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Cover von Freitod -- Regenjahre
Band: Freitod Homepage Freitod bei Facebook Metalnews nach 'Freitod' durchsuchenFreitod
Album:Regenjahre
Genre:Doom Metal, Gothic Metal
Label:Ván Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:03.09.12
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"Langatmigkeit mit Potential!"

Nachdem die deutschen Düster-Metaller von FREITOD vor zwei Jahren ihr Debüt-Album „Nebel der Erinnerungen“ via Ván Records veröffentlicht haben, war es zunächst etwas ruhig um die Truppe. Dieses Jahr schauen sie allerdings wieder mit einem neuen Album vorbei, welches sich „Regenjahre“ nennt und den oder die geneigte/n ZuhörerIn mit guten fünfzig Minuten Schwermut überzeugen will.

Nach eigenen Angaben heftig inspiriert von KATATONIA startet man mit dem Opener „Regenjahre“ auch direkt mit einem Song, welcher der generellen Atmosphäre von „Brave Murder Day“ ziemlich nahe kommt. Allerdings ist es nun nicht allzu einfach mit relativ simplen Songstrukturen und wenigen Riffs und Hooklines, Songs von sechs oder mehr Minuten zu füllen. Das funktioniert eigentlich nur, wenn man entweder so grandios gute Riffs geschrieben hat, dass der Song einfach nicht langweilig wird, oder wenn man die Songs allgemein so abwechslungsreich gestaltet, dass man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Mir scheint, dass FREITOD hier noch so ihre Probleme haben. Klar sind Songs wie „Regenjahre“, „Neue Wege“ und so weiter gut gemacht und bedienen auch eindeutig jene Personen, die gerne alte KATATONIA hören. Und es besteht auch kein Zweifel, dass es schöne und tolle Passagen gibt, wie zum Beispiel der Klargesang bei „Regenjahre“. Aber das reicht einfach nicht aus, um die Songs wirklich aufregend und spannend zu halten. Ab einem gewissen Punkt plätschern sie eher etwas vor sich hin und wirken dann auch nicht mehr melancholisch oder traurig, sondern einfach nur noch unspannend. Das ist sehr schade, denn Potential ist bei FREITOD auf jeden Fall vorhanden. So ist zum Beispiel der Song „Sterbenswert“ ein echter Höhepunkt und ein wirklich bockstarker Song. Mit ruhigem und simplem Gitarren-Spiel und melancholischem Gesang erschafft man hier eine sehr traurige und melancholische Stimmung, welche die ganzen acht Minuten anhält und einen in den Bann zieht. Überhaupt ist es so, dass die letzten drei Tracks der Scheibe die stärksten sind. So ist zum Beispiel der Song „Wenn alles zerbricht“ mit fast zwölf Minuten der längste Track, aber auch einer, der am besten funktioniert. Das hängt damit zusammen, dass man das Gefühl hat, dass dieser Song als langes Stück konzipiert worden ist. Dies ist nicht immer der Fall. So klingt zum Beispiel „Neue Wege“ eher so, als hätte man den Track in die Länge gezogen. Bei einer zukünftigen Scheibe würde ich mir deshalb wünschen, dass man sich mehr an den letzten Tracks orientiert und weniger an den ersten. Was auch nur teilweise funktioniert, ist die Überlappung von geschrienen Passagen und Klargesang. Der Klargesang ist so gut ausgefallen, dass er eindeutig besser zur Geltung kommt, wenn er nicht durch das Gekreische übertönt wird.

Alles in allem ist „Regenjahre“ eine recht ordentliche Scheibe geworden, die Fans von alten KATATONIA durchaus gefallen könnte. Allerdings gibt es durchaus noch Verbesserungspotential und es passiert auch schlicht zu wenig auf der Scheibe, um damit gute fünfzig Minuten zu füllen. Für den richtig tollen Song „Sterbenswert“ gibt es dafür noch einen halben Punkt extra und damit kommen wir auf insgesamt vier Punkte.

Trackliste:
01. Regenjahre
02. Der Trauersturm
03. Neue Wege
04. Letztes Wort
05. Sterbenswert
06. Nichtssagend
07. Wenn alles zerbricht
Spielzeit: 00:52:05

Line-Up:
G. Eisenlauer - Klargesang, Gitarre, Bass
R. Seyferth - Gesang, Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
25.11.2012 | 16:16
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