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Cover von Forgotten Tomb -- Hurt Yourself And The Ones You Love
Band: Forgotten Tomb Homepage  Metalnews nach 'Forgotten Tomb' durchsuchenForgotten Tomb
Album:Hurt Yourself And The Ones You Love
Genre:Black Metal, Doom Metal, Rock'n'Roll
Label:Agonia Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:17.04.15
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"Schmutzige Verzweiflung"

Passend zum Frühlingsbeginn kehrt die Depression in Form eines neuen FORGOTTEN TOMB-Albums zurück! Nach den eher intelligent benannten letzten Scheiben, haben sich die italienischen Düster-Rocker dieses Mal für „Hurt Yourself And The Ones You Love“ entschieden, was einem hauptsächlich ein Grinsen entlockt. Auch vom Cover-Artwork her scheint man eher an die „Songs To Leave“-Zeiten anzuknüpfen. Bleibt die Frage, was einen musikalisch auf dem achten [oder siebten, je nach zählweise] Album erwartet.

Die einen werden es hoffen, die anderen fürchten, aber „Hurt Yourself And The Ones You Love“ ist eine stringente Fortsetzung von „… And Don’t Deliver Us From Evil“, wenn auch eine deutlich aggressivere und direktere. Es gibt also kein Zurück zu den Depressive Black Metal-Tagen. Stattdessen bleibt es bei der Mischung aus Black- und Doom Metal, die mit ordentlich Groove und einer rotzigen Rock’n’Roll-Attitüde daherkommt. Wirklich gut gelungen ist den Italiener dieses Mal die Reihenfolge der Tracks; „Soulless Upheaval“ ist mit seiner direkten Art und dem großartigen Solo ein perfekter Opener und das melancholische Instrumental „Swallow The Void“ ein exzellenter Ausklang. In der Mitte findet sich der der doomige und epische Titeltrack, der schon als erste Single fungierte. Herrlich böse, gerade weil man hier nicht zu schnell agiert, sondern die HörerInnen langsam in die Tiefe zieht. Dazwischen tummeln sich noch vier weitere interessante Tracks, die alle ihre Eigenarten haben, aber für FORGOTTEN TOMB auch recht typisch sind. Da gibt es zum Beispiel „King Of The Undesirables“, das mit surrenden Gitarren und dem Sprachsample eines Serienkillers punktet, aber insgesamt vielleicht einen Tick zu lang geraten ist. „Dread The Sundown“ hingegen wartet mit einem atmosphärischen Intro auf, das noch am ehesten an die alten Tage der Band erinnert, bevor sich der Track zu einem knapp 10minütigen Stampfer entwickelt. Wenn Herr Morbid hier zu geisterhaften Gitarren-Melodien „DREAD THE SUNDOWN“ ins Mikrofon geifert, erzeugt das eine Gänsehaut. FORGOTTEN TOMB hatten schon vor Album-Veröffentlichung angekündigt, das Album so live und organisch wie möglich aufzunehmen, und das haben sie auch getan. Das führt zu einer rauen und alles andere als klinisch perfekten Produktion, die aber genau zur Musik der Truppe passt. Außerdem hat man sich sichtlich Mühe gegeben – wie auch im Interview thematisiert – allen Instrumenten etwas Raum zu geben. Das erlaubt gerade Bassist Algol in mehreren Songs Akzente zu setzen. Daumen nach oben dafür! Wer allerdings gehofft hat, von Herr Morbid etwas Klargesang zu hören – so wie es auf den letzten beiden Alben der Fall war –, der wird dieses Mal enttäuscht werden. Die Frontsau singt zwar variabel und variantenreich, aber betritt nicht mehr die Ebene des klaren Gesangs. Eigentlich schade, konnte er so doch früheren Songs einen eigenen Stempel aufdrücken. Nicht umsonst ist zum Beispiel „Spectres Over Venice“ ein echtes Highlight gewesen.

„Hurt Yourself And The Ones You Love“ ist ein passender Titel für dieses aggressive und sehr dunkle Werk. So etwas wie positive Melancholie oder Traurigkeit findet sich lediglich im sehr empfehlenswerten „Swallow The Void“; ansonsten regiert echte Depression, Verzweiflung und Seelenschmerz. FORGOTTEN TOMB gehen also keine gänzlich neuen Wege, aber haben ein eigenständiges Album vorgelegt, das sich von „… And Don’t Deliver Us From Evil“ deutlich abhebt.

Trackliste:
01. Soulless Upheaval
02. King Of The Undesirables
03. Bad Dreams Come True
04. Hurt Yourself And The Ones You Love
05. Mislead The Snakes
06. Dread The Sundown
07. Swallow The Void
Spielzeit: 00:43:36

Line-Up:
Herr Morbid - Gitarre, Gesang
Algol - Bass
Asher - Drums
A. - Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
10.04.2015 | 11:10
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