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Band: Funeral Homepage Funeral bei Facebook Metalnews nach 'Funeral' durchsuchenFuneral
Album:As The Light Does The Shadow
Genre:Dark Metal, Doom Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:12.09.08
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"Sowohl Licht als auch Schatten"

FUNERAL aus Norwegen melden sich mit einem neuen Album zurück. Doom Metal wird zwar auch auf „As The Light Does The Shadow“ geboten, nur wer jetzt – wie in den frühen Tagen der Band durchaus berechtigt – die Gleichung ‚Funeral + Doom = Funeral Doom’ aufstellt, irrt ganz gewaltig.

„As The Light Does The Shadow“ setzt vielmehr da an, wo der exzellente Vorgänger „From These Wounds“ aufhörte, während noch mehr auf Melodie, tieftraurigen Pathos, Gothic-Elemente und eher griffige Strukturen bei den Gitarren gesetzt wird. Das Resulat erinnert deshalb eher an Bands wie MY DYING BRIDE, MORGION, DRACONIAN, SWALLOW THE SUN und NOVEMBERS DOOM und hat schon länger nichts mehr mit abgrundtief düsterem Funeral Doom à la EVOKEN, AHAB oder ESOTERIC zu tun. Frodes Klargesang ist inzwischen noch gewöhnungsbedürftiger ausgefallen, als dies bereits auf der letzten Langrille der Fall war, sodass sich die Geister noch mehr daran scheiden werden. Passte sein oft ruhig intonierter und bisweilen geradezu weinerlicher Gesang bei den Songs des Vorgängers fast immer gut in das Gesamtbild – man denke nur an den Titeltrack oder das tolle „Saturn“ –, hat er auf „As The Light Does The Shadow“ den Bogen etwas überspannt. Oftmals wirkt sein Genöle einfach nur anstrengend und steht zu sehr im Vordergrund, während hingegen mit dem Einsatz eines richtigen Orchesters deutlich organischere Klänge erzeugt werden als mit den Synthesizer-Teppichen der anderen CDs. Außerdem konnten die Norweger mit Rob Lowe von SOLITUDE AETURNUS eine absolute Doom-Ikone für den Song „In The Fathoms Of Wit And Reason“ gewinnen, der das klare Highlight der Scheibe darstellt und durch den charismatischen Gesang von Rob geradezu vor Energie übersprudelt. Neben dem gelungenen „Let Us Die Alone“ haben die Nordländer letztlich mit dem abschließenden „Fallen One“ eine Art düsteres A-cappella-Stück aufgenommen, das definitiv unter die Haut geht und ansatzweise an ULVER erinnert, aber lange nicht an deren Klasse herankommt.

Insgesamt ist „As The Light Does The Shadow” kein schlechtes Album, bleibt aber ein ganzes Stück hinter dem Vorgänger zurück. FUNERAL wirken oft zu verspielt, brav und übertrieben pathetisch, auch wenn sie handwerklich durchweg versiert agieren. Der extrem gewöhnungsbedürftige Gesang dürfte pure Geschmackssache sein, während mir einige der Songs etwas zu zahnlos erscheinen, sodass sich auf dem Silberling alles in allem durchaus Licht, aber auch Schatten befindet. Fans von melodischem Doom Metal mit viel Melodie, Dramatik und Gothic-Faktor sollten mal vorsichtig reinhören.

Trackliste:
01. The Will To Die
02. Those Fated To Fall
03. The Strength To End It
04. The Elusive Light
05. In The Fathoms Of Wit And Reason
06. Towards The End
07. Let Us Die Alone
08. The Absence Of Heaven
09. Hunger
10. Fallen One
Spielzeit: 01:11:59

Line-Up:
Frode Forsmo – Vocals, Bass
Mats Lerberg – Guitars, Vocals
Erlend Nybø – Guitars
Andres Eek – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
04.09.2008 | 17:58
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