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News zu Frei.Wild
Frei.Wild - Charteinstieg
16.10.12
16.10.12
Frei.Wild - Neuer Videoclip
01.05.11
01.05.11
Frei.Wild - Clip als Download
19.12.10
19.12.10
Reviews von Frei.Wild
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"Auf Kurs" | ||||||||||||||||||
| Kaum eine andere Band polarisiert derzeit wohl so wie die Südtiroler FREI.WILD. Umso schwieriger ist es natürlich, einen halbwegs sachlichen Zugang zu deren Alben zu finden, gibt es doch eigentlich nur die Sympathiewerte hassen oder lieben. Nun also steht der Nachfolger des Erfolgsalbums „Gegengift“, welches zugegebenermaßen großen Eindruck beim Schreiber dieser Zeilen hinterließ, in den Läden. Manchen ist es schlichtweg egal, manch andere fühlen sich genötigt, verbale Gegenmaßnahmen zu ergreifen und wiederum andere freuen sich einfach nur darauf. Lassen wir das altbekannte Gut-und-Böhse Spiel mal außen vor und konzentrieren wir uns auf das Album. Da legen die Brixener mit den ersten beiden Songs zunächst einen ordentlichen, aber nicht überragenden Start hin. Dennoch ist bereits erkennbar, dass FREI.WILD sich nicht damit begnügen, ein erfolgreiches Album selbst zu kopieren, sondern ihren Stil weiter justieren. Richtig gut wird es allerdings erst mit dem Titelsong, der wohl aufgrund seines einprägsamen Refrains zur neuen Bandhymne gekrönt werden könnte. Beim ruhigen „Aus Traum wird Wirklichkeit“ zeigt sich die erwachsene Seite der Band. Ein Song von Väter für Väter. Und wohl nur von solchen wirklich zu verstehen. Auch „Der Staat vergibt, dein Gewissen nicht“ überzeugt voll und ganz. Gerade weil die Stärken immer dort zu finden sind, wo FREI.WILD sich thematisch mehr auf soziale Probleme konzentrieren. Das als Video präsente Lied „Mach dich auf“ ist aufgrund einer gewissen, möglicherweise sogar tanzbaren Lässigkeit ebenso Albumhighlight wie das abschließende „Unendliches Leben“. Genau hier zeigt sich dann, warum von einer Weiterentwicklung die Rede ist. Streicher und soulige Einflüsse möchte nicht jeder mit FREI.WILD in Verbindung bringen, hier allerdings kommen die Elemente meiner Ansicht nach gut zur Geltung. Dazwischen findet sich so weitere manch ordentliche FREI.WILD-Nummern, die eigentlich kaum einen Fan enttäuschen sollten. Obwohl oder gerade weil doch die eine oder andere Überraschung lauert, in Form von Bläsereinsätzen beispielsweise. Produzent Alex Lysjakow hat erneut einen guten Job gemacht und noch einiges über dem Level heraus geholt, was man bisher gewohnt war. Die Frage, ob man Titel wie „Wir gehen wie Bomben auf euch nieder“ braucht, wo es gegen die verbalen Attacken der BROILERS und ÄRZTE geht, sei einmal dahin gestellt. Sicherlich ist hier oder dort der ONKELZ-Faktor in Titel und Texten noch spürbar, dennoch befreien sich FREI.WILD immer mehr aus deren Umklammerung und nutzen über weite Strecken ihr eigenes, sich stets erweiterndes Potential. Wie auch immer, FREI.WILD meistern die Hürde zwischen Weiterentwicklung und Beständigkeit mit Bravour. Auch wenn „Feinde deiner Feinde“ nach meinem Dafürhalten nicht ganz das intensive Level von „Gegengift“ erreicht, so bleibt doch die Erkenntnis, sie betonieren konsequent ihren Vorsprung im Sektor Deutschrock. Die Band bietet ihren Fans, was Diese brauchen und treten dennoch nicht auf demselben Fleck. Auch wenn es dazu eigentlich nicht noch ein „Wir gegen Alle“ bedarf und die Ausbeute an wahren Klassikern nicht die Schallmauer sprengt, liefern FREI.WILD letztendlich ein rundum gutes und sauberes Album ab. ------------------ shilrak / 4 Punkte FREI.WILD haben sich mit einem räudigen Sound und erdigen Mitgröhl-Hymnen in die größten Hallen Deutschlands gespielt und somit das große Loch, das die ONKELZ 2005 hinterließen, bestmöglichst geschlossen. Warum also dieses Erfolgskonzept nun zu Gunsten glattpolierter, harmloser Songs verwässert werden muss, ist mir ein Rätsel - anbiedern müssen sich Burger & Co. schließlich nicht mehr. Umso enttäuschender also, dass auf "Feinde deiner Feinde" einzig und allein der Diss-Track "Wir gehen wie Bomben auf euch nieder" richtig Eier hat. | ||||||||||||||||||
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