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Cover von Fluisterwoud -- Laat Alle Hoop Varen
Band: Fluisterwoud Homepage Fluisterwoud bei Facebook Metalnews nach 'Fluisterwoud' durchsuchenFluisterwoud
Album:Laat Alle Hoop Varen
Genre:Black Metal
Label:Ván Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.03.09
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"Black Metal - Vertonter Hass"

Etwas Totgeglaubtes trudelte da doch tatsächlich vor ein paar Tagen in meinen Briefkasten. FLUISTERWOUD, ursprünglich ein Solo-Projekt von Nachtraaf [URFAUST, GRIMM, THE DEVIL’S BLOOD etc.], haben sich eigentlich im Jahre 2006 aufgelöst und trotzdem erscheint jetzt das neue Album „Laat alle hoop varen“. Etwa eine Reunion? Mitnichten, das Album ist quasi ein Nachruf der Band und es hat einfach solange gedauert, bis die Scheibe veröffentlicht wurde. Nun ja, manchmal dauert’s halt etwas länger …

Es dauert keine Minute, bis einem klar wird, was FLUISTERWOUD einem hier vorsetzen. Eine knappe Halbstunde räudigen, bösen und kompromisslosen Black Metal. Hat jemand etwas anderes erwartet? Nein, denn bei den Holländern kann man sich einfach sicher sein, was man bekommt. Auf in dem infernalen Kampf geht es also mit rauen und bösartigen Vocals, rumpeligen Drums und einer höllischen Atmosphäre. FLUISTERWOUD und auch URFAUST sind ja für ihre Bühnenshows bekannt, bei welchen schon einmal tote Tiere, Blut und anderes Zeug eingesetzt werden. Man kann sich also vorstellen, dass das Ganze nichts für zartbesaitete Menschen ist, und man sollte auch wissen, auf was man sich dabei einlässt. Aber zurück zur Musik. Hier gibt es keine schönen Melodien, keine Synthies und anderen Quatsch – just pure fucking Black Metal. Ach, ich hab das schon einmal erwähnt? Naja, der Albumtitel „Laat Alle Hoop Varen“ [deutsch: Lasst alle Hoffnung fahren] sagt ja auch schon etwas aus. Misanthropie, Nihilismus etc. stehen ganz oben auf der Liste der lyrischen Themen, die FLUISTERWOUD hier bearbeiten. Ah ja, die Blasphemie darf natürlich auch nicht fehlen. So prügelt man sich also durch nicht ganz 30 Minuten Spielzeit und kann technisch und atmosphärisch zu jeder Sekunde überzeugen. Die Atmosphäre, die aufgebaut wird, ist durch und durch verdorben und bösartig und sollte diversen Misanthropen ein Grinsen entlocken können. Die sieben Songs schwanken zwischen High- und Mid-Tempo, wobei niemals Rekordgeschwindigkeiten erreicht werden. Hin und wieder ergänzen infernales Gelächter und andere Spielerei die ohnehin schon düstere Atmosphäre. Viel Innovation oder sonst etwas in diese Richtung kann man dafür nicht erwarten. Allerdings kann man sich schon fast fragen, ob es in einer Zeit, die vor experimentellen Black Metal Bands nur so überquillt, nicht schon wieder innovativ ist, wenn man schlicht und einfach „Black Metal“ spielt?

Nun, diese Frage bleibt jedem Schwarzwurzler natürlich selbst überlassen. FLUISTERWOUD bieten hier eine mehr als anständige zweite Scheibe, die zwar relativ kurz, aber dafür auch ziemlich intensiv ausgefallen ist. Black Metal Puristen und Nostalgiker können ruhig einmal in die Scheibe reinhören und sich dann entscheiden. Vinyl-Fetischisten können sich auf eine LP-Version von „Laat Alle Hoop Varen“ noch in diesem Jahr freuen. Anspieltipps habe ich hier bewusst keine genannt, weil man entweder das ganze Album mag oder nicht. In diesem Sinne möchte ich noch kurz FLUISTERWOUD selbst sprechen lassen: „We Will Fuck You In The Grave“!

Trackliste:
01. Laat Alle Hoop Varen
02. Kerkganger
03. Verlost in Het Vuur
04. Met De Wind Wedergekeerd
05. Hoemannen
06. Mijn Donker Wezen
07. De Bezetene
Spielzeit: 00:27:25

Line-Up:
Sagelinge - Vocals
Nachtraaf - Guitar
Eklipse - Guitar
Trol - Bass
Mysteriis - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
15.04.2009 | 01:15
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