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Cover von Freedom Call -- Beyond
Band: Freedom Call Homepage Freedom Call bei Facebook Metalnews nach 'Freedom Call' durchsuchenFreedom Call
Album:Beyond
Genre:Power Metal
Label:SPV
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:21.02.14
CD kaufen:'Freedom Call - Beyond' bei amazon.de kaufen
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"Schlager-Hitparade"

Seit 1998 gehören die bayrischen Power Metaller fest zum Inventar der hiesigen wie internationalen Metal-Szene und haben es in den 15 Jahren, die sie nun bestehen, auf einen beachtlichen Back-Katalog mit immerhin sieben Studiowerken und zwei Live-Mitschnitten gebracht. Mit „Beyond“ holen die Mannen aus Nürnberg einmal mehr zum Schlag aus und kredenzen ihrer Fanschar ein neues Album.

FREEDOM CALL, die unangefochtenen Meister des „Happy Metal“ - ein Ruf, den die Truppe auch mit ihrem neuen Album wieder zementieren kann. Ab dem Opener „Union Of The Strong“ fällt es dank gefälliger Melodien, erschreckend gut gelaunter Refrains und Li La Launebär-Lyrik schwer, nicht an Kindergeburtstage, Kirmes-Karussells oder die Hüpfburg in Nachbars Garten zu denken. Kurzum: FREEDOM CALL laden mit „Beyond“ zur vermeintlich schwermetallenen Schlager-Hitparade ein, wobei der Schlager-Anteil hier eindeutig überwiegt. Das geschieht hier auch auf durchaus hohem Niveau: „Beyond“ kommt in rundum gelungener Hochglanz-Produktion aus den Boxen, die locker 90 Prozent der aktuell erhältlichen Power Metal-Veröffentlichungen übertrifft und spielen können die Herren aus Nürnberg auch. Obendrein ist Frontmann Chris Bay ein begnadeter Sänger. Die Einzelteile stimmen also und auch das Songwriting passt. Zu gut sogar: Songs wie „Heart Of A Warrior“, der Titeltrack oder auch „Paladin“ sind geradezu penetrant mitreißend und zeigen hin und wieder gar einen Anflug von Heavyness und Nummern wie „Edge Of The Ocean“ erinnern bisweilen an frühe HELLOWEEN. Das „Problem“ von „Beyond“ ist nun, dass bei FREEDOM CALL die endgültige Übertreibung fehlt, die bei Bands wie DRAGONFORCE deutlich macht, dass es die Band mit ihrer geballten Fröhlichkeit einfach nicht ernst meinen kann. So geht einem das hier Dargebotene spätestens nach vier Songs gehörig auf den Wecker – ähnlich wie dieses eine Vorzeigepärchen im Freundeskreis, das einfach nicht aufhören kann, sich mit schnulzigen Kosenamen zu bedenken oder die Moderation von TV-Brechmittel Florian Silbereisen. Wir fassen zusammen: FREEDOM CALL sind gute Musiker, die in der Vergangenheit bereits hervorragende Alben veröffentlicht haben – man denke da etwa an „Eternity“ - und auch „Beyond“ hat Hand und Fuß. Aber die Platte nervt spätestens nach dem ersten Drittel ganz gehörig, was daran liegt, dass die Bayern hier abgesehen von absoluter Euphorie keine einzige Emotion zu transportieren wissen und das geht auf Kosten jeglicher Spannung. Wer seinen Nachwuchs sanft an den Metal heranführen möchte, der findet mit „Beyond“ sicherlich das Richtige und auch die derzeit grassierende Winterdepression lässt sich mich einem Album wie diesem bestimmt noch besser in die Flucht schlagen als mit LSD, aber auch dafür würden vermutlich schon die ersten beiden Song genügen.

Sicher, wer mit FREEDOM CALL und dieser Form von „Happy Metal“ etwas anfangen kann, der wird die hier angebrachten Kritikpunkte von vornherein nicht verstehen. Objektiv betrachtet ist die militante Fröhlichkeit von „Beyond“ allerdings mehr als ein bisschen anstrengend und nur in sehr geringen Portionen zu genießen. Dennoch enthält auch dieses Album mehr als einen guten Song und sollte auf keinen Fall als Ausfall angesehen werden.

Trackliste:
01. Union Of The Strong
02. Knights Of Taragon
03. Heart Of A Warrior
04. Come On Home
05. Beyond
06. Among The Shadows
07. Edge Of The Ocean
08. Journey Into Wonderland
09. Rhythm Of Light
10. Dance Off The Devil
11. Paladin
12. Follow Your Heart
13. Colours Of Freedom
14. Beyond Eternity
Spielzeit: 00:59:44

Line-Up:
Chris Bay - Vocals, Guitar
Lars Rettkowitz - Guitar
Ilker Ersin - Bass
Ramy Ali - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
23.02.2014 | 21:22
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