andere Schiene. Und die gefällt, sodass „Dementia/Dyslexia“ 5,5 Punkte mit Aufwärtstendenz einfährt!

Trackliste:
01. Mental Illness
02. Inner Thoughts
03. Programming The Herds
04. Weeping Hallucinations
05. Conceptual Flesh
06. State Of Desolation
07. Dyslexic Interlude
08. Self-Destructive Loathing
09. Relevant Intoxication
10. Final Nausea
Spielzeit: 00:32:52

Line-Up:
Navene Kopperweis – Guitars, Bass, Drums
Jonny Davy – Vocals
Alexander Eitner [soulsatzero]
25.07.2010 | 17:35
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