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Cover von Fuck The Facts -- Die Miserable
Band: Fuck The Facts Homepage Fuck The Facts bei Facebook Metalnews nach 'Fuck The Facts' durchsuchenFuck The Facts
Album:Die Miserable
Genre:Death Metal, Grindcore, Noisecore
Label:Relapse Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:28.10.11
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"Blick über den Tellerrand"

Eigentlich war die Veröffentlichung von „Die Miserable“, der neuen Scheibe der Kanadier FUCK THE FACTS, bereits für letztes Jahr anberaumt, nachdem deie Aufnahmen ebenfalls schon längst im Kasten waren. Letztlich sorgten jedoch die lange und aufreibende Arbeit am Album [siehe Interview] sowie die zahlreichen Touren und die DVD-Veröffentlichung „Disgorge Mexico – The DVD“ für einige Verzögerungen.

Egal, denn jetzt liegt „Die Miserable“ über Relapse Records vor und verdeutlicht vor allem eins: FUCK THE FACTS haben ihren Stil deutlich weiter aufgebohrt und erweitert, als dies bereits bislang und vor allem auf dem gelungenen „Disgorge Mexico“ der Fall war. Dies resultiert in der Vielschichtigkeit von „Die Miserable“, das schon beim ersten Hören interessant wirkt, dann aber noch etliche weitere Durchläufe benötigt, um sich dem Hörer wirklich zu erschließen. Denn das kanadische Quintett zeigt, dass es in Sachen Dynamik und Abwechslung noch mehr zugelegt hat, da hier alles von vorne bis hinten sehr durchdacht [nicht konstruiert!] wirkt, jeder Ton am richtigen Platz sitzt und alles bestens aufeinander abgestimmt ist. Da wird beim Opener „Drift“ mal ein wenig à la ORIGIN geblastet, dann lugen mal MORBID ANGEL mit einem schräg-vertrackten Groove-Teil [„Cold Hearted“] um die Ecke, dann wiederum halten sehr melodische Gitarrensoli und -melodien [„Census Blank“, „95“] oder auch kurze Akustikpassagen [„Alone“] Einzug, während in Sachen Gesang das gewohnt wütende Gekeife und Gebrüll von Mel noch um zusätzliche Shouts von Bassist Marc Bourgon ergänzt wurde – eine gute Entscheidung, die die vertrackte Mischung aus Grindcore, Noisecore, Groove und Death Metal bereichert. Und die Kanadier schaffen es weiterhin, sich gleichzeitig eben genau dieser Kategorisierungen gekonnt zu entziehen, da sie schlichtweg die Komponenten auf- und übernehmen, die ihnen in den Kram passen, egal wie das Genre nun heißen mag, und zwar, ohne sich dabei zu verzetteln oder gar einen wüsten Steckbaukasten ohne roten Faden abzuliefern. Diesen gibt es auf „Die Miserable“ nämlich, auch wenn das Album den Hörer bisweilen ganz schön fordert oder auch mal anstrengend werden kann [siehe die etwas nervigen Feedbackeffekte in „A Coward’s Existence“].

FUCK THE FACTS bleiben ihrem DIY-Ansatz auch anno 2011 treu – unter anderem hat die Band das Album komplett selbst produziert und auch wieder das Artwork selbst angefertigt – und setzen gleichzeitig auf Weiterentwicklung. Zudem zeigen sich die Kanadier wieder als versierte Songwriter, die auf Dynamik und gute Songstrukturen achten und ein gutes Händchen für einerseits Härte und andererseits Melodie sowie Abwechslung haben. Insgesamt gefällt mir „Disgorge Mexico“ zwar eine Spur besser, da die epische Post-Rock/Hardcore-Schiene darauf mit z.B. „Apathy Is A Karma Killer“ spürbar mehr bedient wurde und der Band gut stand, aber dennoch ist „Die Miserable“ ein sehr vielschichtiges, anspruchsvolles und richtig gutes, kurzweiliges Album von FUCK THE FACTS geworden. Man darf auf die nächste Europatour und die Umsetzung der neuen Songs gespannt sein!

Trackliste:
01. Drift
02. Cold Hearted
03. Lifeless
04. Census Bank
05. Alone
06. Die Miserable
07. A Coward’s Existence
08. 95
Spielzeit: 00:35:19

Line-Up:
Topon Das – Guitar
Mel Mongeon – Vocals
Mathieu Vilandré – Drums
Johnny Ibay – Guitar
Marc Bourgon – Bass
Alexander Eitner [soulsatzero]
30.10.2011 | 13:31
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