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"Wenig Verformung auf dem Amboss" | ||||||||||||||||||
| Norwegen; da kommen doch nahezu jedem Freund metallischer Klänge direkt Bilder diverser Black Metal Bands hoch. Doch FORGERY grenzt sich hier klar ab, lässt es als Thrash-Band krachen und brüllt uns ihre Energie entgegen. Bereits in den neunziger Jahren gegründet, bietet die vierköpfige Band Bay Area Thrash der eher rohen Art. Das erst zweite Album der Band „Harbouring Hate“ hat für die Nackenmuskulatur schon viel zu bieten, denn die Rhythmussektion stampft dermaßen derbe durch die Klanglandschaft, dass sämtliche Feinheiten regelrecht erdrückt werden. Sänger Anders Moen sorgt dafür, dass die Songs dabei dann auch nie an Aggressivität verlieren. Dennoch fehlt es FORGERY vor allem an Ohrwurmqualität, kaum ein Riff setzt sich langfristig in den Gehörgängen fest. Stellenweise versucht man etwas mehr Tiefe in die Songstruktur zu bringen mit gemächlichen Anläufen im Slayer-Stil. Das beginnt dann auch viel versprechend, doch spätestens wenn die Bretterei dann losgeht, sinkt die Qualität der Atmosphäre dann doch beträchtlich. Einzig „Sever“ schaffte es, sich mit abwechslungsreicher Struktur positiv vom Rest des Albums abzuheben. In pfeilschnellen Passagen bügeln die Norweger da alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt und ständige Ruhepausen erhöhen die Spannung dann wieder. Zudem sorgt die Band mit einigen Überlagerungen der Vocals hier auch endlich mal für Überraschungseffekte beim Hörerlebnis. Mehr von dieser Güte hätte dem Gesamtwerk mit Sicherheit gut getan. Die Scheibe scheint nicht komplett zu Ende geschmiedet worden zu sein. Das Feuer unter dem Amboss brennt zwar lichterloh, aber FORGERY haben lediglich wild auf dem Metall herumgehämmert, ohne die Form des angestrebten Klangbretts zu vollenden. Vielleicht klappt das ja auf dem nächsten Album. | ||||||||||||||||||
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