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Album:Plunging Into Darkness
Genre:Thrash Metal
Label:Noise Art Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.04.12
CD kaufen:'Fueled By Fire - Plunging Into Darkness' bei amazon.de kaufen
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"Guter, freundlicher, gewalttätiger Spaß!"

Nach diversen Line-Up-Veränderungen in den letzten Jahren legen die kalifornischen Retro-Thrasher von FUELED BY FIRE nach ihrem Debüt für Metal Blade, „Spread The Fire“, nunmehr mit „Plunging Into Darkness“ und neuem Label im Rücken ihre zweite Full-Length-Scheibe vor.

Das Chicano-Quartett aus Norwalk zockt darauf eine erfrischend unverkrampfte und gänzlich der ganz alten Schule verhaftete Version von Thrash Metal, die die besten Momente der juvenilen SLAYER [„Mass Infestation“], OVERKILL und TESTAMENT [„Evoke The Curse“] als „explosiven Bastard im Sinne des 80er Jahre Speed Metal“ präsentiert, nicht ohne die restlichen Verdächtigen in Sachen Thrash Metal besagter Ära, etwa ANTHRAX, EXODUS, NUCLEAR ASSAULT [„Sickness Of Humanity“], FORBIDDEN [„Within The Abyss”] oder alte SEPULTURA [“Rising From Beneath”] ebenfalls klanglich grüßen zu lassen.
Gut, jetzt hat's wohl auch der letzte Mosher kapiert: bei FUELED BY FIRE ist Retro-Thrash Klassensprecher [wie ja weilands schon auf ihrem o.g. Debütalbum, „Spread The Fire“, formvollendet angedeutet ward] und es gilt ein strikter Dresscode, d.h. gestreifte Röhrenspandex, High-Tops und die speckige Kutte voll obskurer Patches sollten es schon sein.
Nichtsdestotrotz ist das hier alles so gut, beinahe liebe- zumindest aber hingebungsvoll gemacht, arrangiert, komponiert und umgesetzt, dass man „Plunging Into Darkness“ als Thrasher einfach gern haben MUSS. Shouter/Riffer Ricardo Rangel gibt den jungen Tom Araya ebenso glaubwürdig wie den seligen Paul Baloff, ohne dabei Chuck Billy oder den juvenil-verpickelten James Hetfield auszusparen, die Drums holterdipoltern in herrlich gestrigen Uffta-Uffta-Gefilden [„The Arrival“], die Gitarren verfeuern ein Killer-Riff nach dem anderen [„Eye Of The Demon”] und auch mit sauberen Soli wird nicht gespart. Nicht nur beim Titeltrack oder “Evoke The Curse” [ANNIHILATOR, anyone?] darf endlich wieder mal nach Herzenslust gemosht werden, vergessen sind überflüssig-bizarre, neuzeitliche Pit-Abartigkeiten wie Spinkicks, Windmills oder Walls Of Death, hier regiert Gevatter Thrash Metal und der “Toxic Waltz”, es darf endlich wieder wie ein Verrückter gethrasht werden [“Unidentified Remains”] und die Stagediver dürfen sich kurz vor Abflug noch im Dutzend auf der viel zu engen Bühne tummeln.
Songtitel, Cover-Artwork und Lyrics kopieren/transportieren das Thrash-Lebensgefühl der seligen Achtziger bzw. die benötigten Klischees werden ebenso detailgetreu wie glaubwürdig bedient, dass es einem ganz warm ums Herz werden will. Textlich/thematisch gibt man sich ebenfalls ausgesprochen düster, evil und apokalyptisch und selbst der [ausschließlich der alten Welt vorbehaltene] Bonustrack, “Deadly Restraints”, ist ein echter Gewinner bzw. Thrash-Burner!
Produziert wurde „Plunging Into Darkness“ indes nicht von irgendeinem berühmten Knöpfchendreher, sondern von der Band höchstselbst und FBF haben hierbei tatsächlich ganze Arbeit geleistet, denn Sound und Mix knallen von vorne bis hinten, erhalten sich aber ein gewisse Rauheit, Direktheit und v.a. Aggressivität, die so vielen “moderneren” Produktionen irgendwie abhanden gekommen scheint...

Fazit: Wer mit Thrash Metal im Allgemeinen oder Retro-Thrash im Besonderen etwas anzufangen weiß, die o.g. Altmeister ebenso schätzt, wie die junge Garde von SUICIDAL ANGELS über EVILE bis WARBRINGER, der braucht mit ziemlicher Sicherheit auch “Plunging Into Darkness” von FUELED BY FIRE.

Trackliste:
01. The Arrival
02. Rising From Beneath
03. Within The Abyss
04. Unidentified Remains
05. Plunging Into Darkness
06. Eye Of The Demon
07. Evoke [Intro]
08. Evoke The Curse
09. Amongst The Dead
10. Sickness of Humanity
11. Mass Infestation
12. Deadly Restraints [European Bonus Track]
Spielzeit: 00:40:18

Line-Up:
Carlos Gutierrez - Schlagzeug
Ricardo Rangel – Lead Gitarre/Gesang
Anthony Vasquez - Bass
Chris Monroy – Lead Gitarre
Dirk Konz [dkay]
10.05.2012 | 22:40
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